"Auf Rechnung" aus Kirche austreten?

... komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Ob Du das Geld auch später zahlen kannst weiß ich nicht sicher, das kann von deiner Gemeindeverwaltung abhängen. ruf doch da mal an?

Was Du auf jeden Fall machen kannst, ist einen Antrag stellen, die Gebühr zu senken oder zu erlassen weil Du dir die volle nicht leisten kannst... das ist dazu da, damit niemand - wie in deiner Situation - nur in der Kirche bleibt weil er sich den Austritt nicht leisten kann.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn du nur einer kurzfristigen Tätigkeit nachgehst, dann wird dein Arbeitslohn wahrscheinlich so niedrig sein, dass du Anfang 2017 bei Abgabe einer Einkommensteuererklärung die gesamten einbehaltenen Steuerabzugsbeträge inklusive der Kirchensteuer erstattet bekommst.

Der Erstattungsbetrag dürfte dann auch dafür ausreichen, die Gebühren für den Kirchenaustritt zu zahlen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich weis nicht ob die das hilft aber wenn du schon einer Tätigkeit nachgehst könntest du hier um eine Vorauszahlung bitten um eine ggf. anfallende Gebühr zu bezahlen?

Naja das mit dem Geld bezahlen ist so eine Sache. Du bist ja nicht per Definition in der Kirche, daran sind wohl deine Eltern schuld. Die Gebühr die nun fällig wird ist dann wohl der Auslagenersatz der mehr oder weniger gerechtfertigt hoch ist :/

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 14:13

Nein, sorry, das ist absolut ungerechtfertigt. Ich lebe von weit weniger als ein Hartz IV-Empfänger und damit von weit weniger als dem gesetzlich festgehaltenen menschenwürdigen Existenzminimum, da ich selbst als psychisch Kranke kein Anrecht auf irgendwie geartete Unterstützung habe, weil ich "ja unbedingt studieren muss".

0

Um die Kirchensteuer kommst du nicht herum. Die wird automatisch mit deiner Lohnsteuer abgeführt. Dafür kommt auch ein Austritt zu spät.

Auch ein Austritt wird so richtig erst ab dem nächsten Jahr greifen. Dieses Jahr bleibst du (anteilig) kirchensteuerpflichtig.

Und selbst der Austritt ist nicht umsonst. Der kostet nämlich eine Gebühr, die von Ort zu Ort unterschiedlich sein kann. Das können schon mal über 50 Euro sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 14:09

...genau um die Gebühr ging es mir. Wie gut, dass ich als Studentin mit einem weit unterhalb des gesetzlich definierten Existenzminimums liegenden Monatsgesamteinkommen nicht regulär Kirchensteuer zahle.

0

Ich will deine Meinung nicht beurteilen. - Nur gilt, wenn man sich einmal einer Sache angeschlossen hatte, dann muss man auch die Folgen eines späteren Austritts, von dem du ja nun profitieren willst, bedenken. - Kannst dich ja an deine Eltern wenden, welche dich einst haben taufen lassen und so wesentlich zu deiner Kirchenmitgliedschaft beigetragen haben oder alternativ einen "Bedürftigkeitsantrag" bei der Behörde stellen. - Im "Land der tausend Möglichkeiten" kommst du vielleicht sogar damit durch.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 17:04

Ich "wurde" dem angeschlossen, von mir aus angeschlossen habe ich mich nie, hätte ich auch mit fünf nicht, also in dem Alter, in dem ich getauft wurde. Meine Eltern kann ich, wie oben erwähnt, leider nicht konsultieren

0

Du vermischst zwei Dinge, nachvollziehbar, aber nicht zielführend.

 Aus der Kirche austreten kannst Du jederzeit. Ob Du auf Rechnung zahlen kannst, kannst Du mit einem Anruf beim zuständigen Standesamt klären.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 14:05

Entschuldigung, aber was vermische ich? Ich kann schlecht austreten, wenn ich das Geld nicht habe und es auch nicht erst in zwei Wochen überweisen darf. Ergo müsste ich für den kommenden Monat Kirchensteuer zahlen, obwohl mir die Kirche egal ist und ich mich nicht als Kirchenmitglied betrachte.

0
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 14:49

Tja, definiere "Geringverdiener". Könnte ich den Erhalt einer Sozialleistung nachweisen, könnte ich je nach Stadt befreit werden. Da ich aber keine erhalte (und überhaupt in einer Stadt wohne, in der es derartige Ermäßigungen nicht gibt), habe ich erstens allgemein weniger Geld als ein Sozialleistungsempfänger, da alle zur Deckung des Lebensunterhalts gedachten Sozialleistungen dem Existenzminimum entsprechen müssen, dessen Höhe ich mittels Arbeit wiederum nicht erreiche, darf zweitens keine Einrichtungen wie die Tafel nutzen und muss drittens den Rundfunkbeitrag in voller Höhe entrichten. Und das alles trotz mehrerer pathologischer psychologischer Diagnosen. Das ist und bleibt für mich unfassbar.

0

In Hamburg ist für die Austrittserklärung das Standesamt zuständig. Es wird eine sofort zu entrichtende Verwaltungsgebühr erhoben.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Kann ich das Geld bezahlen, sobald ich meinen Lohn erhalten habe?

Nope.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Der Austritt kostet doch nichts, meine ich? Im Gegenteil du sparst ja, weil du keine Steuer mehr bezahlst.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 14:02

Doch, der kostet hier - soweit ich weiß - 35€ 

0

Der Kirchenaustritt kostet NICHTS. Du musst lediglich zum Amtsgericht gehen und den Austritt erklären. Die vor dem Austritt gezahlte Kirchensteuer bekommst du allerdings nicht wieder zurück.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Flummy86
29.09.2016, 14:02

Sofern ich korrekt informiert bin, kostet der in unserer Stadt stolze 35€

0
Kommentar von Stellwerk
29.09.2016, 14:03

?? 

Standesamt reicht - Amtsgericht wär n bissel arg aufwendig, oder? 

Und die verlangen dann eine Bearbeitungsgebühr; bei mir waren das 20,- soweit ich mich erinner.

0
Kommentar von matmatmat
29.09.2016, 14:03

In Mannheim waren es mal 50€, ist gesenkt worden auf 23€ nachdem das in den Medien um ging, das man die teuerste Stadt Deutschlands sei um auszutreten. 20-30€ sind durchaus normal als "Strafgebühr"...

0

Was möchtest Du wissen?