Auffahr Unfall Auto?

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3 Antworten

So wie ich das verstanden habe, tragt ihr keine Shculd an dem Unfall, dann handelt es sich um einen Haftpfichtschaden. In diesem Fall solltet ihr folgendermassen vorgehen:

  1. Arzt aufsuchen (habt ihr vermutlich schon gemacht)
  2. unabhängigen Kfz-Sachverständigen zur Erstattung eines Gutachtens zwecks Beweisicherung, Schadenshöhe usw. beauftragen
  3. Fachanwalt für Verkehrsrecht einschalten

alles weitere ist dann von obigen Ergebnissen abhängig.


Nach einem unverschuldeten Unfall - einem Haftpflichtschaden - musst du als Geschädigte(r) deinen Schaden beziffern. Das geschieht durch ein Gutachten eines von dir beauftragten Kfz-Sachverständigen. Du hast das Recht selber einen unabhängigen Kfz-Sachverständigen deines Vertrauens mit der Erstattung eines Gutachten zu beauftragen. Die Kosten, die für dieses Schadensgutachten anfallen gehören zum Schaden und sind von der gegnerischen Versicherung zu erstatten. Die gegnerische Versicherung hat kein grundsätzliches Besichtigungsrecht.

Das von dir beauftragte Gutachten dient zur Beweisicherung und müsste unter anderem die folgenden Angaben beinhalten:

  • Wiederbeschaffungswert (WBW): Das ist der Wert deines Autos unmittelbar vor dem Unfall.
  • ggf. Restwert: Das ist der Wert deines Autos, in dem Zustand wie er sich nach dem Unfall (bei der Besichtigung) befindet.
  • Reparaturkosten
  • Reparaturdauer
  • Wiederbeschaffungsdauer
  • Wertminderung
  • Wertverbesserung
  • Umbaukosten
  • usw.

Nachdem dir das Gutachten vorliegt kannst du direkt die Reparatur des Schadens in der Fachwerkstatt deiner Wahl beauftragen. Ausnahme hiervon ist ein wirtschaftlicher Totalschaden mit Reparaturkosten die mehr als 30 % über dem Wiederbeschaffungswert liegen.

Für die Zeit, in der du dein Auto aufgrund des Unfalls trotz Nutzungswille und -möglichkeit nicht nutzen kannst steht dir nach Wahl ein Mietwagen oder Nutzungsausfall zu.

Um das euch zustehende Schmerzensgeld kümmert sich euer Rechtsanwalt. Ebenso um alle weiteren anderen Ansprüche.


 

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Da gibts nur eines, ab zum Anwalt. Die gegenerische Versicherung muss das bezahlen.

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Rechtsanwalt einschalten wenn Dich keine Schuld trifft. Der regelt das alles für Dich kostenfrei (die Gegnerische Versicherung bezahlt den). Gibt auch mehr Schmerzensgeld wenn das ein Profi macht. Versicherungen ziehen einen sonst über den Tisch. Hatte so nen ähnlichen Fall selbst mal.

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