Auf welche Bibelstellen beruft sich die römisch katholische Kirche?

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15 Antworten

Deine Frage ist ein bisschen ungewöhnlich gestellt, ich versuch es einmal so:
Jesus hat Menschen gerufen, ihm nachzufolgen. Diese Menschen haben nach dem Tod Jesu und seiner Auferstehung wieder andere Menschen um sich versammelt. Aus dieser Menschengruppe hat sich im laufe der Zeit neben den altorientalischen Kirchen und den orthodoxen Kirchen die römisch-orthodoxe Kirche gebildet. Von einigen der Menschen wurden verschiedene Schriften geschrieben, diese haben sich dann weiterentwickelt. Es war ein mühsamer Vorgang, zu entscheiden, welche Schriften vom Heiligen Geist inspiriert sind, also zur Bibel gehören. Dieser Vorgang der Schriftwerdung (=dass entschieden worden ist, was zur Bibel gehört) ging Hand in Hand mit dem Vorgang der Kirchenwerdung.(=der EINEN Kirche, die vielfältig gewesen ist und aus der sich dann später die altorientalischen Kirchen, die orthodoxen Kirchen und die katholische Kirche entwickelte.)

Die Katholische Kirche beruft sich nicht direkt auf eine Stelle der Heiligen Schrift, sie weiß sich von Jesus Christus selbst gegründet. 

Wenn sie angegriffen wird, verweist sie natürlich schon auf Bibelstellen. Bei Äußerungen, die ich in letzter Zeit auf GF gestoßen bin, möchte ich vor allem auf Mt 28,20b verweisen: "Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt."

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Kommentar von helmutwk
11.11.2015, 12:36

Die Katholische Kirche beruft sich nicht direkt auf eine Stelle der Heiligen Schrift, sie weiß sich von Jesus Christus selbst gegründet.

Die Abspaltung der lateinischen Kirche von der orthodoxen Mutterkirche war von Jesus selbst bewirkt? Ich dachte immer, das hätte mit Papst Gregor dem Großen begonnen ... wobei der eigentlich Bruch erst ein paar Jahrhunderte später war.

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Kommt darauf an, wofür. Die theologische Begründung der Verfolgung andersgläubiger wurde beispielseise begründet mit

http://www.bibleserver.com/text/GNB/Lukas14%2C23

Und wenn du dich jetzt wunderst: in der lateinischen Vulgata steht da ein kleiner Übersetzungsfehler: "Zwinge sie einzutreten".

Das ist aber heute keine offizielle Lehre der rkk mehr, sondern ist in der ersten Hälfte des 20. Jhs. aufgegeben wurde, endgültig durch das 2. vatikanische Konzil.

Wenn du genauer sagst, welche Punkte du genau mit Bibelstellen "katholisch belegt" haben willst, können mehr Stellen genannt werden.

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Auf ziemlich viele, bzw. sogar alle irgendwie.

Die katholische Kirche akzeptiert die Bibel als "Wort Gottes", genauer: als durch Menschen niedergeschriebene, aber von Gott inspirierte Information. Die katholische Zusammenstellung von Bibelbüchern (biblischer Kanon) umfasst übrigens auch sogenannte deuterokanonische Schriften (alttestamentarische Apokryphen), die beispielsweise die evangelische Kirche als nichtkanonisch unterordnet.

Deine Frage ist nicht sehr präzise. Worauf willst du hinaus?

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Hallo Melcor, da trifft zunächst mal die Antwort von wolfruprecht!

Wenn du allerdings gezielt meinst, woher aus der Bibel die Kirche ihre Legitimation nimmt, dann mal ein (unvollständiges) Sortiment. Wo die Stellen genau stehen, kannst du selbst herausfinden:

Da trat Jesus auf sie zu und sagte zu ihnen: Mir ist alle Macht gegeben im Himmel und auf der Erde. Darum geht zu allen Völkern und macht alle Menschen zu meinen Jüngern; tauft sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu befolgen, was ich euch geboten habe. Seid gewiss: Ich bin bei euch alle Tage bis zum Ende der Welt.

Dann sagte er zu ihnen: Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet;....

wem ihr die Sünden erlasst, dem sind sie erlassen ....

..... was du auf Erden binden wirst, wird auch im Himmel gebunden sein.......

....und in seinem Namen wird man allen Völkern, angefangen in Jerusalem, verkünden, sie sollen umkehren, damit ihre Sünden vergeben werden. Ihr seid Zeugen dafür. Und ich werde die Gabe, die mein Vater verheißen hat, zu euch herabsenden.

Als sie gegessen hatten, sagte Jesus zu Simon Petrus: Simon, Sohn des Johannes, liebst du mich mehr als diese? Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weißt, dass ich dich liebe. Jesus sagte zu ihm: Weide meine Lämmer! ...

……Er sagte zu ihnen: …….Aber ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, der auf euch herabkommen wird; und ihr werdet meine Zeugen sein in Jerusalem und in ganz Judäa und Samarien und bis an die Grenzen der Erde.

……Und ich werde den Vater bitten und er wird euch einen anderen Beistand geben, der für immer bei euch bleiben soll. Es ist der Geist der Wahrheit, den die Welt nicht empfangen kann, weil sie ihn nicht sieht und nicht kennt. Ihr aber kennt ihn, weil er bei euch bleibt und in euch sein wird. Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch.

......der Beistand aber, der Heilige Geist, den der Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe.

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Kommentar von helmutwk
11.11.2015, 13:03

Das sind jetzt aber Begründungen, auf die sich so ziemlich jede christliche Kirche berufen kann.

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Beim "Konzil von Nicäa" hat der römische Kaiser Konstantin der I. um 325 n. Chr. das "Christentum" zur Staatsreligion erklärt. Bis dahin wurden die Christen mitunter von den Römern verfolgt und verboten. Jesus war Jude, so wie die meisten damals, da das Judentum die einzige nennenswerte monotheistische Glaubensrichtung war. Er kannte also nur das alte Testament und wollte dieses aber reformieren, also das Bild von einem rachsüchtigen, zornigen Gott zu einem verständnisvollen, barmherzigen Gott ändern. Daraus entstand das neue Testament, dass für den christlichen Glauben also eine größere Bedeutung hat, als das alte.

Ich hoffe die Zusammenhänge machens etwas deutlicher.

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Kommentar von Eselspur
11.11.2015, 08:53

Auch wenn man immer wieder liest, dass unter Konstantin das Christentum Staatsreligion geworden ist, wird es nicht wahrer.Konstantin duldete mit der Mailänder Vereinbarung 313 das Christentum, unter Theodosius wurde es 380 Staaatsreligion.

Was das mit den Bibelstellen für die katholischen Kirche zu tun hat, weiß ich nicht. 

https://de.wikipedia.org/wiki/Zeittafel_Geschichte_des_Christentums

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Kommentar von helmutwk
11.11.2015, 12:51

Er kannte also nur das alte Testament und wollte dieses aber reformieren, also das Bild von einem rachsüchtigen, zornigen Gott

Du meinst also dieses Bild:


Ps 103,2 Auf, mein Herz, preise den Herrn und vergiss nie, was er für mich getan hat! 3 Meine ganze Schuld hat er mir vergeben, von aller Krankheit hat er mich geheilt, 4 dem Grab hat er mich entrissen, hat mich mit Güte und Erbarmen überschüttet. 5 Mit guten Gaben erhält er mein Leben, täglich erneuert er meine Kraft und ich bleibe jung und stark wie ein Adler. 6 Der Herr greift ein mit heilvollen Taten, den Unterdrückten verschafft er Recht. 7 Mose hat er eingeweiht in seine Pläne, Israel hat er seine Wunder sehen lassen. 8 Der Herr ist voll Liebe und Erbarmen, voll Geduld und unendlicher Güte. 9 Er klagt nicht immerfort an und bleibt nicht für alle Zeit zornig. 10 Er straft uns nicht, wie wir es verdienten, unsere Untaten zahlt er uns nicht heim. 11 So unermesslich groß wie der Himmel ist seine Güte zu denen, die ihn ehren. 12 So fern der Osten vom Westen liegt, so weit entfernt er die Schuld von uns. 13 Wie ein Vater mit seinen Kindern Erbarmen hat, so hat der Herr Erbarmen mit denen, die ihn ehren.

zu einem verständnisvollen, barmherzigen Gott ändern

Also so was wie:

Hbr 10,26 Wir haben die Wahrheit kennen gelernt. Wenn wir jetzt wieder vorsätzlich sündigen, gibt es kein Opfer mehr, um unsere Sünden gutzumachen.

27 Wir müssen dann ein schreckliches Gericht fürchten; denn wie ein Feuer wird Gottes Zorn alle vernichten, die sich gegen ihn auflehnen. 28 Wer gegen das Gesetz Moses verstößt, wird ohne Mitleid getötet, wenn seine Schuld durch zwei oder drei Zeugenaussagen festgestellt ist. 29 Um wie viel schlimmer wird dann bestraft werden, wer den Sohn Gottes mit Füßen tritt und das Blut des Bundes, das ihn rein und heilig gemacht hat, wie eine gewöhnliche Sache abtut und den Geist beleidigt, dem er die Gnade verdankt! 30 Wir kennen doch den, der gesagt hat: »Ich werde Vergeltung üben und sie für alle Bosheit hart bestrafen.« Es heißt an derselben Stelle auch: »Der Herr wird seinem Volk das Urteil sprechen.« 31 Dem lebendigen Gott in die Hände zu fallen ist schrecklich!
Das war nur jetzt jeweils nur ein Beispiel dafür, dass das Gottesbild des ATs und des NTs ein wenig anders ist als du denkst.

Das Gottesbild ist im AT und NT grundsätzlich das Gleiche. Nur sind Gottes Liebe und sein gerechter Zorn über die Sünde im NT deutlicher zu erkennen als im AT.

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In welchem Zusammenhang, d.h. zu welchem Thema?

Das Neue Testament ist der schriftliche Teil der kirchlichen Überlieferung. Daher wäre deine Frage leicht mit "alle" zu beantworten. Aber das wirst du kaum gemeint haben. Also: Nenne dein Thema und die Antworten können konkret werden.

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Wie ist das zu verstehen? Die Bibel ist als Gesamtwerk die Basis der Römisch-Katholischen Glaubenslehre, da gibt es keine einzelnen Stellen, auf die sie sich beruft.

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Kommentar von Melcor
10.11.2015, 12:47

Aber manche Stellen sind doch wichtiger als andere

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eigentlich auf die bibel wie alle christlichen religionen... aber manche stellen werden großzügig ignoriert oder entgegengesetz umgesetzt..

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Auf welche Bibelstellen ? 

Die Katholische Glaubenslehre ist die Summe der ganzen Biblischen Offenbarung .

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1. Moses 1,1 bis Offenbarung 22,21 abzgl. Apokyphen

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Kommentar von Zachariah
10.11.2015, 13:00

RKK erkennt doch die alttestatmentarischen Apokryphen an? Wieso ziehst du die ab?

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Sie beruft sich auf alle Bibelstellen.

Vergiss nicht: die Kirche hat das Neue Testament geschrieben!

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Kommentar von scrutinize
10.11.2015, 22:33

Vergiss nicht: die Kirche hat das Neue Testament geschrieben!

Bitte was? o_O

War das ein Scherz oder ein Trollversuch?

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Wenn du eine Frage stellst, dann hast du unter dem Textfeld einen blauen link
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Der steht da vielleicht etwas klein, aber nicht grundlos.

Es ist überhaupt nicht klar, was du meinst:
"Auf welche Bibelstellen" - zu welchem Thema denn?
- ihre Daseinsberechtigung?
- Zölibat?
- Abtreibung?
- Homosexualität?
- ...

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Auf "Dan.7,25 und Offb.17,1-6".

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Das kannst du der Einheitsbibel entnehmen.

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Bestimmt auf "Offb.12,9" und "17,1-6"...

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