Aufbereitung von Leitungswasser für Aquarien

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6 Antworten

Chemie ist reine Geldschinderei und unnötig.

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Danke, ich werde mich über diesen Zusatz informieren!

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@jospe

Wobei dieser Stern mal wieder für die sinbefreiteste Antwort vergeben wurde.

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Auf der sicheren Seite bist Du, wenn Du zum Fachhandel gehst. Dort gibt es extra Aufbereiter für Leitungswasser. Ist nicht so teuer. Jedoch lass Dir erklären wie lange das Becken komplett fertig stehen soll, bevor Du Fische reinsetzen kannst.

Du kannst dir natürlich eine Osmoseanlage holen. Diese bereitet das Wasser so auf wie es am besten ist.

Es gibt aber auch viele Aquarien die mit normalen Leitungswasser sehr gut laufen. Da kannst du dir dann einfach mal von Sera Aquatan kaufen. Das ist so ein Mittelchen, dass das wasser fischgerecht machen soll.

Eins noch, bevor du dein Leitungswasser benutzt, solltest du es auf jeden fall erstmal auf den Kupferanteil messen!!!!! Gerade in vielen alten häusern in denen das wasser durch die kupferrohre fließt ist das wasser aus der Leitung nicht für ein Aquarium zu gebrauchen. So einen Test gibt es auch im Fachladen für ein paar euro.

Danke für den guten Tipp bezüglich der Kupferionen. Sera Aquatan werde ich ausprobieren.

Eine Osmose-Anlage ist vermutlich recht teuer. Ich dachte, es gibt vielleicht ein Substrat (z.B. Torfgranulat) für den Filter, mit dem man das Wasser verbessern kann.

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Die Chemie und das ganze Wasseraufbereitergedöns ist für die Füße.

Das Berliner Wasser ist sicherlich nicht schlecht. Lasse das Becken sauber mehrere Wochen einlaufen. Willst du beim Wasserwechsel was gutes tun, würde ich ein Torfsäckchen nehmen, eine Durchlüfterpumpe und ein kleines Faß. Das Leistungswasser lässt du darin mal 1-2 Tage gut durchlüftet darin stehen. Regenwasser ist aufgrund der schwankenden Zusammensetzung nur mit viel Aufwand brauchbar (Kohlefilterung etc)

Achte eher auf die Wasserwerte und dannach sollte sich die Fischwahl richten (Neons weiches saures Wasser, Barsche hartes, leicht alkalisches Wasser)

Alternativ kannst du mit Osmosewasser arbeiten, ist aber ein recht großer Aufwand.

Zum Thema Metallionen im Wasser: Eine Wasserleitung bekommt im Laufe der Zeit eine schützende Kalkschicht. Sollten doch einmal Metallionen im Wasser sein, wobei Fische da im Gegensatz zu Wirbellosen recht tollerant sind und du nutz Wasseraufbereiter, lagern diese sich im Becken ein und fällen aus. Meist im Filter/Bodengrund. Sollte aus aus irgendwelchen Gründen zu einer Wasserveränderung kommen (z.B. PH) können diese angesammelten Depots u.umständen eine chemische Zeitbombe darstellen, da sich diese Depots auf einmal entladen und so aus undefinierbaren Gründen die Fische himmeln. Fazit: Rausgeworfenes Geld!

Danke für Deine sehr ausführliche Antwort, die viel praktische Erfahrung verrät. Es ist bei einem so vielschichtigen Thema fast zu erwarten, dass die Patentrezepte sehr unterschiedlich, ja geradezu kontrovers ausfallen. Man sollte die Bewertung der Antworten entweder ganz abschaffen (jetzt trete ich in ein Hornissennest) oder erst nach Umsetzung der Ratschläge durchführen.

Von Torf als natürlichem Wasserverbesserer halte ich Einiges und habe auch schon in Erwägung gezogen, eine Außenfiltereinrichung zu erwerben, in die ich Torfgranulat als Filterschicht mit integrieren kann. Aber Dein Vorschlag mit dem Vorratswasser ist auch bedenkenswert. Früher hatte ich auch zeitweise einen Ionenaustauscher, aber bei hartem Leitungswasser muss der ständig regeniert werden, und das ist zu teuer.

Mir ging es vor allem auch darum, von Aquarianern aus Berlin konkrete Erfahrungsberichte zu bekommen.

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@mattendehas

Wenn du unbedingt weiches Wasser haben willst, diese Wasserzusätze mache das ja gar nicht, solltest du eine Osmoseanlage nutzen. Das mache ich auch, meinen Neons geht es echt gut, da ich dadurch aus einem Betonwasser ein sehr weiches Wasser mache, bedingt durch Ansäuern über Erlenzapfen, Torf und Walnussblättern erreiche ich auch einen prima PH.

Regenwasser ist sehr problematisch, weil die Qualität sehr unterschiedlich ist. Sicherlich ist auch ein Außenfilter immer die bessere Wahl, weil du ihn besser bestücken kannst um die Wasserwerte zu beeinflussen.

Achte nur darauf, das die Standzeit vom Torf nicht zu lange ist, da er sich anfängt zu zersetzen und dadurch wieder das Wasser belastet.

Besorge dir doch mal die Wasserwerte vom Wasserversorger, die müssen ausgewiesen sein, da hast du schon mal Ansatzpunkte. Ansonsten ist auch eine Testkoffer um die wichtigsten Parameter ausfindig zu machen nicht verkehrt (PH, GH, KH, No2, No3, evtl. P.)

Ist super interessant und man erfährt unheimlich viel über die biologischen Abläufe in der Wasserchemie, Filterung und dem Minibiotop Aquarium.

Übrigens würde ich mir die Fische nach den Gegebenheiten aussuchen, oder du bist halt auf einiges an Equipment angewiesen.

 

Übrigens die Einfahrzeit von einem Aquarium ist bedeutend länger wie eine Wioche, das sind locker 3 Wochen. Nach einer Woche hast du einen Nitritpeak, der oft tödlich endet.....

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Sofern Du nicht empfindliche Fische einsetzen willst, würde ich für den Wiederanffang auch nicht empfehlen. Nimm Leitungswasser und lasse das Becken eine Woche, bis auf Fische voll eingerichtet ca. 1 Woche "einfahren". Da geht selbst mit Berliner Wasser nichts schief.

Hilfreich wäre, die Fische ca. 3-4 Tage in einem sog. Quarantäne-Behälter zu beobachten, da wegen möglichen Krankheiten, welche bei Kauf in Zoohandlungen nicht auszuschliessen sind und nicht gleich das eigentliche Becken infizieren.

Danke für Deinen Rat. Offenbar kennst Du Dich mit den Berliner Verhältnissen aus.

Ich konnte früher auf Regenwasser in einer weniger belasteten Umwelt zurückgreifen, das war schon praktisch.

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@mattendehas

Eine Woche ist bedeutend zu wenig, 3 Wochen sind besser.

Das kann jeder selbst testen, mit No2/No3-Tröpfentest.

In der Startphase sind noch keine Bakterienkulturen im nennenswerten Umfang im Filter/Becken. Die Nitrobakter/Nitrosomaskulturen müssen erst sich ansiedeln.

Es kommt zu Abbbauprozessen, Nitrosomaskulturen siedeln schnell an und oxydieren das Ammonium/Ammoniak zu Nitrit, das schon in geringen Mengen tödlich für Fische wirkt (die roten Blutkörperchen werden blockiert, der Fisch erstickt). Erst in einer weiteren Stufe machen Nitrobakterkulturen aus dem gefährlichem Nitrit recht fischungefährliches Nitrat, das ein Pflanzendünger ist und sowiso mit regelmäßigen Wasserwechsel entfernt wird.

Dieser Vorgang der Besiedelung und oxydation von Stickstoffverbindungen dauert Wochen bis er sich eingespielt hat. Du kannst es beschleunigen, in dem du einen Filter aus einem gesunden Becken in deinem Becken ausdrückst. Sieht furchtbar aus, ist aber nach 1-2 Tagen alles dort wo es hingehört.

Viele meinen mit Wasser aus einem bestehenden Becken das neue impfen zu können, was Käse ist, weil diese Bakterienkulturen substratgebunden sind und nur in vernachlässigbaren Konzentrationen im Wasser sind. Auch bringen die im Fachhandel zu erwerbenden Filterbakterien nichts, außer einen glücklichen Ladenbesitzer und dir ein Loch im Geldbeutel.

Also sauber einfahren lassen, den sog. Nebel des Grauens (eine evtl. Bakterienblüte) vorbeigehen lassen und dann nach und nach die Fische einsetzen.

 

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Also bei erstbefüllung 3 Wochen das Wasser stehen lassen in der Zeit kannst du schon mal Pflanzen hineinbringen wenn sich das dann eingepegelt hat kannst du Fische hinzufügen.

Für das "Einfahren" des Aquariums habe ich eine gute Anleitung in einem Fachbuch. Mir geht es vor allem um das Nachfüllen, z. B. nach dem Reinigen.

Die Wasserqualität, z.B. Härte, Chloranteil, Metallionen, ist ja nicht nur für das Wohlbefinden der Fische, sodern auch für das Gedeihen der Pflanzen wichtig.

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