Auffahrunfall - wer trägt hier die Schuld?

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8 Antworten

Wer auf ein bereits stehendes Fahrzeug fährt hat zu 99 % die Arschkarte.

Das kann ja nur bedeuten, dass er auf den voraus fahrenden Verkehr überhaupt nicht geachtet hat.

Die Polizei kann ohne weiteres feststellen, dass dein Fahrzeug bereits gestanden hat.

Der hinzu gekommene Verwandte kann zu diesem Vorfall ja überhaupt nichts sagen. Er war ja schließlich nicht dabei.

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Sie fuhr auf der zweiten Spur, nicht auf der linken Spur? Dann kannst du dich ja gar nicht dazwischen gedrängt haben.

Ich hoffe du hast das mit dem Mobiltelefon (deine Beobachtung im Rückspiegel) bei der Polizei angegeben? 

Du kannst nur deine Aussage machen, die Versicherungen (Zivilrecht) werden sowieso selber regeln was los ist. Für dich geht es um die strafrechtlichen Konsequenzen.

Ich hatte einen ähnlichen Fall, ich stand und mir fuhr jemand ins Auto. Ende vom Lied: Die für den PKW abgeschlossene Rechtschutzversicherung (Firmenwagen) hat die Gerichtskosten übernommen. Das Verfahren gegen mich wurde eingestellt. Was die Trulla im anderen PKW nicht kapiert hatte: Strafrecht und Zivilrecht sind zweierlei Dinge. Sie hatte scheinbar die Hoffnung gehegt bei einer Verurteilung würde sie den Schaden an ihrem Fahrzeug komplett erstattet bekommen.

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Kommentar von AngiH
29.09.2016, 14:14

Sie befuhr die linke Spur und war noch weit entfernt im Rückspiegel. Das mit dem Telefon hatte ich erwähnt, doch sie stritt es völlig ab.

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Wenn Deine Schilderung stimmt, ist der Fall eindeutig. Die andere Autofahrerin ist Schuld. Gut wäre es gewesen, wenn Du einen unabhängigen Zeugen hättest, der Deine Version bestätigen kann. Bei der Unfallaufnahme kann die Polizei feststellen, ob das andere Fahrzeug gebremst hat. Wenn Du Dich reingedrängt hättest, ergäben sich ganz andere Schäden als bei einem Heckaufprall. Evtl. muß ein Unfallgutachten erstellt werden. Gib auf jeden Fall zu Protokoll, daß die Unfallverursacherin von dem Verwandten beeinflußt wurde und daß sie ihre Meinung geändert hat. Empfehlen würde ich unbedingt, den Fall einem Anwalt zu übergeben.

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Kommentar von AngiH
29.09.2016, 14:10

Ja, ich hoffe auch, dass ein eventueller Gutachter feststellt, dass ich mich nicht reingedrängt habe. Die Polizei hat auch keine Bremsspuren sehen können und dieses so aufgenommen.

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Hallo,

da Dein Wagen zwischen zwei Spuren stand, wird Deine Version ohne Zeugen schwer zu beweisen sein.

Normalerweise trägt der die Schuld, der auffährt. Wenn Du Pech hast, bekommst Du aber eine Mitschuld, so daß Ihr Euch den Schaden teilen müßt.

Alles Gute,

Willy

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Kommentar von AngiH
29.09.2016, 14:11

Das mit der Mitschuld befürchte ich auch und bin so wütend und enttäuscht, über so viel Unehrlichkeit.

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Hier mein ZWISCHENSTAND mit einer weiteren Frage - nämlich: was nun?

Ich hatte den Unfallhergang samt Skizze zu beiden Versicherungen geschickt und die gegnerische Versicherung schenkte der Unfallgegnerin (die mir auf mein stehendes Fahrzeug auffuhr) uneingeschränkt Glauben.

Das heißt nun, dass man mir die alleinige Schuld für den Unfall gibt. Das finde ich so nicht hinnehmbar. Ich stand mit meinem PKW (durch eine unvorhersehbare Bremsung des vor mir sich einfädelnden Verkehrs) und das schon eine ganze Zeit - bevor mir die Unfallgegnerin hinten ungebremst auffuhr. (Sie gab das ja auch in unserem persönlichen Gespräch zu, dass zwischen uns noch sehr viel Platz gewesen sei und hatte sich ja auch für ihr Auffahren entschuldigt, bis ihr hinzugerufener Großvater den Spieß einfach umdrehte).

Ich hatte ja versucht den Klumpen zu schlucken, dass ich daraufhin mit einer Teilschuld klar kommen muss, was ich schon verwerflich fand - aber die ALLEINIGE SCHULD ist ja schon dreist! 

WAS BLEIBT MIR ZU TUN?  Kann mir bitte jemand einen Ratschlag geben?

Vielen Dank

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Hänge in der Umgebung der Unfallstelle Zettelchen aus: Zeugen zu dem Unfall gesucht (natürlich mit genauer Angabe von Datum, Uhrzeit usw.)

So kommst Du leider nicht weiter, da Aussage gegen Aussage steht.

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Auf jeden Fall genau die Uhrzeit festhalten und der Polizei und deinem Anwalt das mit dem Handy mitteilen.

Aufgrund der Umfallspuren an beiden Fahrzeugen wird ein Gutachter feststellen können, das deine Version des Tathergangs schlüssiger ist.

Nach Rücksprache mit deinem Anwalt macht es vielleicht Sinn, die Unfallgegnerin und ihren Verwandten wegen Falschaussage zu verklagen oder denen das anzudrohen wenn sie weiterhin die Unwahrheit von sich geben. Zumindest deine Unfallgegnerin scheint ja leicht beeinflussbar zu sein.

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Kommentar von AngiH
29.09.2016, 14:18

Ich hatte auch schon überlegt etwas gegen ihre Falschaussage zu machen. Noch bin ich einfach zu betroffen und enttäuscht, aber werde das heute nochmal mit meinem Mann besprechen. Wünschte nur, ich hätte Zeugen gehabt, die zumindest die Aussage der Frau hätten bestätigen können...

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hat die polizei skizzen gemacht und fotos?

schreibe dir ganz schnell ein gedächtnisprotokoll, solange du noch alles in frischer erinnerung hast

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Kommentar von schelm1
29.09.2016, 14:08

Da sollte dann auch die Beobachtung des Handytelefonierens mit rein. Die Staatanwaltschaft kann kann ggfs. später in einem Verfahen den Beweis für die Ablenkung der Fahrerin über die Gesprächsaufzeichnungen des Telefonanbieters führen, soweit nicht auf dem Handy selber noch der Nachweis kontollierbar sein sollte.

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Kommentar von Gaskutscher
29.09.2016, 14:56

Als Gedächtnisprotokoll kann auch ein Ausdruck der Frage hier dienen. Sie kann nicht nachträglich verändert werden -> also den Link zu diesem Thread hier speichern und einen Ausdruck dem Anwalt mitnehmen.

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