Auffahrunfall auf der Autobahn mit mehreren Beteiligten, wer ist schuld?

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14 Antworten

Wenn das Auto nur hinten und nicht vorne beschädigt ist, ist der Fall eindeutig: der Auffahrende hat 100% Schuld.

Aus den 150 km/h, die du zuvor gefahren bist, kann man m.E. auch keine Teilschuld herleiten, da dies hier für den Unfall keinerlei Rolle spielt. Das wäre anders, wenn du einem reingefahren wärst, der z.B. vor dir plötzlich die Spur wechselte. Dann kann man argumentieren, wärst du langsamer gewesen, hätte es nicht geknallt.

Hier war es aber so, dass du bereits gestanden bist, als der andere auffuhr. Da hattest du also gar keine Geschwindigkeit mehr. Hier kann man nur dem Hintermann entweder zu geringen Abstand oder zu hohe Geschwindigkeit vorwerfen.

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Du bist definitiv nicht schuld. Für deinen Schaden ist der Schuld, der dir aufgefahren ist..zum Glück für dich hat er dich nicht auf das vor dir fahrende Auto geschoben.

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Wenn man zweifelsfrei feststellen kann, dass du auf den Vordermann "drauf geschoben" wurdest, hast du keine Schuld. Daher würde ich diese Version auch verfechten. Ich hoffe für dich, dass der Unfallgutachter das auch feststellen kann.

Als Beispiel: letztes Jahr ist genau soetwas meinem Mann passiert, allerdings nicht auf der Autobahn. Er hat wegen einem anderen Auto stark bremsen müssen (was auch gepasst hat), der Hintermann hat aber gepennt und ist ihm voll hinten drauf gebrettert. Dadurch wurde das Auto meines Mannes auf das vordere Auto geschoben. Sein Auto war vorne und hinten beschädigt, aber er hatte zu 100% keine Schuld und hat seinen Schaden voll ersetzt bekommen.

Die alleinige Schuld hatte der Hintermann.

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Kommentar von Rockuser
29.10.2016, 00:08

Wenn ich das richtig lese hat er aber nur einen Schaden am Heck. Das er in den Vordermann geschoben wurde, finde ich in der Frage nicht.

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Zunächst einmal gut, dass Dir und den anderen beteiligten (hoffentlich) nichts passiert ist. Das ist das Wichtigste!

Zur Schuldfrage:
Hier wird man den beiden Fahrern hinter Dir die Schuld zuweisen, da sie mit überhörter Geschwindigkeit und zu wenig Abstand unterwegs waren.

Du hingegen wirst was den Unfallhergang betrifft vermutlich keine Probleme bekommen. Allerdings könnte man auch Dir eine zu hohe Geschwindigkeit nachweisen, was dann ebenfalls Folgen hätte, jedoch nicht was die Schuldfrage bei diesem Unfall betrifft.

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Kommentar von feetz42
29.10.2016, 00:05

wie soll man ihm eine erhöhte Geschwindigkeit nachweisen wollen wenn er gebremst und bereits gestanden hat, und seinen Vordermann noch nicht mal berührte ????

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Kommentar von Sivsiv
29.10.2016, 05:15

Inwiefern spielt seine Geschwindigkeit eine Rolle?

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Natürlich hat erst einmal der auffahrende Schuld, allerdings gilt auf der Autobahn eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, wird diese überschritten, so wird einem meistens zumindest eine Teilschuld zugesprochen.

Es besteht also tatsächlich die Gefahr, dass dir eine Mitschuld von etwa 25% an dem Unfall gegeben wird.

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Kommentar von Crack
29.10.2016, 00:12

allerdings gilt auf der Autobahn eine Richtgeschwindigkeit von 130 km/h, wird diese überschritten, so wird einem meistens zumindest eine Teilschuld zugesprochen.

Wobei ich mich hier frage womit man diese Teilschuld begründen will?
Erstens wird es nicht möglich sein die 150km/h nachzuweisen,
zweitens kann es keine Schuld geben wenn man den Vordermann nicht berührt. [so entnehme ich zumindest der Frage]

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Kommentar von Sivsiv
29.10.2016, 05:10

Zum Zeitpunkt des Unfalls stand er. Seine Ausgangsgeschwindigkeit von irgendwann zuvor ist unerheblich für den Unfall. Dass man automatisch eine Teilschuld erhält wenn die Nadel irgendwann während der Fahrt an der 130 vorbeiwandert wäre mir neu.

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In Deinem Fall ist der schuld, der Dir hinten drauf gefahren ist.

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Die Situation ist recht eindeutig - der Auffahrende hat Schuld. Und so wird wahrscheinlich auch die Versicherung entscheiden.

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Kommentar von Rockuser
28.10.2016, 23:55

Ups, bei einer Vollbremsung auf der Autobahn, währe ich mir da nicht so sicher.

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Hallo, die alte Regel sagt wer auffährt ist schuld, weil dieser nicht reagierte oder abgelenkt war usw...

Aber wenn ein Vordermann plötzlich Grundlos bremst und einer dann Auffährt, da liegt die Schuldfrage anders, da steht dann meist Aussage gegen Aussage.

In deinem Fall aber scheint die Schuldfrage wohl klar zu sein, du musstest Verkehrsbedingt bremsen und anhalten, somit hast du erstmal keine Schuld.

Wenn du die Warnblinker angemacht hast, was Pflicht ist bei Staubildung, so sollte der Hinterher fahrende das sehen um zu reagieren. Wenn es dann doch zum Auffahren kommt, dann hat der hinter dir nicht aufgepasst, am Handy gespielt oder war zu schnell.

 

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Kommentar von Crack
29.10.2016, 00:08

Wenn du die Warnblinker angemacht hast, was Pflicht ist bei Staubildung,

Es ist erlaubt und sicher auch sinnvoll -
aber keine Pflicht.

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Schuld hat immer der Auffahrende, wobei man allerdings nachweisen muss, dass man nicht grundlos eine Vollbremsung hingelegt hat.

Was doch hoffentlich der Fahrer des Fahrzeugs vor dir bestätigen kann.

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Das ist immer eine strittige Sache. Ich hoffe, das Du zeugen hast, die die Notwendigkeit einer Vollbremsung bestätigen können.

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Kommentar von Gummibusch
29.10.2016, 02:12

So ein Quatsch! Wenn schon muß der Auffahrende die Nichtnotwendigkeit nachweisen!

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Ich kann mir kaum vorstellen, dass Du da eine Mitschuld trägst. Eine Schuld sowieso nicht, da Du ja selbst niemandem aufgefahren bist.

Für mich sieht das sehr stark danach aus, dass der Hintermann nicht aufgepasst und/oder mangelnden Sicherheitsabstand eingehalten hat. Und das macht den dann zum Schuldigen.

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Du hast da keine Schuld, vorausgesetzt die 150 waren dort erlaubt.

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Du hast keine Schuld.
Gab es eine Geschwindigkeitsbegrenzung?
Wenn nein, dann zahlt auch die andere Versicherung alles.

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Kommentar von gaynorminden
28.10.2016, 23:54

nein, es gab keine Geschwindigkeitsbegrenzung. Ich war nur verunsichert, weil ich vorhin gelesen habe, dass bei einer Geschwindigkeit über 130 km/h die Versicherung nicht immer alles übernimmt

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Kommentar von Daniel26B
28.10.2016, 23:56

Ja das ist die Richtgeschwindigkeit.
Die Frage ist dann, ob der Unfall auch bei 130 km/h passiert wäre und davon kann man ausgehen.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass die Versicherung hier mit hoher Wahrscheinlichkeit übernehmen wird.
100%ig kann man das natürlich nie sagen.

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