auf jede Geburt kommt eine Fehlgeburt?

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4 Antworten

Hier die statistischen Risiken für Fehlgeburten:

Der Konsum von Alkohohl, Zigaretten und anderen Drogen erhöht das Risiko für eine Fehlgeburt ebenso wie ein Progesteronmangel, eine Schilddrüsen-Fehlfunktion oder ein unerkannter Diabetes der Mutter.

Das Risiko für eine Fehlgeburt sinkt, je länger die Schwangerschaft besteht, von rund 20% in den ersten Wochen auf etwa 1% nach der 18. Schwangerschaftswoche.

Insgesamt, über die gesamte Dauer der Schwangerschaft gerechnet, liegt das Risiko für eine Fehlgeburt, extrauterine Schwangerschaft oder Totgeburt bei rund 13%. Dieses Risiko verteilet sich aber nicht gleichmäßig auf Frauen aller Altersgruppen. Vielmehr ist liegt das Risiko für 20-24jährige Frauen bei knapp 9%. Es steigt ab 35 Jahren deutlich an und liegt für 42jährige Frauen bei 54% und für 48jährige oder ältere Frauen bei 84%.

Das heißt auch: Nicht jede Frau hat zu Beginn der Schwangerschaft ein 20%iges Fehlgeburtsrisiko, sondern  wenn 20% aller Schwangerschaften in den ersten 3 Wochen enden, dann entfallen davon mehr auf Frauen über 35 Jahren und deutlich weniger auf Frauen zwischen 20 und 24 Jahren.

aus: http://www.rabeneltern.org/index.php/wissenswertes/fehlgeburt-wissenswertes/1359-wie-hoch-ist-das-risiko-fuer-eine-fehlgeburt


Nach den Berechnungen von Nybo Andersen lassen sich 25,2 Prozent der Fehlgeburten auf neun bekannte Risikofaktoren zurückführen. Dies waren: übermässige körperliche Bewegung, Alkohol, Rauchen, Kaffee, Schichtarbeit vor der Schwangerschaft, das Heben von mehr als 20 kg schweren Gegenständen, ein Alter der Mutter von über 30 Jahren während der Befruchtung, ein Über- oder Untergewicht vor der Schwangerschaft sowie frühere genitale Erkrankungen.

Die beiden wichtigsten Risikofaktoren waren das mütterliche Alter und Alkohol. Etwa 11,4 Prozent der Fehlgeburten liessen sich vermeiden, wenn die Frauen ihre Kinder zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr bekämen,
schreibt Nybo Andersen. "Alle sollten sich bewusst sein, dass die Aufschiebung einer Schwangerschaft bis Mitte 30 das Risiko einer Fehlgeburt deutlich erhöht".

Auf den Alkoholkonsum in der Schwangerschaft seien in Dänemark etwa 9 Prozent aller Fehlgeburten zurückzuführen.

Quelle: A.-M. Nybo Andersen et al.: BJOG, 2014; 19 Feb 2014 doi: 10.1111/1471-0528.12694.


Dass die Spermienmenge und -qualität mit dem Alter nachlässt, ist bekannt. Eine aktuelle Studie zeigt nun, dass die Rate der Fehlgeburten bei Paaren steigt, wenn der Vater älter als 35 Jahre ist. aus: https://www.swissmom.ch/aktuell/wissen/2008/aktvateralterfehlgeburt/

Die Risiken und tatsächlichen Fehlgeburten sind also meist wesentlich kleiner als 50% und lassen sich durch die Lebensgewohnheiten beeinflussen.

Wer mehr Informationen, auch vorbeugend gegen Fehlgeburten haben möchte, kann sich hier ausführlich informieren (auf Englisch): https://sites.google.com/site/miscarriageresearch/what-causes-miscarriage

Und, konnte ich einwenig helfen und Angst nehmen?

Gruß seniorx


Man kann es so interpretieren: von 100 frauen erleiden 50 eine fehlgeburt und das kind stirbt und 50 frauen bekommen ein kind (egal ob gesund oder nicht es überlebte die ca 9 monate im bauch und die strapazen der geburt)

Dass nach jedem gesunden Kind eine Fehlgeburt auf die Welt kommt, statistisch gesehen.

Dass es gleich viel Geburten wie Fehlgeburten gibt.

(Dass das sachlich richtig ist, glaube ich nicht)

Weltweit gesehen, vielleicht, aber für Europa kann ich mir das auch nicht vorstellen.

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