Auf welchem Recht beruht die Vorschrift über das Verweilen und Auslaufen von Kriegsschiffen kriegsführender Nationen aus neutralen Häfen .?

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2 Antworten

In Chile wurde ein deutsches Schiff bei Ausbruch des 2. Weltkrieges am auslaufen gehindert.

Die Graf Spee lief schwer angeschlagen 1939 den Hafen von Montevideo an. 72 Std. durfte sie sich dort aufhalten, eine Reparatur wurde ihr nicht gewährt, einmal weil der britische Botschafter protestierte, zum 2. weil die deutsche Propaganda von einer leichten Beschädigung sprach. Daraufhin hatte Uruguay rein Argument, die Hilfe zu verweigern.

Der Kommandant Langsdorf versengte dann das Schiff im Rio de la Plata, und schiffte sich mit der Rest-Mannschaft nach Argentinien ein. Somit ist der Aufenthalt in einem neutralen Hafen nur für 72 Std. vorgesehen, wäre diese Zeit überschritten worden, hätte England Uruguay den Krieg erklärt.

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andre123 14.06.2016, 15:09

auch ein interessanter Fall, bei dem diese Regelungen zur Anwendung kamen. Beantwortet aber den Kern meiner Frage  nicht direkt. Trotzdem Danke ! 

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Die Regelung habe ich nirgends gefunden, nur Hinweise auf eine Regel aus dem Seerecht, die besagt, dass ein Kriegsschiff nicht auslaufen darf, wenn innerhalb der letzten 24 Stunden ein Handelsschiff einer verfeindeten Nation ausgelaufen ist.

Grundsätzlich sind neutrale Häfen neutral. Greift eine Macht ein Schiff einer anderen Macht in einem neutralen Hafen an, verletzt es die Neutralität der beherbergenden Nation, was letztlich in einem Kriegseintritt auf der Gegenseite enden kann.

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