Auf ärztlichen Rat kündigen?

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4 Antworten

Solange du krank bist, bist Du krank.

Wenn Dein Arzt Dich arbeitsunfähig schreibt weil Du psychisch und physisch nicht in der Lage bist zu arbeiten, dann ist das eben so.

Solltest Du ein Angebot für einen neuen Job bekommen, kannst Du bei der jetzigen Firma nach einem Aufhebungsvertrag fragen. Ich vermute mal, die wird da auch einwilligen weil sie von Deinem Krankenstand auch nichts hat und dann selbst auch besser planen kann.

Du brauchst ja nicht unbedingt zu erzählen, dass Du einen anderen Job hast. Der Arzt soll Dir dann ein Attest geben das bestätigt, dass Du dauerhaft in dieser Firma nicht mehr arbeiten kannst.

Wichtig ist auf alle Fälle erst einmal, dass Du wieder gesund wirst und aus dem Betrieb raus kommst. Viel Glück mit den Bewerbungen und alles Gute.

Genau aus diesem Grund gibt es ja Kündigungsfristen. Dafür haben die Arbeitnehmer sehr lange gekämpft.

Oder hättest du es gerne wenn der Arbeitgeber dich von heute auf morgen auf die Straße setzen kann?

Was du vorhast, ist nichts anderes als Sozialbetrug zu Lasten der anderen Beitragszahler der Arbeitslosenversicherung.

Wenn ein Arzt da mit macht, gehört ihm die Kassenzulassung entzogen.

Wieso Sozialbetrug? Sie ist krank, und die Arbeit ist die Ursache dafür!

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@Dotter1981

Wenn sie krank ist, wird der Arzt sie arbeitsunfähig schreiben. Das ist etwas ganz anderes, als selbst zu kündigen.

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Eine kündigung aus gesundheitlichen gründen ist durchaus möglich und eigentlich sollte dein alg1 nicht gesperrt werden.

Die realität sieht oftmals anders aus. Ich hatte eine schwere operation und konnte demnach für etwa 1 jahr meine stelle nicht mehr ausüben, somit vereinbarte ich einen aufhebungsvertrag aus gesundheitlichen gründen mit meinem AG. Ich erhielt auch ein ärztliches attest, dass ich meine bisherige arbeit nicht mehr ausüben kann für etwa 1 jahr.

Ich wurde trotzdem gesperrt und erhielt kein ALG1. Innerhalb dieser 3 monatigen sperrzeit fand ich bereits wieder eine neuanstellung in einem anderen betrieb/branche. 

Zu terminen und entsprechenden maßnahmen sollte ich trotzdem erscheinen, was ich nicht mehr erfüllte, da ich mein geld etwas sparen wollte. 

Im endeffekt hätte ich mein ALG1 einklagen müssen/sollen.

Ich würde an deiner stelle trotzdem kündigen, da du ansonsten probleme hast eine neue arbeitsstelle anzutreten.

Du könntest auch deinen AG um eine kündigung bitten. Allerdings steht dann auch im arbeitszeugnis, dass du gekündigt wurdest.

Willkommen in (exakt) meiner Situation. Habe gerade meinen Büroschlüssel abgegeben. Ich bin seit Anfang Dezember durchgehend krankgeschrieben wegen Stress (Burnout). Bewerbungen und Vorstellungsgespräche laufen längst. Du hast nach sechs Wochen Krankschreibung Anrecht auf Krankengeld und solltest dich auch bis zum Vertragsende krankschreiben lassen. Wenn du eine vorzeitige Auflösung hinbekommst, dann ist das auf jeden Fall gut. Krankengeld bekommst du solange du krank bist trotzdem weiter. Du kannst und darfst dich auch während der Krankschreibung vorstellen, ggf. auch probearbeiten etc.. Du darfst nur nichts machen was deinen Genesungsprozess behindern könnte - und ganz ehrlich: Du tust gerade alles FÜR deine Genesung. Klar, einen neuen Vertrag wirst du vermutlich erst nach Ende des alten Vertrags abschließen können. Informier dich vielleicht mal bei Verdi. Alles Gute!

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