Aufenthaltsbestimmungsrecht Psychologisches Gutachten

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1 Antwort

Ein Richter holt ein Gutachten ein, wenn er sich selbst mit einer Sachlage nicht auskennt. Da es sich nach Deiner Schilderung um ein gerichtlich angeordnetes Gutachten handelt sieht die Sache für Dich sehr gut aus. Es gibt zwei Unwägbarkeiten: 1. Die Gegenseite kann auch ein Gutachten beibringen. 2. Dem Gericht reicht das Gutachten nicht aus.

Wie es am Familiengericht aussieht weiß ich nicht aus persönlicher Erfahrung; am Verwaltungsgericht gab es während meiner ehrenamtlichen Tätigkeit nie Streit um Gutachten (dies war allerdings nur ein Gericht und ich war immer in der gleichen Kammer).

Danke für die schnelle Antwort.

Das erste Gutachten wurde vom zuständigen Familienrichter in Auftrag gegeben und wir haben dem Gutachten beide zugestimmt. Nur weil der Gegenseite die Gutachter-Empfehlung nicht passt muss ich doch nicht einem zweiten Gutachten zustimmen, oder? Und ohne auch mich in einem zweiten Gutachten zu befragen wird dieses Gutachten doch nicht gemacht werden können. Ich meine, die Gegenseite kann doch nicht vor Gericht mit einem zweiten Gutachten antanzen, in dem nur SIE befragt wurde...

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@Lempel

Nur weil der Gegenseite die Gutachter-Empfehlung nicht passt muss ich doch nicht einem zweiten Gutachten zustimmen, oder?

Das weiß ich nicht, ich neige aber zu: Du mußt nicht zustimmen.

Und ohne auch mich in einem zweiten Gutachten zu befragen wird dieses Gutachten doch nicht gemacht werden können.

Natürlich kann ein Gutachten über das vorhandene Gutachten gemacht werden, ohne auch nur eine der Parteien zu befragen. Dies hielte ich auch für den aussichtsreichsten Weg, ein vom Gericht beauftragtes Gutachten zu erschüttern. Wenn das Ergebnis nicht passt wird eben die Methodik angegriffen. Wenn dieser Angriff gut genug ist (hier dem Gericht reicht), wird das Gericht ein zweites Gutachten in Auftrag geben.

Ich meine, die Gegenseite kann doch nicht vor Gericht mit einem zweiten Gutachten antanzen, in dem nur SIE befragt wurde...

Sachlich dürfte ein solches Gutachten tatsächlich wenig Wert haben.

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@cg1967

Es handelt sich bei der Gutachterin um eine renomierte Gutachterin die dem Richter anscheinend sehr vertraut ist und schon desöfteren mit ihm zusammen gearbeitet hat. Sie hat lange Jahre an der Universität doziert und in ihrer Laufbahn laut eigener Aussage unzählige solcher Gutachten erstellt und sich vor mir erst einmal für den Vater ausgesprochen... Wenn der Richter nun ihr Gutachten in Frage stellt macht er sich doch unglaubwürdig... ich kann den Mist nicht mehr hören: Man(n) kann doch einer Mutter nicht das Kind wegnehmen... aber einem Papa kann man das so ohne weiteres und trotz positivem Gutachten, oder wie...? Wenn das eintrifft wandere ich aus nach Timbuktu, denn dann haben wir hier keinen Rechtsstaat mehr sondern nur noch ne Bananenrepublik ohne eigene Bananen...

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@Lempel

Wenn der Richter nun ihr Gutachten in Frage stellt macht er sich doch unglaubwürdig...

Im worst case stellt ein anderer Gutachter das Gutachten in Frage. Ich hoffe, daß dies Dir nicht passiert.

Man(n) kann doch einer Mutter nicht das Kind wegnehmen... aber einem Papa kann man das so ohne weiteres und trotz positivem Gutachten, oder wie...?

Zum Glück scheint Dein Richter nicht dieser Auffassung zu sein, sonst hätte er kein gutachten in Auftrag gegeben.

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@cg1967

Die Empfehlung der Gutachterin liegt nun aber schon 3 Monate zurück und noch immer hält es der Richter nicht für notwendig endlich den Prozess anzuberaumen. Die Gutachterin sagt der Kleine soll zu mir und das Gericht lässt sich so lange Zeit. Ich kann das nicht verstehen...

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