Auf dem Weg zum Chemiker?

6 Antworten

Wenn du von deinen Vorlieben eher naturwissenschaftlich ausgerichtet bist, ist Latein auf jeden Fall ein grosser Vorteil. In Medizin zwar noch viel mehr als in Chemie oder Physik, aber zum besseren Verständnis von Formeln und Begriffen ist es allemal, und du kannst jetzt sicher noch gar nicht abschätzen, wie du dich beruflich entwickeln wirst.

Als Chemielaborant, dann Chemie-Ingenieur und zum Schluss Chemielehrer i.R. habe ich es nie bereut, das Große Latinum gemacht zu haben. Das hat nichts mit humanistischer Verbildung zu tun. Ich würde sogar empfehlen - wenn Zeit und Begabung reichen - ein paar Semester Altgriechisch dazu zu fügen. Die gesamte Nomenklatur hat letztlich zu 3/4 seine Wurzeln im Latein und zu 1/4 im Griechischen und dem Wechselspiel zwischen beiden. Noch eins, nur der steckt wirklich mit dem Herzen in der Chemie, der sich auch in der Chemiegeschichte auskennt. Die alten Meister hatten keine Hemmungen, als Latein und Griechisch nicht ausreichten, sogar Anleihen im Sanskrit zu machen, alles "Tote Sprachen"? Was in der Wissenschaft weiterlebt, und sein es nur in Nomenklatur und Fachterminologie, ist niemals wirklich tot.

Ich fasse deine Frage so auf: Lieber französisch, spanisch, lateinisch oder etc. Nach dem Motto, welche von den Sprachen ist das kleinere Übel xP

Grundsätzlich brauchst du kein Latein für Chemie. Aber ich würde mir an deiner Stelle die Frage stellen: Muss ich mir es denn unnötig schwer machen?!? Ich gehe davon aus du bist mathematisch naturwissenschaftlich begabt, da wäre Latein eigentlich eine hervorragende Wahl, aber für Latein musst du später sehr sehr sehr viele Vokabeln lernen... Wenn du zudem sprachenbegabt bist oder du dir mit Sprachen nicht schwer tust, würde ich dir spanisch empfehlen

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