Aufgaben eines Bankkaufmann

3 Antworten

Die bisher gegebenen Antworten sind schon sehr umfassend. Ich möchte noch hinzufügen, dass sich die Tätigkeit des Bankkaufmanns leider etwas von einer Beratertätigkeit entfernt hat und jetzt oft mehr der eines Verkäufers entspricht. Viele Bankkaufleute leiden darunter. Sie wollen eigentlich lieber Berater sein, als Verkäufer. Doch die Zielvorgaben von "oben" haben dazu geführt, dass der Bankkaufmann heutzutage in erster Linie eine bestimmte (Mindest-)Anzahl der vorgegebenen Produkte verkaufen (und damit manchmal auch "andrehen") muss. Das Beraten bekommt dabei immer öfter einen schlechten Beigeschmack. Viele Bankkaufleute fühlen sich dadurch gestresst.

Der Bankkaufmann ist der typische Ausbildungsberuf in Kreditinstituten. Banken und Sparkassen schaffen einen Ausgleich zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Geld- und Kapitalmarkt und machen so private Ersparnisse für die Volkswirtschaft nutzbar. Veränderungen des gesamten wirtschaftlichen Umfeldes wirken sich auf das Bankgeschäft aus und zwingen zu ständiger Anpassung. Dies macht den Beruf so interessant und vielseitig.

Das klassische Bankgeschäft umfasst– Anlage von Geldern, Kauf/Verkauf von Wertpapieren Vergabe von Krediten, sowie Abwicklung des Zahlungsverkehrs.

Privatkunden bevorzugen eine individuelle, anspruchsvolle und auch umfassende Anlage- und Vermögensberatung sowie Versicherungsleistungen. Das wird sich in den nächsten Jahren verstärken.

Firmenkunden suchen zunehmend den Rat der Banken bei Investitionsentscheidungen, Produktentwicklung, Organisation, Marketing, Beteiligungen, Zusammenschlüsse oder strategischer Unternehmensplanung.

Damit bestimmen neben den Gewinnen aus Handelsgeschäften und den Zinsen in zunehmenden Maße Provisionen die Erträge der Kreditinstitute. Diese Neuorientierung in den Aufgabenfeldern ist eine der Ursachen für die dynamische Entwicklung in der Kreditwirtschaft. Das Bankensystem in Deutschland ist außerordentlich vielfältig. Es gliedert sich in das Zentralbanksystem und das Geschäftsbankensystem, das zwischen Universal- und Spezialbanken unterscheidet. Rund 80% der Kreditinstitute sind universell, d.h., sie betreiben als Geschäftsbanken sowohl das Kredit- und Einlagengeschäft als auch das Wertpapiergeschäft.

· private Banken(Kreditbanken) · öffentlich- rechtliche Sparkassen und Landesbanken, · genossenschaftliche Kreditinstitute (Volksbanken und Raiffeisenbanken).

Diese drei Gruppen unterscheiden sich insbesondere hinsichtlich Rechtsform, Eigentumsverhältnissen und geschäftspolitischen Schwerpunkten. Alle drei bieten aber dennoch weitgehend vergleichbare Finanzdienstleistungen an. Anders als die privaten Banken, die untereinander konkurrieren, stehen Sparkassen und Genossenschaftsbanken als lokal oder regional operierende Institute innerhalb ihrer jeweiligen Organisation nur begrenzt miteinander im Wettbewerb.

In der BRD waren Anfang 1998 über 3300 universell tätige Kreditinstitute mit rund 43 000 Filialen ansässig.

Kaufleute Bank arbeiten in verschiedenen Geschäftsbereichen einer Bank. Sie sind sowohl in Abteilungen mit direktem Kundenkontakt als auch im Back Office tätig. In Abteilungen mit direktem Kundenkontakt befassen sich Kaufleute Bank mit der Eröffnung und Verwaltung von Konten, Ein- und Auszahlungen, An- und Verkauf von Fremdwährungen sowie Überweisungen und Lastschriftverfahren. Im Gespräch am Schalter oder auch am Telefon beraten sie die Privatkundschaft und bieten die Produkte und Dienstleistungen ihrer Bank an. In der Hypothekar- oder Kreditabteilung prüfen Kaufleute Bank die eingereichten Kreditgesuche für einen Hausbau oder für Firmeninvestitionen und legen die Rahmenbedingungen für den Kredit fest. Beim Privatkunden werden dessen Einkommens- und Vermögensverhältnisse geprüft. Geht es um Firmenkredite, analysieren sie Bilanzen resp. Gewinn- und Verlustrechnungen, um die Bonität der Firma und das Riskmanagement für ihr Bankinstitut richtig einzuschätzen. In der Anlageberatung beobachten sie die aktuelle Wirtschaftsentwicklung und den Kapitalmarkt und geben der Kundschaft Empfehlungen beim Kauf von Wertpapieren. In der Vermögensverwaltung beraten sie nicht nur die Kundschaft kompetent, sondern verfolgen auch Branchentrends und -entwicklungen. Im Back Office erfassen Kaufleute Bank Buchungs- und Geschäftsvorgänge am Computer. Häufig handelt es sich hierbei um Überweisungen auf Grund von Zahlungsaufträgen. In der Wertschriftenverwaltung bearbeiten sie Wertschriftenaufträge wie beispielsweise Kauf und Verkauf von Aktien und Obligationen. In grösseren Banken können sie auch im Handel mit Edelmetallen und fremden Währungen tätig sein. Im Zentrum der Kaufleute Bank stehen der Kundenkontakt und die Beratung. Sie erledigen auch vielfältige, anspruchsvolle administrative Arbeiten wie Korrespondenz, Statistiken und Protokolle. Komplexe Sachgebiete sind die Datenschutzvorschriften im Bankensektor. Äusserste Einhaltung der Sorgfaltspflicht verlangen zudem die gesetzlichen Vorschriften im Zusammenhang mit Geldwäscherei. Moderne Informations- und Kommunikationssysteme ermöglichen Kaufleuten Bank die elektronische Abwicklung vieler Geschäftsgänge und eine weltumspannende Datenvernetzung.

Was möchtest Du wissen?