Auf Bildern total schiefe und ungleich große Augen aber im Spiegel alles gut. Was kann man tun?

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4 Antworten

People-Fotografie ist der gezielte Einsatz von:

  • Licht (Richtung, Weichheit, Winkel, etc. - Also was wird wie beleuchtet)
  • Posing (Wie kann man den Körper vorteilhaft modellieren und der "idealen" Körperform möglichst nahe kommen und weiters wie bekomme ich dann eine passende Mimik aus dem Model heraus)
  • Perspektive (Untersicht, Normalperspektive oder Sicht von oben)
  • Objektiv-Einsatz (Brennweite, Winkel, Blende, etc. - Sprich wie nutze ich die Charakteristik eines Objektives um die Person vorteilhaft aussehen zu lassen. Welchen Winkel setze ich ein um Proportionen zu verändern oder zu betonen. Was soll scharf erscheinen und Aufmerksamkeit bekommen und was soll in Unschärfe versteckt werden)

Fotografen lernen das Jahrelang! Wie kommst du dann auf die Idee jeder Hinz & Kunz mit einer Knipse oder du selber mit der suboptimalen Handy-Kamera solltest das auf anhieb hinbekommen?

Das Licht: Licht kann dir ein paar kg wegschummeln oder draufpacken. Weiters kannst du damit Unreinheiten der Haut verstecken oder betonen/vergrößern.

Das Posing: …kann Problemzonen verstecken oder verschlimmern... Außerdem kann eine Pose natürlich und elegant (für Frauen) oder dominant/stark (für Männer) wirken. Falsches Posing kann von verkrampft/komisch bis unsicher wirken und transportiert diese Stimmung auch 1:1 in das Bild!

Die Perspektive: Je nach dem ob man den Kamera-Standpunkt auf Augenhöhe, unter oder über Augenhöhe wählt kann man eine Person neutral, dominanter bzw. maskuliner oder devoter bzw. niedlicher wirken lassen.

Zu guter letzt das Objektiv: Das kann Proportionen verzerren und das im positiven Sinne für Portraits oder im negativen Sinne. Ideal für Portraits sind Brennweiten um die 85-100mm. Da diese Brennweiten aber nicht sehr universell einsetzbar sind werden die nicht in Handys verbaut... Dort kommen eher leichte Weitwinkel-Objektive zum Einsatz oder max. eine "Normalbrennweite".

Den Unterschied zwischen 24mm Weitwinkel und 90mm Tele siehst du hier: http://www.henner.info/images/portrait24.jpg

Zu guter letzt zeigt dich ein Foto genau anders rum als du dich im Spiegel siehst und das ist für dich ebenfalls ungewohnt und etwas irritierend...

Na ja, die Kamera verbiegt sicherlich nicht Dein Gesicht, vielleicht bist Du beim fotografiert werden einfach immer zu angespannt, im Übrigen ist Dein Spiegelbild immer etwas in Bewegung, das aufgenommene Bild hingegen nicht. Da kann man dann stundenlang drauf gucken und vermeintliche "Fehler" suchen, muss man aber nicht;-)

Hallo!

  • Dein Spiegelbild kennst du schon dein Leben lang. Fotos nur ganz wenige.
  • Deine Freundin kennst du nicht aus dem Spiegel(bild).

Daher sind ihr Abbild (Foto) und das Gedächtnisbild deiner Freundin ident.

Bei der eigenen Person klafft eine Lücke zw. Spiegelbild (bekannt) und Foto (meist weniger bekannt).

LG Bernd

Im Spiegel, aus dem du dein Abbild kennst, siehst du dich für gewühnlich und es kommt dir normal un bekannt vor. Dieses Bild ist aber seitenverkehrt. Auf Fotos siehst du dich, wie andere dich sehen, und da fallen dir Unregelmößigkeiten leichter auf, weil du den Anblick seltener hast.

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