Auf Aufhebungsvertrag bestehen?

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7 Antworten

Hallo Didi123!

Zuerst einmal: Man kann so viele Arbeitsverhältnisse nebeneinander haben, wie es - in ihrer Gesamtsumme - die Grenzen des Arbeitszeitgesetzes erlauben. (max. 48 Std. wöchentliche, max. 8 bzw. 10 Std. tägliche Höchstarbeitszeit, mind. Ruhepausen und Ruhezeit)

Einzig auf die korrekte Festlegung der jeweiligen Lohnsteuerklasse muss dabei geachtet werden. Ansonsten gehe ich davon aus, dass die Personalabteilung(en) die Meldung(en) an die Sozialversicherung und Krankenkasse ordnungsgemäß durchführt(durchführen).

Wie nun genau die "Arbeit auf Abruf" bei Deinem Mann - mündlich, aber eindeutig rechtswirksam - vereinbart wurde, kann ich natürlich nicht sagen, aber er könnte z. B. das neue Arbeitsverhältnis kurzerhand als Hauptarbeitsverhältnis benennen (Steuerklasse 3 bzw. 4) und das "ausklingende" Arbeitsverhältnis bis zum 28.08. als Nebentätigkeit mit entsprechender Änderung der Steuerklasse weiterführen ("ausklingen" lassen).

Da bei geschildertem nicht mehr zu erwartendem Abruf seiner Arbeitsleistung in dieser Zeit wohl nicht zu befürchten ist, dass die o. gen. Grenzen des ArbZG verletzt werden könnten, sehe ich für deinen Mann keinerlei Bedenken, bis zum 28.08. quasi zwei "Herren" dienen zu können.

Ich wünsche ihm alles Gute und viel Erfolg im neuen (Haupt)Job!

Da es keinen schriftlichen Arbeitsvertrag gibt, greifen die gesetzlichen Kündigungsfristen die im BGB zu finden sind. Selbstverständlich, können Arbeitgeber und Arbeitnehmer, wenn sie sich einig sind einen Aufhebungsvertrag schließen. Ich verstehe nur nicht, warum der Chef von Deinem Mann auf die Kündigungsfrist pocht und nicht den Aufhebungsvertrag schließen will. Damit wäre alles vom Tisch und im grünen Bereich. Ich würde Dir bzw. Deinem Mann hier klar anraten, den Aufhebungsvertrag abzuschließen. Wenn er dies nicht macht, bitte einen Anwalt aufsuchen und die Sache besprechen. Dieser wird flott ein Schreiben aufsetzen und den guten Mann wieder ins Lot bringen.

Eine ordentliche Kündigung ist ja nicht möglich, weil die neue Arbeit von heute auf morgen zu haben ist. Wenn mein Mann die Kündigungsfrist einhalten muss, ist der neue Job weg und er bekommt – wie oben geschrieben ja Stundenlohn – also, da momentan nichts zu fahren ist, wahrscheinlich für August wieder so gut wie nix, das können wir uns finanziell gar nicht leisten!! Mit seinem Chef ist er sich ja einig, ich denke er kam einfach nicht auf die Idee eines Aufhebungsvertrages. Mein Mann wird ihn einfach nochmal darauf ansprechen, ich glaube (hoffe) nicht, dass er sich quer stellt!

Wenn man keinen Arbeitsvertrag bekommt, ist man eigentlich nach dem BGB angestellt. Und dann gelten normalerweise diese Regelungen. Mündliche Regeln ist zwar laut Gesetz auch möglich, doch leider kann man diese Dinge ja nicht nachweisen. Was mir nicht ganz klar ist, dass mit dem Aufhebungsvertrag. Der müsste doch nur einfach fristgerecht kündigen und bis dazu muss der jetztige Arbeitgeber ihn bezahlen.

Also einen Arbeitsvertrag hat Dein Mann, wenn auch mündlich. Der ist genauso gültig!

Um das Ganze in Ordnung zu bringen würde ich auch einen Aufhebungsvertrag vorziehen. Der Betrieb wird diesen auch unterschreiben. Oder er muß Deinen Mann bis zum Kündigungstermin bezahlen.

Dein Mann sollte noch mal mit dem Chef reden.

Ein mündlicher AV ist möglich und die beweislast liegt in diesem Fall beim AG. Den monat muss der AG bezahlen. Vorhaltekossten von AN. Eine rückwirkend ausgestellte Kündigung würde ich niemal unterschreiben.

Wieso einen Aufhebungsvertrag? Eigentlich hätte Dein Mann ordentlich Kündigen müssen.

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