Auf verdacht zur HU stellen oder von Werkstatt durchsehen lassen?

6 Antworten

Bei alten Autoa auf jeden Fall direkt zum TÜV / DEKRA / GTÜ.

Wenn das Auto durchfällt, ist das doch egal, die Nachkontrolle kostet nur 13 EUR.

Du hast dann aber einen von einem neutralen Ingenieur erstellten Mängelbericht.

So weißt Du genau, was Du reparieren musst und dass Dich vorher keine Werkstatt über den Tisch zieht.

Der Ingenieur ist wirtschaftlich vom Ergebnis der HU und von den Reparaturen vollkommen unabhängig. Die Werkstatt verdient an den Reparaturen und an allem, was die Dir vorher noch aufgequatscht haben.

Ich hatte schön öfter bei Kunden mit alten Autos den Supergau.

Die haben sich ein Limit für die Reparatur gesetzt und die Werkstatt hat quasi bis zu diesem Limit repariert, dann hat der Prüfingenieur bei der HU noch weitere Mängel festgestellt und schon stand der Kunde dumm da.

Wäre vorher nicht shcon repariert worden, hätte er das Auto vermutlich abgegeben und sich ein anderes gekauft, so hat er die alte Karre doch noch repariert, weil er ja gerade vorher schon Kohle reingesteckt hat.

Also defintiv immer erst zur HU. Unterm Strich kostet die die neutral erstellte Mängellliste 13 EUR, denn die HU Gebühr musst Du ja eh bezahlen.

Für 13 EUR Nachkontrollgebühr weißt Du jedenfalls, dass Dich keiner über den Tisch gezogen hast.

...in jedem Fall erst mal den Meister Deines Vertrauens "drüberschauen" lassen. Hilft, bösen Überraschungen bei der eigentlichen TÜV Prüfung vorzubeugen. So manches kann man, wenn auch nicht verstecken, so doch aber vorbeugenderweise "verharmlosen". Und wenn es nur der Griff mit dem Putzlappen über eine (harmlos) ölfeuchte Ölwanne oder das Getriebe ist. Selbst eine (beginnend) korrodierte Bremsleitung lässt sich entrosten und konservieren.

Wenn der TÜV Prüfer sieht, dass da bereits der gute Wille zu Gange war, erleichtert das Manches...

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Ich fürchte Du kommst günstiger, wenn Du es drauf ankommen lässt und einfach zur HU fährst. Wenn Du durchfällst, werden halt um die 20€ für die Nachuntersuchung fällig. Für das Geld wird dir kaum eine Werkstatt vorher auf Verdacht das Auto auf links krempeln.

Ist es ok, wenn Dekra ein Gutachten für Felgen erstellt, anstelle mittels KBA-Nummer die ABE zu recherchieren oder darauf hinzuweisen?

Hallo, ich war mit meinem Auto (Honda Jazz GE2) bei Dekra zur HU. An dem Auto sind Felgen und Reifen montiert, die nicht im Fahrzeugschein eingetragen sind. Ich wurde vom Prüfer gefragt, ob ich "etwas Schriftliches" zu den Felgen dabei hätte. Ich negierte dies, worauf er mitteilte, dass er in diesem Falle etwas anfertigen müsse, ansonsten wäre es ein erheblicher Mangel und durchgefallen. Ich antwortete, dass wenn es nicht anders ginge, es dann wohl sein müsse, ich aber momentan jeden Euro zweimal umdrehen muss. :-( Ich wurde auch nicht darauf hingewiesen, dass das was "zur Eintragung" getan wird auch negativ ausfallen kann.

Das von ihm erstellte Gutachten wurde negativ abgeschlossen, da rechts vorne andere Muttern als bei den anderen Rädern montiert sind. Diese wurden in einer Werkstatt (scheinbar falsch) getauscht, nachdem vor ein paar Jahren eine Gewindestange rechts vorne brach. Im Rahmen des Gutachtens und der HU gab es keine anderen Mängel.

-> Gutachten negativ, somit auch HU mit erheblichen Mängeln. Kosten: knapp 120 Euro für das negative Gutachten + knapp 100 Euro für die negative Hauptuntersuchung. Wenn die Muttern getauscht wurden werden nochmal ca 50 Euro für die erneute Vorstellung zu Gutachten und HU fällig. -> Gesamt somit knapp 270 Euro.

Zuhause stellte ich nun nach Recherche fest, dass man die ABE einfach im Internet binnen Sekunden gratis abrufen kann.

Ich weiß nun, dass ich eine ABE mitführen muss. Es wurde in den 11 Jahren der Existenz des Autos mit diesen Felgen noch nirgends beanstandet, dass diese Felgen montiert sind oder nach der ABE gefragt - ich war mir dessen nicht bewusst. Ich kann mir vorstellen, dass Dekra rein rechtlich gesehen nicht auf den kostenfreien Abruf im Internet hinweisen muss - es gibt jedoch für mich eine rechtliche und eine serviceorientierte oder auch zwischenmenschliche Seite, die ich hier sehr schmerzlich vermisse. :-/

Meine Frage: Ist das geschilderte Verhalten von Dekra üblich oder sollte ich mich beschweren? Was würdet ihr tun?

Ich fühle mich gerade nach meinem Hinweis auf meine momentane finanzielle Not durch Dekra nicht ausreichend beraten und über den Tisch gezogen, da das Gutachten nicht nötig gewesen wäre? Ist es für Dekra nicht möglich anhand der KBA-Nummer auf den Felgen in deren System oder beim Kraftfahrtbundesamt direkt zu sehen, dass die Felgen für mein Auto (ohne erforderliche Eintragung im Fahrzeugschein) inkl der Reifen zugelassen sind?

Der Unterschied zwischen 100 (ohne das Felgenproblem) und nun 270 Euro ist für mich riesig. :-(

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