Auffahrunfall, Verursacher ist geflüchtet welche Versicherung muss nun bezahlen?

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11 Antworten

Hallo HeroHacker,

In der Regel haftet derjenige, der gegen die Regeln der Straßenverkehrsordnung verstoßen hat und dass auch nur, wenn der Unfall sich sonst nicht ereignet hätte.

Im Fall der Fragestellung, mag sich zwar die Fahrradfahrerin falsch verhalten haben, aber dieses Fehlverhalten führte nicht zu dem Unfall, den Dein Bruder hat offensichtlich richtig reagiert und könnte einen Unfall mit der Fahrradfahrerin vermeiden.

Die Straßenverkehrsordnung schreibt vor:

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§ 4 StVO - Abstand

(1) Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

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Dein Bruder hat sich nicht verkehrswidrig verhalten, da nur das grundlose starke Bremsen nicht zulässig ist. Aber er hat ja nicht grundlos stark gebremst, sondern die Vollbremsung war erforderlich um den Zusammenstoß mit der Radfahrerin zu verhindern.

Der Pizzafahrer hat aber ganz offensichtlich gegen den von mir fett dargestellten Teil des § 4 StVO verstoßen, denn er konnte ja ganz offensichtlich hinter Deinem Bruder halten, als dieser völlig berechtigt plötzlich und stark gebremst hat.

Ob man der Radfahrerin eine Mitschuld (die sicherlich nur sehr gering anzusetzen währe) an dem Unfall geben kann, halte ich für fraglich, Denn es kam ja nicht zum Unfall zwischen ihr und Deinem Bruder, weil Dein Bruder richtig reagiert hat.

Und der Pizzafahrer ist ja nur deshalb aufgefahren, weil er eben nicht genügend Sicherheitsabstand gehalten hat

Oder anders formuliert. Hätte der Pizza den im § 4 StVO geforderten Sicherheitsabstand so gewählt, dass er auch dann hinter Deinem Bruder zum stehen kommt, wenn dieser stark bremsen muss, währe es schlichtweg nicht zu dem Unfall gekommen.

Das heißt: Meines Erachtens nach, trägt der Pizzafahrer die alleinige Schuld an dem Unfall.

Dein Bruder sollte sich also an die Haftpflichtversicherung des Fahrzeuges mit dem der Pizzabote unterwegs war und Schadensersatzansprüche geltend machen.

Zu den gerechtfertigten Schadensersatzsprüchen gehören nicht nur die Reparaturkosten des Fahrzeuges sondern auch

•die Abschleppkosten

•Leigebühren Ersatzfahrzeug für die Reparatur des Fahrzeuges

•Gutachtergebühren (ab ca. 750 Euro Schadenshöhe)

•Schmerzensgeldansprüche und natürlich die

•Reparaturkosten

Schöne Grüße
TheGrow

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der wo drauffährt hat schuld, wenn er den sicherheitsabstand eingehalten hätte & nicht zu schnell gefahren wäre  , währe ja nix passiert.

In einer geschlossen ortschaft ist immer damit zu rechnen das jemand einfach über die straße fährt.  Im zeifelsfall ist immer die polizei zu holen / zeugen sind zu sehen und "festzuhalten."

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Kommentar von siggibayr
05.10.2016, 07:53

...der wo drauffährt hat Schuld .... Diesen Grundsatz gibt es im Haftungsrecht nicht mehr. Jeder Einzelfall muß geprüft werden und deshalb stimmt diese Pauschalierung nicht mehr.

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Kurz und knapp.

Der Schaden am Heck wurde vom Pizzafahrer verursacht, also muss dessen Kfz-Haftpflichtversicherung leisten.

Nachdem es sich um eine berechtigte Vollbremsung handelte, haftest du  nicht.

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Hätte der Pizzafahrer den Abstand eingehalten, währe er wohl nicht aufgefahren!

Der Abstand ist so einzuhalten, dass man jederzeit rechtzeitig zum Stehen kommt!

Also neben der Radfahrerin ist der Pizzafahrer schuld! Dessen KfZ Haftpflicht hat zu zahlen!!

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Da der Pizzafahrer aufgefahren ist, mus die KFZ-Haftpflichtversicherung seines Autos für den Schaden deines Bruders aufkommen.

Hätte er ausreichend Abstand gehalten, wäre er nicht aufgefahren.

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Nach der STVO dürfte den Pizzafahrer die Schuld als Unfallverursacher treffen. Dein Bruder musset stark abbremsen, um einen Unfall mit der Radfahrerin zu vermeiden. Der Pizzafahrer hat nicht genug Abstand zum PKW deines Bruders eingehalten und ist aufgefahren. Bei genügend Abstand hätte auch bei einer Vollbremsung , ein Auffahren vermieden werden können.

Dein Bruder sollte sich sofort mit der Haftpflichtversicherung des Pizzafahrers in Verbindung setzen und den Schaden melden. Wurde der Unfall von der Polizei aufgenommen ? Ob der Pizzafahrer nun weiss, ob er einen Mindestabstand eingehalten hat oder nicht, ist unwichtig. Fakt ist, dass er aufgefahren ist, was eigentlich beweist, dass er nicht genug Abstand eingehalten hat.

Bezahlen muss die Versicherung bei der der Unfallverursacher versichert ist. Ich würde euch raten, einen Anwalt für Verkehrsrecht mit der Sache zu beauftragen, da man noch weitere Ansprüche an den Unfallverursacher bzw. dessen Haftpflichtversicherung stellen kann. Z. B Leihwagen für die Dauer der Reparatur, Gutachterkosten über die Schadenshöhe, Reparaturkosten, evtl. Schmerzensgeld, falls du oder dein Bruder durch den Auffahrunfall einen Personenschaden zu beklagen haben. Das alles sollte dein Bruder mit einem Anwalt klären. Schon alleine aufgrund der Aussage des Pizzafahrers, der glaubt ausreichend Abstand gehalten zu haben.. Für mich geht die Sache eindeutig zu Lasten des Pizzafahrers.

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Die des pizzafahrers. Er bahauptet, der Abstand wäre eingehalten worden. Würde ich an seiner Stelle vielleicht  auch sagen. Aber wenn es so gewesen wäre, hätte er anhalten können.

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zunächst ist mal die Verursacherin dran, die ist leider abgehauen.

Als Auffahrenden wird es dann zunächst den Pizzaboten treffen

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Die KFZ Haftpflicht des Pizzafahrers.

Habt ihr keine Polizei gerufen?

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Auf alle Fälle zahlt die  Pizza Versicherung den Schaden an dem Auto deines Bruders. Begründung: Dein Bruder hat in einer Notsituation richtig gehandelt (hat seine Freundin als Zeugin), es hätte auch ein Kind auf die Straße laufen können und eine Vollbremsung ausgelöst. Der Pizza-Fahrer hat nicht den Sicherheitsabstand eingehalten oder hat zu spät reagiert, sonst wäre er nicht aufgefahren.

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... die vom Pizzafahrer.

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