Aufbewahrungspflicht für unbestellt zugesandte Ware: Wie lange?

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Es gibt auch Firmen bei denen es eine Masche ist, einfach unaufgefordert Ware zu schicken um dann die Rechnung eintreiben zu lassen. Vorallem bei dieser Art zweifelhafter Produkte (möglicherweise ist dieser Appetitzügler noch illegal eingeführt und darf in Deutschland nichtmal verkauft werden). Es kann sein daß in nächster Zeit Inkassofirmen auf dich zu kommen, von denen man sich aber nicht einschüchtern lassen darf. Wie wärs es denn mit unfrei zurückschicken mit dem Vermerk "nicht bestellte Ware"

Richtig, Mahnungen könnten durchaus folgen, aber: Nicht einschüchtern lassen!

0

Also mal von Anfang an: 1. es ist keine Kaufvertrag zustande gekommen, d.h. du musst nichts bezahlen. 2. Zurücksenden musst du auch nichts. 3. Theoretisch müsstest du die Firma nicht einmal informieren, dass du die Ware nicht haben möchtest. Ganz wichtig: Der Verbraucher hat keine Aufbewarungspflicht, kann (muss aber nicht) die Firma informieren, und abholen lassen (auch KANN - nicht MUSS). Er KANN die Ware sogar wie Eigentum nutzen oder auch wegwerfen. Hier ein passender Artikel der Verbraucherzentrale Schleswig Holstein http://www.verbraucherzentrale-sh.de/aktuelles/aktuell/spenden.htmht. Es muss aber eindeutig sein, daß das Paket kein Irrläufer ist, als wirklich für den Verbraucher bestimmt war.

Sag' ich doch. Danke für den Link.

0

Vielen Dank! Jetzt weiß ich, was Sache ist... Nur so nebenbei: es geht immerhin um eine Rechnung von 49 Euro. Das Zeug heißt "Avana", kommt aus den USA und wird in Deutschland über eine Firma aus Krefeld mit einer Postfachadresse (...) vertrieben. Also entweder war das ein Versuch nach dem Motto "Vielleicht zahlt der ja.." (dann würde ich allerdings gerne wissen, wo die meine Anschrift her haben...) oder demnächst kommt irgendein Oberhammer mit irgendwelchen breitschultrigen Außendienstmitarbeitern... Ich glaub, das wird noch spannend... Danke für die Info!

0
@loopwithme

Wenn die kommen, schick' mir ein Mail...ich helfe Dir. ;-)

0
@loopwithme

Du hast die Frage schon selbst beantwortet, sie probieren es einfach ... und du würdest dich wundern, wieviele dann doch (aus Angst, Unwissenheit) zahlen...

0
@Kabark

Ok, wenn die kommen, sag ich ihnen, dass sie bitte einen Moment noch mal im Auto Platz nehmen sollen, bis ich dir ne Mail geschrieben hab und du da bist. Ich mach auch ein dickes fettes "H" auf die Straße, damit du einschweben kannst... ;-)

0

Na wenn das keine Übereinstimmungen sind... Ich hab ja jetzt die Wahl zwischen "kann ich sofort" über 3 Jahre bis gar nicht... Was stimmt denn jetzt???

Grundsätzlich ist es so, dass man unbestellt gelieferte Ware sofort wegwerfen darf. Eine Aufbewahrungspflicht besteht nicht.

Wenn du allerdings am Anschreiben erkennst, dass es sich um eine Falschlieferung handelt oder eine Bestellung irrtümlicherweise vorausgesetzt wird, mußt du die Lieferung natürlich aufbewahren. Informieren mußt du die Firma aber dennoch nicht.

Anders sieht es aus zwischen Kaufleuten, da dort ein nicht beanstandeter Erhalt zur konkludenten Einwilligung hinweist.

Das Päckchen hat meine Nachbarin angenommen, ich hatte also gar keine Chance, zu sagen, dass ich das nicht will. Das ist alles total merkwürdig, denn die Firma hat nicht mal ne Telefonnummer, geschweige denn einen Internetauftritt. Da lag eine Rechnung im Paket, also bezahlt ist das offensichtlich nicht, aber Geld wollen die auch keins sehen, zumindest habe ich bisher keine Mahnung bekommen, keinerlei Reaktion! Ich hab keine Ahnung, was das zu bedeuten hat... Aber Danke für die Info!

0
@loopwithme

Wenn's nicht zu groß ist, würde ich es an Deiner Stelle mal aufheben...man kann nie wissen ;-)

0

Wegschmeissen darf man es auf keinen Fall, auch Fehlsendungen dürfen nicht einfach vernichtet werden. Du würdest dich bestimmt freuen wenn ein Verwandter dein Paket aus Versehen 1 Strasse weiter geschickt hätte

0
@Mismid

hat sich bezogen auf sofort wegschmeisen. Ich glaub die Aufbewahrungsfrist beträgt ca. 1 Jahr - ist aber abhängig vom Wert des Inhaltes

0
@Mismid

Dann nennt mir doch bitte die Quelle, aus der hervorgeht, dass sich eine Aufbewahrungspflicht (dieser Terminus gilt nur für Geschäftsunterlagen) für private, nicht bestellte Postsendungen ergibt, die nicht augenscheinlich Falschlieferungen sind.

0

Die Verjährungsfrist beträgt 3 Jahre. Also so lang mußt Du den "Mist" aufbewahren. Allerdings könntest Du der Firma für den Zeitraum sogar "Einlagerungskosten" in Rechnung stellen.

watt denn, 3 Jahre? wo doch im privaten Bereich alles nach 2 Jahren verjährt?!

0

Was möchtest Du wissen?