Auffahrunfall durch Verschalten - Mitschuld?

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9 Antworten

Dies ist ein Fall, wo ggf. die Betriebsgefahr des KFZ zum Tragen kommt. Die ist immer dann gegeben, wenn ein durchschnittlicher Fahrer einen Unfall hätte vermeiden können. Das ist hier - nach eigener Einlassung der Unfallgegnerin - offensichtlich der Fall. Aus meiner Sicht dürfte hier ein Mitverschulden von ca. 30% in Betracht kommen. Das nützt allerdings herzlich wenig, da sie vermutlich trotzdem noch die Unfallbeteiligte ist, die das Geld bekommt. Nur dann, wenn es für Deinen Freund günstiger kommen würde, ihr den Schaden selbst zu bezahlen als eine Höherstufung in der Versicherungsklasse hinzunehmen, kann ein Anwalt lohnen. Der muß im Übrigen auch bezahlt werden.

Der Abrechnungsmodus ist bei Unfallschäden meines Wissens nach so, daß der GESAMTE Unfallschaden (also der Schaden beider Beteiligter) zusammen gerechnet und dann entsprechend der Verschuldung aufgeteilt wird.

Ein Anwalt lohnt sich , denn dein freund ist zwar schuld, das er aufgefahren ist, doch er muß nicht damit rechnen das der vorausfahrende Trottel wenn er im falschen Gang losfuhr eine vollbremsung hinlegt, denn es bestand keine Gefahr das er dazu berechtigt ist ( Kraftfahrer) ihr habt die Chance das der andere eine Teilschuld erhält und die Kosten für eure Reperatur teilweise gedeckt werden.

Ja was denn, gibt es Zeugen für diese Aktion? Nein? Der Vordermann hat sich doch verschaltet und Abgebremst, was kann dein Freund dafür dass der Vordermann dann den Rückwärtsgang einlegt und euch an die Kiste fährt?(Zwinker!) So etwas ist mal meinem Onkel passiert, dem wurde dann auch unterstellt er wäre rückwärts aufgefahren. Wenn ihr keine Rechtsschutzversicherung habt, ist es euer Risiko, aber immerhin einen Versuch wert.

Die Fahrerin hat aber der Polizei gegenüber selbst zugegeben, dass sie schon angefahren ist und dann erst gebremst hat, um den Gang nochmal zu wechseln.

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>>Die hinzugerufene Polizei gab uns eindeutig die Schuld und wollte natürlich auch gleich ein Schuldanerkenntnis.<<

glaube ich nicht. Die Polizei verlangt keine Schuldanerkenntnisse (eine zivilrechtliche Regelung, die die Anwälte untereinander ausmachen - die Polizei bleibt außen vor)

Von der Haftung her: stelle dir mal vor, der Bremsgrund wäre ein über die Straße laufendes Kind. Vollbremsung und ihr fahrt auf.

Ganz klar, eine verkehrsbedingte Bremsung und ihr seid aufgefahren = Ihr seid die Verursacher des VU.

Warum sollte sich bei für euch gleicher Situation plötzlich die Haftung ändern? Ob der Fahrer verkehrsbedingt oder aufgrund eines Fahrfehlers bremst, ihr fahrt auf weil der Sicherheitsabstand zu gering war. Über eine Teilschuld könnte man ggf. verhandeln, die Chancen sind aber nach m.E. eher gering.

Alles klar?

mfG Dabbel

Doch, mein Freund wurde sofort gefragt, ob er den Tatbestand (Auffahrunfall infolge von Unaufmerksamkeit) anerkennt und sofort zahlt. Erst auf meine Nachfrage hin erklärten uns die Beamten, dass es auch möglich ist, dass sie den Bescheid zuschicken und wir dann Widerspruch einlegen. Bezahle ich die Sache sofort gebe ich es zu und kann folglich ja auch bei der Schadensregulierung nicht plötzlich was anderes behaupten. Es geht hier auch nur um eine Teilschuld. Das uns die Hauptschuld trifft ist uns durchaus klar.

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@myLady

Hallo,

du verkennst da einiges. Die Beamten haben ein Bußgeldverfahren eingeleitet und wollten wissen, ob die Verkehrsordnungswidrigkeit zugegeben wird. Das hat mit einem Schuldanerkenntnis im zivilrechtlichem Sinne oder zur Schadensregulierung nichts, aber auch gar nichts zu tun.

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Du als hinterherfahrendes Fahrzeug hast so viel Abstand zu halten und geschwindigkeitsmässig angepasst zu fahren....Du hast allein die Schuld!

Hättet ihr mehr Abstand gehalten wäre besser gewesen. Man muss halt immer mit allem rechnen.Anwalt wird da nicht helfen können.

ist schon immer so, wer auffährt ist schuld, immer Abstand halten

Sorry, aber solche Antworten sind absolut unbrauchbar. Informiere dich bitte vorher, der Auffahrende ist schon lange nicht mehr immer Hauptschuldiger. Es ist durchaus im Bereich des möglichen, dass der Vorausfahrende eine Teilschuld bekommt, wenn er ohne erkennbaren Grund in die Eisen geht. Ich wollte hier nur gerne wissen, ob in unserem Fall eine Chance besteht.

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Der Auffahrende ist eindeutig und allein schuld.

Er muss damit rechnen, das der Vorausfahrende bremsen muss.

Er war zu unaufmerksam oder ist zu dicht aufgefahren (oder beides?).

Da kann auch ein Anwalt nichts machen.

Alter Quatsch - der auffahrende ist nicht immer voll Schuld - die Situation bringt den Schuldpunkt. die hätte keine Vollbremsung hinlegen dürfen wozu denn hätte auch in den zweiten schalten können und normal weiterfahren

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lohnt sich nicht... er ist schuld

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