Auffahrunfall durch "Gaffer"

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Was wäre rechtlich "passiert", wäre es zu einem Auffahrunfall (durch mich) gekommen?

§ 4 StVO Abstand

(1) Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt, darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

Wenn der Vordermann grundlos gebremst hat dann kommt ihm zumindest der Großteil der Schuld zu, das ist aber schwer nachzuweisen. In der Regel bremst er ja weil sein Vordermann auch bremst, und dann fällt der letzte Satz schon weg und Du bist der Schuldige. Die Folgen:

104106 Sie fuhren infolge zu geringen Abstands auf das abbremsende Fahrzeug auf. Es kam zum Unfall.

§ 4 Abs. 1, § 1 Abs. 2, § 49 StVO; § 24 StVG; 12.3 BKat; § 19 OWiG

  • 35€ Verwarnungsgeld

so sieht's aus - DH

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Ich wusste fast schon dass es darauf hinaus läuft ;-) Bei 120km/h wären das 60m Sicherheitsabstand den ich eingehalten habe. Wenn aber der Vordermann so etwas "grundlos" bringt nützen einem normalen Autofahrer nicht mal 70m in der kurzen Zeitspanne. Ich meine damit der hat wirklich n "Stachel" reinghaun!

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Nein das ist nicht richtig ein!

Kraftfahrer oder PKW-Lenker darf nicht aus unkennbaren Grund auf der Autobahn abrupt bremsen!

(Gaffen kann irre teuer werden, da entfällt sogar der Versicherungsschutz!)

Unfall nach Nötigung zur Vollbremsung durch Gaffer

Dies ergibt sich aus §823 BGB „Wer vorsätzlich oder fahrlässig das Leben, den Körper, die Gesundheit, die Freiheit, das Eigentum oder ein sonstiges Recht eines anderen widerrechtlich verletzt, ist dem anderen zum Ersatz des daraus entstehenden Schadens verpflichtet."

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Die ganze Paragraphenauflistung sind hier fehl am Platze!

Hier gilt § 240 StGB Nötigung ( zum Bremsen) aus nicht ersichtlichem Grund. Und sollte daraus ein Auffahrunfall resultieren, dann ist der Bremser der Verursacher des Auffahrunfalls und zum Schadenersatz verpflichtet ( § 823 BGB)

Selbst ein Hasen oder Kaninchen auf der Fahrbahn berechtigt nicht zur Vollbremsung - ( Unverhältnismäßigkeit ) fährt der nachfolgende Verkehr bei solch einer Aktion auf, hat der Vorausfahrende aus einem nicht erkennbaren Grund gebremst , eine Unverhältnismäßigkeit begangen und hat den Schaden zu zahlen,, sie hierzu etlich OLG-Entscheide und Urteile.

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Hallo Crack,

also du listes zwar toll alle Pragraphen auf was Abstand anbelangt, man sollte jedoch den ganzen Paragraphen lesen, in allen Einzelheiten und das Ende des Paragraphen 4 StVO mal nicht einfach so überlesen bzw. unterschlagen! Und dann noch Pragraphen zitieren die hier überhaupt keine Anwendung finden.

4 StVO Abstand

(1) Der Abstand zu einem vorausfahrenden Fahrzeug muss in der Regel so groß sein, dass auch dann hinter diesem gehalten werden kann, wenn es plötzlich gebremst wird. Wer vorausfährt,darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

Und Bremsen um eine Unfall zu Begaffen ist sicherlich kein zwingender Grund

Bremsen umzu Gaffen ist mal §240 StGB Nötigung und dann folgt §823 BGB Schadenersatz und nichts anderes .

**Was eventuell im Bereich der StVO sich ereignet oder beginnt ,geht ganz schnell Richtung BGB und StGB über und dann gehts um Tacheles!

Das Leben und die Juristerei sind leider nicht Schwarz oder Weiß, sind manchmal bunt und dann wieder grau, man weiß es nicht genau bis alles klar ans Licht getreten

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@QTReiner

@ QTRainer:

Jetzt beruhige Dich mal wieder...

Ich bin durchaus auch auf Bremsen ohne zwingenden Grund eingegangen, hast Du das überlesen? Ich schrieb: Wenn der Vordermann grundlos gebremst hat dann kommt ihm zumindest der Großteil der Schuld zu, das ist aber schwer nachzuweisen. Was habe ich also überlesen oder unterschlagen?

Woraus schließt Du die genauen Umstände? Aus der Frage geht nicht hervor ob tatsächlich nur der eine Fahrer gebremst hat oder ob das nicht doch die Folge dessen war das eine ganze Fahrzeuggruppe an dieser Stelle langsamer wurde.

Mal angenommen der Fahrer war allein und hat wirklich nur gebremst um sich den Unfall in Ruhe anzusehen, dann würde er zumindest den Großteil der Schuld am Unfall tragen - das habe ich aber auch in meiner Antwort schon geschrieben. Dieses Bremsen ist dann aber keinesfalls eine Nötigung! Denn er bremste um sich den Unfall anzusehen - aber nicht bewusst um den Hintermann zu einer Handlung zu nötigen die dieser nicht tun wollte, das ist aber nötig um den Straftatbestand zu erfüllen - der Grund für das Bremsen ist also entscheidend. Hier wird also nicht der Straftatbestand der Nötigung erfüllt sondern nur eine Ordnungswidrigkeit begangen.

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an dem unfall haette wohl jeder eine teilschuld. der auffahrer, weil er wohl nicht genug abstand gehalten hat. der andere, weil er ohne grund bremst.

Hallo Schokolinda, es gibt hier keine Teilschuld und du nennst es bereits selbst,

weil er ohne Grund bremst

siehe letzten Satz des §§ 4 der StVO

Wer vorausfährt,darf nicht ohne zwingenden Grund stark bremsen.

Und das darf man mal ohne Grund nicht ! Man hat sein Geschwindigkeit beizubehalten oder man verzögert den Verhältnissen angemessen und insoweit damit eine Auffahrgefahr ausgeschlossen ist.

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@QTReiner

da gibts aber eine menge anderslautender urteile dazu. wenn einer auffährt, dann war er zu dicht dran und er ist zumindest teilweise schuld. ob der grund für die bremsung berechtigt war oder nicht.

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Ich bin zwar noch ein Kind, aber eigentlich wärst du selbst Schuld, da man immer einen Sicherheitsabstand halten muss und wenn der halt nicht eingehalten wird und es zu einem Auffahrunfall kommt...

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