Aufhebungsvertra oder fristlose Kündigung von seiten des Arbeitnehmers (mir)?

15 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Den Mut aufzubringen sich umzusehen und einen Wechsel anzustreben ohne einfach alles hinzuwerfen ist schon ne Nummer, das Finale schaffst du ganz bestimmt auch, viel viel Erfolg !

Verträge werden geschlossen, um sie einzuhalten. "Mir gefällt nicht..." ist kein Grund, von den vertraglichen Abmachungen abzuweichen. Die Gründe für eine fristlose Kündigung scheinen von deiner Seite nicht gegeben. Du kannst eine fristlose Kündigung von Seiten deines Arbeitgebers erwirken. Gründe, die dazu vom Gesetz vorgesehen sind, ist beispielsweise "Verlust des Vertrauensverhältnisses". Das braucht Nerven, die du kaum nicht hast und man schreibt die Gründe für das Ausscheiden auch in Umschreibungen auch in dein Zeugnis rein.

Die einzige Möglichkeit, die du realistischer Weise hast, ist der Aufhebungsvertrag. Wenn du einen solchen aushandelt, dann erwähne unter gar keinen Umständen, dass du eine neue Stelle in Aussicht hast. Sonst kannst du dir beide Stellen gleich abschminken: Die alte, weil sie auf einer korrekten Kündigung oder dem Abschluss eines Aufhebungsvertrags bestehen wird und die neue, weil du garantiert nicht am 1.2. dort anfangen kannst und dann auch dort womöglich vertragsbrüchig wirst.

Man kann in ähnlichen Situationen höchstens grosse seelische Not anfügen, wenn man beispielsweise vor einem Burn-out steht, aber nicht reinkippen will. Denn wenn das Burn-out als Krankheit diagnostiziert wird, kann der Arbeitsvertrag fast gar nicht mehr aufgehoben werden.

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Wieso könnte ich nicht am 1.2 bei der neuen Arbeitsstelle anfangen, wenn ich jetzt in einem Aufhebungsvertrag kläre, dass ich per sofort oder per 31. Januar freigestellt werde?

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@ElliSamy

Das klappt nur dann, wenn dein Arbeitgeber mit einem Aufhebungsvertrag einverstanden ist, was du in deiner Frage allerdings ausgeschlossen hattest.

Viel Glück dabei!

Und: lass wirklich absolut nichts verlauten, was deinen neuen Anstellungsvertrag anbelangt! Null - nada - keinen Pieps darüber! Den neuen Vertrag solltest du natürlich erst unterschreiben, wenn der Aufhebungsvertrag unter Dach und Fach ist. Das wäre die korrekte Reihenfolge.

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Vielen Dank für deinen Kommentar. Ich habe meine Chefin angesprochen, die Lage erklärt und um einen Aufhebungsvertrag gebeten. Sie hat abgelehnt. Weil es an Personal mangelt kann sie mich nicht früher gehen lassen. Sie meinte zu mir, wenn ich gehen will kann sie mich nicht aufhalten, aber die Kündigungsfrist müsse ich einhalten.

Hab jetzt mit meinen Eltern und meinem Freund gesprochen und mich dazu entschieden, am 31.12.2018 fristlos zu kündigen. Dann werde ich zwar 1/4 eines Monatsgehalts als Schadensersatz bezahlen und bekomme vermutlich ein schlechtes Arbeitszeugnis, aber immerhin kann ich meine Traumstelle rechtzeitig am 1. Februar antreten.

Ich hoffe, dass dies die richtige Entscheidung ist!

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@ElliSamy

Auch ich beginne am 1.2. meinen neuen Job - auch eine Traumstelle!

Viel Glück und alles Gute!

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In der Schweiz gibt es keinen Aufhebungsvertrag. Es gibt nur vorzeitige Beendigung des Arbeitsverhältnisses in gegenseitigem Einvernehmen, aber dazu müssen beide Seiten einverstanden sein, was hier nicht der Fall ist. Der Arbeitgeber beharrt ausdrücklich auf der Erfüllung des Arbeitsvertrages. Wird der Vertrag von seiten des Arbeitnehmers nicht eingehalten, so gilt das als vorzeitiges Verlassen des Arbeitsplatzes, was Schadenersatzansprüche des Arbeitgebers entstehen lässt. Deren Höhe ist nicht definiert, sondern diese hängt von den individuellen Umständen ab. Abschliessend darüber urteilt das Arbeitsgericht, falls keine Einigung zustande kommt.

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Du vermutest lediglich, dass der Arbeitgeber einem Aufhebungsvertrag nicht zustimmt. Mein Rat ist daher logischerweise das erst mal definitiv abzuklären. Arbeitgeber schätzen auch eine gewisse Sicherheit. Der Arbeitgeber hat somit bis Ende Januar Zeit einen Ersatz zu suchen. Wenn er nicht zustimmt bleibt der Arbeitgeber auch mit einer gewissen Unsicherheit zurück, da du ja eben plötzlich nicht mehr auftauchen könntest. Das ist für den Arbeitgeber jedenfalls ein grösseres Ärgernis als eine saubere, klar definierte Trennung und die läppischen paar Tausend Franken kompensieren den Ausfall und darauf nötigen Aufwand des Arbeitgebers nicht. Daher, erst mal mit dem Arbeitgeber sprechen.

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Habe gefragt. Arbeitgeber stimmt nicht zu, sie brauchen dringend jemanden und lssen mich nicht früher gehen.

Werde nun fristlos kündigen am 31.12.2018

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Es liegt kein Grund für eine fristlose Kündigung seitens des Arbeitnehmers vor. Zudem sind Verträge dazu da, um eingehalten zu werden, von beiden Seiten.

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