Aufhebungsvertrag bei Minijob und Mutterschutzgeld. Ich soll einen Aufhebungsvertrag unterschreiben bekomme ich dann noch Mutterschutzgeld bei einem Minijob?

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5 Antworten

Für einen Aufhebungsvertrag gibt es keinerlei Grund - schlicht und einfach lass es sein, denn wenn hat nur der Arbeitgeber etwas von diesem Aufhebungsvertrag.

3EK12 05.07.2017, 12:55

er wird mir aber den Einkommensnachweis nicht geben denke ich. Und er auch kein Geld zahlen. Da bin ich mir Sicher. Wenn ich den Zettel über den Einkommensnachweis nicht habe, kann ich kein Mutterschutzgeld beantragen.

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wilees 05.07.2017, 15:20
@3EK12

Sorry - aber das ist Unsinn. Dein Arbeitgeber ist gesetzlich verpflichtet Dir eine entsprechende Einkommensbescheinigung auszustellen. Also lasse Dich bitte nicht ins Bockshorn jagen.

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Warum solltest Du den Aufhebungsvertrag unterschreiben? Dazu kann Dich keiner zwingen. Lass die Finger davon.

Es geht um folgendes:

Mutterschutz: 06.06.2017
Entbindungstermin: 19.07.2017
Letzter Arbeitstag: April 2017

ich hatte bereits gesagt das ich nach der Entbindung nicht mehr arbeiten möchte. Er aber hat mich nicht abgemeldet und möchte mir jetzt einen Aufhebungsvertrag andrehen. Meine Frage: Wenn ich den Aufhebungsvertrag heute unterschreibe, bekomme ich Mutterschutzgeld oder nicht.

Es sind 2 Probleme damit verbunden, zum einen muss mein noch oder ex Arbeitgeber einen Zettel über mein Einkommen ausfüllen, den er mir wahrscheinlich nicht aushändigt wenn ich nicht unterschreibe.

Zum 2. Wird er sich dagegen währen mir Mutterschutzgeld zu bezahlen.

DerSchopenhauer 05.07.2017, 13:02

Du mußt Mutterschaftsgeld beim Bundesversicherungsamt beantragen, wenn Du nicht selbst krankenversichert bist (z. B. familienversichert).

http://www.bundesversicherungsamt.de/mutterschaftsgeld.html

Der ArbG muß einen Zuschuß zahlen, wenn das Gehalt im Minijob mehr als 390 € beträgt - diesen Zuschuß bekommt er aber erstattet.

Auskünfte erteilt auch die Minijobzentrale:

Tel: 0355 2902-70799

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3EK12 05.07.2017, 13:05
@DerSchopenhauer

Ich bin über meinen Mann versichert. Also ich sage mal so. Wenn ich die 390€ bekomme und auf den Rest verzichte um den Stress aus dem Weg zu gehen, bin ich damit einverstanden. Aber wenn ich durch den Aufhebungsvertrag das Recht auf Mutterschutzgeld verliere, dann natürlich nicht.

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Als Schwangere hast Du Kündigungsschutz.

Auf keinen Fall einen Aufhebungsvertrag unterschreiben.

Niemals und unter keinen Umständen einen Aufhebungsvertrag unterschreiben frage mich wozu es den gibt außer um Arbeitnehmer abzuzocken eigentlich ist so etwas sittenwidrig

Familiengerd 05.07.2017, 13:25

Niemals ... unter keinen Umständen ... abzuzocken ... sittenwidrig

Das ist völliger Unsinn (um nicht gleich von "Blödsinn" zu reden)!

Ob ein Aufhebungsvertrag von Vorteil oder von Nachteil für einen Arbeitnehmer ist, hängt einzig und alleine von den Umständen und den konkreten Vereinbarungen ab!

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BudyMcBud 06.07.2017, 12:14
@Familiengerd

Da hast du recht aber ich habe noch nie einen Aufhebungsvertrag gesehen der für den Arbeitnehmer von Vorteil wäre.

Ich lasse mich natürlich gerne eines besseren belehren.

Unser Prof. für Arbeitsrecht pflichtet meiner Aussage bei.

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Familiengerd 06.07.2017, 12:33
@BudyMcBud

So so, tut das Dein "Prof. für Arbeitsrecht" (der wird auch wohl kaum Deiner allgemeinen Behauptung der "Sittenwidrigkeit" beigepflichtet haben)?

Wie viele Aufhebungsverträge werden wohl geschlossen?

Und wie viele davon hast Du wohl gesehen, dass Du meinst, daraus eine Beurteilung ableiten zu können? 

Kennst Du eine vergleichende Statistik dazu?

Nebenbei: Ich selbst (zusammen mit einer ganzen Reihe von Kollegen) habe meine berufliche Tätigkeit mit einem Aufhebungsvertrag beendet - und der war rundherum positiv für mich (uns).

Aber nicht deswegen habe ich meine Erwiderung so geschrieben (weil es bei mir/uns positiv war, muss es ja nicht zwangsläufig auch bei anderen so sein), sondern weil die Bedingung - die Abhängigkeit von den konkret getroffenen Vereinbarungen - objektiv so ist!

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BudyMcBud 06.07.2017, 13:05
@Familiengerd

Natürlich hat er nicht gesagt das es sittenwidrig ist da es meine Meinung darstellt die er auch teilt.

Ich arbeite in einer großen Firma im Metallhandel und als BR-Mitglied bekommt man schon den ein oder anderen Aufhebungsvertrag zu Gesicht und die waren bisher immer schlecht für den Arbeitnehmer.

In diesem Fall will sich der Arbeitgeber mal wieder vor seiner Pflicht drücken.

 

Zu deiner Aufhebungssache: Ich nehme an du hast nicht zu dem teil der Bevölkerung gezählt der für sein Geld arbeiten musste.

Statistiken glaube ich sowieso nur wenn ich sie selbst gefälscht habe.

 

Ps: Ich habe hier nur meine Meinung kundgetan und hoffe anderen damit zu helfen ich bin kein Jurist sonst wäre es eine EXPERTENANTWORT

 

 

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