aufforderung vom amt für günstigere wohnung

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5 Antworten

Halt stopp, bevor Ihr Euch tief in die Gülle fahrt !!!!

Erst einmal selbst Gedanken und zwar zu dem Thema möchte ich überhaupt umziehen ?

Wenn man diese Frage schon mit Nein beantworten kann, sollte man zusehen, dass man dem Feind (Jobcenter) nach seinen eigenen Regeln zeigt wie gespielt wird.

Diese gesamten Angemessenheits-Richtlinien basieren auf Preisen des sozialen Wohnungsbaus, ergo findet man in der Regel auch nur Sozialwohnungen, die dem Wunschträumen der Jobcenter entsprechen, sowas entspricht aber in den meisten Fällen nicht dem Geschmack des Kunden. Warum also kuschen und mit Gewalt machen, was von einem erwartet wird ?

Der erste Weg in die richtige Richtung wäre jetzt bei der Gemeinde/Stadt aufzuschlagen und einen Wohnberechtigungsschein (WBS) zu beantragen, den braucht man nämlich um an eine Sozialwohnung zu kommen, keine Panik die meisten Gemeinden sind dank dem Hartz IV Blödsinn mit seinem Umzugswahn sowas von ausgelastet, die haben auf die nächsten Jahrzehnte garkeine Sozialbuden mehr frei.

Danach sollte man das die meisten Gemeinden in Deutschland keinen eigenen Mietspiegel haben einfach mal über den gesamten Zeitraum (6 Monate, da man solange laut Jobcenter Zeit hat um die Kosten zu senken) in einem Internetportal was sich mit Wohnungsangeboten befasst:

1: den Durchschnittsmietpreis für die eigene Stadt an Hand der dort gespeicherten Angebote ausdrucken.

2: entsprechende Vermieterangebote bitte pro Monat nicht nur ein Angebot, sondern reichlich davon, egal in welcher Preisklasse, am besten immer das was gerade da ist, ausdrucken und dem Jobcenter zu Prüfung der Angemessenheit zu kommen lassen, bitte nachweisbar, d.h. Übergabe mit Zeuge, oder gegen Bescheinigung, die kann man selbst vorbereiten und nur noch abzeichnen lassen. Dennoch unabhängigen Zeugen mitnehmen falls die Abzeichnung verweigert wird.

Beides wichtig, weil Jobcenter sind noch unerklärlicher als das Bermuda-Dreieck hier verschwinden selbst noch bestätigte Eingänge.

Kommen Herr, oder Frau Sachbearbeiter nun mit wir brauchen aber eine vom potentiellen Vermieter ausgefüllten Mietbescheinigung grundsätzlich erst einmal schriftlich und nachweisbar Fahrtkosten zur Besichtigung beantragen, in 99,9 % der Fälle erfolgt hier ein Ablehnungsbescheid, ruhig dagegen in Widerspruch gehen.

Maklerkosten sind eine gute Idee, werden aber in der Regel auch nicht übernommen mir teilte man damals mit, dass diese nur für Menschen jüdischer Abstammung, die derzeit in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht sind übernommen werden. Aber ruhig schriftlich und nachweisbar beantragen, falls Ablehnung erfolgt auch hier ruhig in Widerspruch gehen, die Widerspruchstelle soll auch ihren Spaß haben.

Gegen die Kostensenkungsaufforderung kann man keinen Widerspruch einlegen, da diese keinen Verwaltungsakt darstellt, das geht also nur bei Bescheiden.

Ruhig auch schon mal Vorsorglich eine Kautionsbürgschaft beim Jobcenter beantragen, da die meisten Vermieter sowas schon gerne vor Vertragsabschluss sehen, damit sie einem die vermeindliche neue Wohnung freihalten ;)

So nun sollten die Jobcenter-Schergen erstmal genug zu tun haben.

Für den Fall, dass doch eine angemessene Wohnung dabei ist, Umzugskosten schriftlich beantragen, am besten 3 Kostenvoranschläge von verschiedenen Umzugsunternehmen vorher besorgen und direkt mit einreichen, das Ganze natürlich bitte auch wieder nachweisbar ! Den Jobcenter neigen dazu ungern Umzugsfirmen zu bezahlen, sie setzen viel lieber darauf nur einen Sprinter und Taschengeld für befreundete Helfer zu zahlen.

Hier gilt, ich habe keine Freunde und so sind meine Sachen beim Umzug nicht versichert, Ihr möchtet das ich umziehe, dann bezahlt den Umzug auch angemessen. Denn geht beim Umzug etwas kaputt, das Jobcenter wird den Schaden nicht ersetzen, Gleiches gilt für Beschädigungen am von Euch gemieteten Sprinter, Selbstbeteiligung in der Regel einige 1000 Euro.

So ganz nebenbei, in den meisten Fällen findet man keine angemessene Wohnung, die auch dem Jobcenter gefällt,, was wiederum das Jobcenter nicht davon abhalten wird, nach Ablauf der 6 Monats Frist einfach mal die Kosten der Unterkunft (KdU) zu kürzen, jetzt sollte man nicht tatenlos in der Ecke sitzen, sondern umgehend einen Fachanwalt für Sozialrecht aufsuchen und den die große Keule auspacken lassen.

Denn man hat schließlich alles getan um an billigeren Wohnraum zu kommen.

Man hat:

Einen WBS beantragt. Maklerkosten beantragt. Reichlich Vermieterangebote eingereicht. Fahrtkosten für Besichtigungen beantragt. Kautionsbürgschaft zur Vorlage bei potentiellen Vermietern beantragt um Chancen auf eine Wohnung zu erhöhen. brav und wie es sich gehört bei nicht vorhandenem Mietspiegel einen unabhängigen am tatsächlichen Mietpreis errechnet Durchschnittsmietpreis für die Stadt jeden Monat ausgedruckt und zu den Akten gelegt. Und den einen, oder anderen Widerspruch verfasst.

Das alles sollte dem Anwalt ausreichen um im Verfahren gegen das Jobcenter einen Gewinn vor Gericht zu erzielen und das Gericht dazu zu bewegen dem Jobcenter aufzugeben auch weiterhin die Miete in voller Höhe für die heißgeliebte Wohnung zu übernehmen.

Das Ganze wird danach wahrscheinlich noch in 1-3 weitere Runden gehen, sprich man wird wieder Kostensenkungsaufforderungen erhalten, aber man weiß ja nun wie es geht..... Bei mir hatten sie bereits nach der ersten Runde die Schn..... gestrichelt voll und es kam garnicht erst dazu das ich einen Anwalt hätte einschalten müssen. Andere Jobcenter-Mitarbeiter sind eventuell etwas siegessicherer und spielen das Spiel bis zum bitteren Ende mit, dass weiß man vorher nie.

Ist einem das alles zu stressig, dann möge man die Opferrolle annehmen und sich vom Amt am besten gleich in eine Gemeinschaftsunterkunft einweisen lassen.

Ich für meinen Teil wäre hätte immer bis zum letzten Blutstropfen gekämpft, als das ich vor einem Sachbearbeiter des Jobcenters gebuckelt hätte.

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Top das werde ich mir merken. Das steht uns auch bevor unser letzter Sohn zieht jetzt aus und dann werden wir das Thema auch haben. 85 m2 für 2 Personen das machen die nicht mit. Aber eine Miete von 545,80 € warm dagegen

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ja die steuerzahler sollen blechen

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Wenn der Umzug im Vergleich zu der unangemessenen Miethöhe unwirtschaftlich wäre, müsst ihr überhaupt nicht umziehen. Z. B., wenn die Kosten evtl. 10.- € über dem Limit liegen, der Umzug aber 2000.- € kosten würde.

Und wenn eure Wohnung von der Größe her angemessen ist und nicht besonders luxuriös ausgebaut, dann müsst ihr auch nicht umziehen. Schließlich legt nicht ihr die Mieten fest.

Aber dann müsst ihr erst mal nachweisen, dass es keine günstigere vergleichbare Wohnung im Umfeld gibt. S. Antwort von Urknall.

Dann dürfen sie euch auch nach 6 Monaten nicht die Miete kürzen. Tun sie es trotzdem, geht in Widerspruch und Klage.

Zieht ihr dann doch um, müsst ihr alles vorher beantragen und genehmigen lassen. Kaution wird übrigens meist nur noch als Darlehen gewährt und in Raten von der Leistung abgezogen.

Maklerkosten werden auch nur übernommen, wenn ihr nachweisen könnt, dass ihr ohne Makler keine angemessene Wohnung findet (am besten Wohnungsangebote und Vermieterabsagen sammeln).

Auch wenn ich selbst H4 beziehe, kann ich nur mit dem Kopf über dieses Anspruchsverhalten deinerseits heftig mit dem Kopf schütteln.

Genau dieses Verhalten ist es nämlich, was die restlichen H4-Bezieher, die nicht vom Stamme "nimm" sind, in Verruf bringt.

Was im direkten Zusammenhang mit dem Umzug steht und Erstausstattung werden bezahlt. Wobei das mit dem "bezahlt" keine hochwertige Neuware betrifft, sondern eher etwas nahe "Sperrmüll-Wert" bzw. Richtung "Elektroschrott".

Ich würde bzgl. Wohnungsanrichtung (Tapeten und Co.) lieber schauen, ob ich anderweitig Unterstützung bekäme.

Nebenbei: was macht die jetzige Wohnung denn ungünstig im Auge des Amtes?

Da die KdU-Regelungen unter kommunaler Hoheit liegen, kann ich sicher nur etwas zu Hamburg sagen:

Makler muss keineswegs generell gezahlt werden; lediglich in Ausnahmefällen (nachgewiesene, lange vergebliche Suche, akut drohende oder bestehende Obdachlosigkeit)

Notwendige mietvertraglich geschuldete Ein- und Auszug-Renovierungen (Tapeten, Farbe, Werkzeuge) müssen getragen werden; just for fun ist nicht.

Notwendige Umzugskartons werden als Pauschale grds. übernommen.

Für Gardinen + Zeugs gibt es ebenfalls Pauschale.

Fußbodenbelag gibt es grds. nur für Kinderzimmer, solange Kinder noch im Krabbelalter sind.

Die Kosten sind allerdings generell so niedrig angesetzt, dass es fürs Billigste vom Billigsten reicht.

Wurdest du tatsächlich aufgefordert, umzuziehen? Oder vielleicht nur, deine Wohnkosten zu senken?

Grundsätzlich findest du die Antwort auf deine Fragen im § 22 SGB II.

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