Auffahrumfall würde ich eine Teilschuld bekommen?

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6 Antworten

mangelnder Abstand - wer auffährt....

Auf welche Drehzahl bringst du denn deinen Motor beim "Bremsen".

DrProfKnow 08.09.2014, 07:07

von ca. 5000 auf 2000

Wenn der Motor zu laut knurrt bremse ich auch noch bissl mit bzw lasse die Kupllung nicht komplett los sondern versuche es auf einen level zu halten.

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wiki01 08.09.2014, 07:28
@DrProfKnow

Soso, also nur eine theoretische Überlegung! Völlig unsinnig und schädlich für die Kupplung ist, wenn du sie nicht völlig entlastest bei diesem Bremsmanöver. Bei einem Fahrer, der so bremst, stimmt etwas nicht. Aber dich kann ich damit nicht meinen, denn es ist ja nur ein Beispiel eines Szenarios.

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Gluximor 08.09.2014, 09:22
@DrProfKnow

Sonst gehts noch? Die Kupplung schleifen lassen? Die geht dadurch schneller kaputt. Da würde ich selber lieber den gang raus machen und komplett runter bremsen. Bremsbeläge wechseln geht gut in ner halben stunde. Ne kupplung wechseln dauert fast nen tag und die teile kosten 4 mal so viel.

Die Wirthschaftlich günstigere merthode ist damit doch klar oder?

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kazutoyo 08.09.2014, 11:01
@DrProfKnow

5000 U/min ist völliger Unsinn, damit sparst du gar nichts.

Bei einem modernen Motor einfach Fuß ganz vom Gas und gut is.

Der Verschleiß am Motor und an der Kupplung dürfte höher sein als mal neue Bremsklötze zu kaufen.

Zumal man mal deutlich zwischen dem was du hier schilderst und einer tatsächlichen Motorbremse wie man sie von LKWs kennt unterscheiden muss.

Zumal die Bremsleistung/Wirkung von einem 4 oder 6 Zylinder Automotor zwar unterstützend eingesetzt werden kann, aber keine wirkliche "Bremsleistung" darstellt - ausser du vergewaltigtst Motor, Kupplung und Getriebe.

Beim Verzögern/Bremsen den Motor mithelfen lassen (die Gänge zurückschalten) macht durchaus Sinn, aber wirtschaftlich ist das wenn ich bei 2000 runterschalte und dann bei 2500 - 3000 ankomme. Aber das Ding doch nicht auf 5000 hochjagen....

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Du kannst in diesem Fall keine Mitschuld bekommen. Grundsätzlich gilt, dass wer hinten drauf fährt, die alleinige Schuld hat. Andernsfalls müsste man dir schon einen gröberen Fehler nachweisen, wie z.B. eine Vollbremsung ohne Grund.

Rein technisch gesehen ist eine Motorbremsung sinnvoll. Sie vermindert den Verschleiß und moderne Mottoren gehen in die Schubabschaltung, wodurch du durch diese Bremsmethode auch etwa Sprit sparst.

Es gibt also keinen Grund, dein korrektes Verhalten zu ändern.

Walum 11.09.2014, 07:05

Rein technisch gesehen ist eine Motorbremsung sinnvoll. Sie vermindert den Verschleiß und moderne Mottoren gehen in die Schubabschaltung, wodurch du durch diese Bremsmethode auch etwa Sprit sparst.

Quatsch. Moderne Motoren schalten den Schub ab, wenn man den Fuß vom Gas nimmt. Deshalb spart Motorbremsen null Sprit. Sinnvoll ist Motorbremsen vor allem auf abschüssigen Straßen.

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Dein Hintermann hat genügend Abstand zu halten, dass er jederzeit in der Lage ist komplett abzubremsen, ohne dem vorne weg fahrenden Fahrzeug hinten reinzufahren, egal ob dieser die Motorbremse benutzt oder wie auch immer.

2 Beispiele:

  • Ich weiß nicht, ob es die Motorbremse bei denn LKW noch immer gibt oder nicht. Früher hat es dafür extra einen Knopf/ein Knopf"pedal" gegeben. D.h. LKW-Fahrer benutzten diese regelmäßig und wer hinten drauf fuhr, hatte Pech!!

  • Wenn ich den Berg rauf fahre und du mir mit aktiviertem Tempomat folgst, ich dann vom Gaspedal gehe und meine Geschwindigkeit sich dadurch drastisch verlangsamt, dann hast auch wieder du die A*schkarte, wenn du mir hinten rauf fährst.

Das Benutzen der Motorbremse oder das vglw. dezente Verlangsamen der Fahrt des Vorausfahrenden Fahrzeugs muss der nachfolgenden Verkehr voll und ganz berücksichtigen - also m.E. keine Teilschuld für den Fahrer des vorderen Fahrzeugs!!

Die machen die Lichthupe, weil Sie Dich für ein rücksichtsloses [Autofahrer] halten.

Das Motorbremsen verschleißt Dir vor allem die Kupplung viel schneller. Die ist viel teurer, als die Abnutzung der Bremsanlage.

Wenn Dir schon klar ist, dass Du mit dem Motor-Bremsen die Gefahr erhöhst, dass Dir jemand auffährt ... §1 StVO!

Das wird bei Auffahrunfällen praktisch leider nie bestraft. In den ganz seltenen Fällen, in denen ein Auffahrer damit durchkommt, ist der Ausbremser allerdings böse dran. Dazu kann es reichen, dass Zeugen dem Richter glaubhaft darlegen, dass Du versucht hast, den Unfall vorsätzlich herbeizuführen.

Wer argumentiert, wer auffährt, ist schuld, denkt zu kurz. Wer seinen Motor so nutzt, dass es durch das Einlegen eines niedrigeren Gangs durch eine hohe Drehzahl zu einem nennenswerten Abbremsen kommt, vergewaltigt sein Motor und sein Getriebe, und wird beides früher oder später schädigen. Und du wirst selbstverständlich eine Teilschuld bekommen, wenn das Abbremsen so heftig ist, dass dir dabei jemand auffährt. Denn mit so einer dummen Aktion eines Vorausfahrenden muss niemand rechnen, zumal wenn es keine Verkehrssituation gibt, die diesen Bremsvorgang rechtfertigen würde. Nicht umsonst leuchten bei Brummies die Bremslichter auf, wenn die Motorbremse benutzt wird. Leitest du einen Bremsvorgang mit einer nennenswerten Verzögerung ein, wohl wissend, dass der nachfolgende Verkehr keine Warnung erhält durch aufleuchtende Bremslichter, gibt es garantiert bei Beweisbarkeit eine Mitschuld.

Aber wer würde so einen Unsinn schon machen, gelle?

knobelbecher 08.09.2014, 07:38

"Denn mit so einer dummen Aktion eines Vorausfahrenden muss niemand rechnen" ...was ist daran dumm wenn jemand seine geschwindigkeit beim einfahren in eine ortschaft reduziert ?

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Hamburger02 08.09.2014, 08:43

So heftig kann eine Motorbremsung gar nicht sein. Welcher Motor soll das denn sein? Benzinmotoren können zwar stärker abbremsen, als Dieselmotoren, aber auch da wird die Geschwindigkeit nur mäßig gedrosselt.

Dafür gibt es ja den Sicherheitsabstand, um dem anderen nicht drauf zu fahren, falls er einfach nur den Fuß komplett vom Gas nimmt. Und genau damit muss jeder Verkehrsteilnehmer rechnen, dass der Vordermann den Fuß vom Gas nimmt. Das ist eine völlig normale Verkehrssituation, die nicht zu einer Teilschuld des Vordermannes führt.

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Funship 08.09.2014, 15:57
@Hamburger02
Benzinmotoren können zwar stärker abbremsen, als Dieselmotoren

Genau andersrum wird ein Schuh draus. Da Dieselmotoren erheblich höher verdichten, ist auch die Bremswirkung deutlich größer, wenn im Schiebebetrieb heiße Luft verdichtet wird.

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Hamburger02 08.09.2014, 08:51

Noch ein Kommentar: man muss mit allem rechnen, sogar, dass der Vorausfahrende plötzlich eine Vollbremsung machen muss. Darauf muss der Sicherheitsabstand ausgelegt sein. Wenn man dann schon bei einer Motorbremsung auffährt, war der Sicherheitsabstand definitiv zu gering. Lediglich, wenn nachgewiesen werden kann, dass die Bremsung, egal welche, völlig grundlos geschah, kann dem vorausfahrenden eine Mitschuld angelastet werden.

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kazutoyo 08.09.2014, 11:05

... die Bremsleistung eine LKW mit Retarder oder selbst dem alten Abgassystem liegt ja auch deutlich über der eines normalen PKW - für die Bremsleuchten gibt es klare Werte für die Verzögerung.

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Kommt auf die Drehzahl an und auf die Öltemperatur des Motors. Wenn du das im Winter bei Minusgraden direkt nach dem Kaltstart machst, dürfte der Motor nicht sehr dankbar sein ;)

ronnyarmin 08.09.2014, 12:54

Auch ein warmer Motor im Sommer freut sich nicht darüber. Getriebe und Kupplung auch nicht.

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