Auf was muss man im Buddhismus achten?

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3 Antworten

Ich bin Buddhist und gebe mal meinen Senf ab

Der Buddhismus ist eine Religion ohne allmächtigen Schöpfergott.

Buddha selbst soll erklärt haben, metaphysische Fragen (avyakrita) nach Gott, dem Leben nach dem Tod könnte man nicht beantworten und seien daher nutzlos.

Er hüllte sich daher in "edles Schweigen" zu diesen Themen und lehrte, es sei sinnvoller, den Buddhismus aktiv zu praktizieren, anstatt die Zeit mit unbeantwortbaren Fragen zu verschwenden.

Im Buddhismus trägt man die volle Verantwortung für sein Leben selbst, daher gibt es weder "Sünden" noch "Vergebung" durch einen Gott, genau so wenig wie "göttliche Gebote".

Devas/Götter

Die Vorstellung von "Gottheiten" (Devas) im Buddhismus beruht auf asiatischer Volksfrömmigkeit. Bei seiner Verbreitung hat der Buddhismus die Inhalte anderer Religionen aufgenommen und angepasst.

Devas sind keine allmächtigen Wesen, sondern unterliegen genau so  dem Leiden, wie Menschen, Tiere und andere Lebewesen. Sie neiden einander ihre Macht und fürchten, in niedrigerer Form wiedergeboren zu werden.

Daher sind Devas für den durchschnittlichen Buddhisten auch nicht wichtiger als eine Stubenfliege.

Lediglich in Asien gibt es eben Vorstellungen, dass zB Gottheiten in irgendwelchen Wasserfällen präsent sind.

Das hat aber mit Buddhas eigentlicher Lehre nichts zu tun, sondern es handelt sich um asiatisches Lokalkolorit.

Internet kaputt?

Schaust Du z. B. hier:

http://www.religionen-entdecken.de/lexikon/g/goetter-im-buddhismus

Da steht u.a.:

"Buddhisten verehren nicht einen einzigen und alleinigen Gott wie zum Beispiel Juden, Christen oder Muslime. Sie verehren mehrere Gottheiten, die sich sehr voneinander unterscheiden. Verehrt werden Bodhisattvas wie Avalokiteshvara, Maitreya Buddha, Vajrasattva und Vajrapani.

Alle Götter der Buddhisten sind sterbliche Wesen. Sie leben zunächst in Menschengestalt und erlangen dann die Erlösung. Jeder von ihnen hat für eine bestimmte Zeit eine bestimmte Funktion und auch einen eigenen Charakter. Manche Götter gelten als hilfsbereit, andere als furchterregend.

Auch der Buddha war kein Gott. Er war ein ganz normaler Mensch, der seine Erlösung gefunden hat und deshalb zum Lehrer wurde."

Der Buddhismus" interessiert dich sehr", aber du hast noch nicht mal die Zusammenfassung auf Wikipedia gelesen???

Wenn es da stünde hätte ich diese Frage wohl nicht gestellt

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