Audi A5: Während die Querlenker ersetzt wurden, wurde der Achsschenkel gebrochen. Wer trägt die Schuld?

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4 Antworten

Hallo

die Werkstatt hat wohl "netterweise" versucht auf dein Riskio dir Kosten zu sparen.

Audi hat ab denn 90er (ab A4/A8 in Längsmotorplattform) eine recht komplexe und "fragile" Multilenker (4 Lenker) Vorderachse aus Coba-Alumium Teilen verbaut. (Hightech, gabs damals sonst nur bei Lotus, Porsche und Ferrari). Das Bauteil gab es bei VW nur im Passat W8

- https://de.wikipedia.org/wiki/Cobapress

Diese Baugruppe verschleisst "schneller" im Vergleich zu denn bisherigen Achstypen und dann kommt noch das "Alufrassproblem" nach Wintereinsätzen.
Wenn die Schraubbolzen vom Querlenker nicht mit dem Einsatz der Sonderwerkzeuge von Matra, Hazet (www.hazet.de/produktkatalog/product_info.php?products_id=896175284), Sauer oder Klaan (www.klann-online.de/de/Produkte/Webkatalog/Produktkarte/tabid/208/eid/13976/Default.aspx) aus dem Achschenkel (BZW bei Audi heisst das Bauteil Schwenklager) rauskommen wird bei Audi einfach das ganze Bauteil erneuert und keine Zeit investiert irgendwas zu "retten" oder wiederzuverwenden.
Es gibt wohl auch Audi Betriebe wo man bei Gebrauchtwagen sowieso die ganze Baugruppe ausbaut und unbesehen wegwirft weil sich die Demontage nicht rechnet und alles NEU (inklusive Radlagerträger/Radlager, ABS Sensor, Bremsscheibe, Beläge) einfach "sicherer" ist und "teuere" Werkstattstunden spart.

Als Mechaniker hast du in den Fall im Prinzip verloren. Entweder das Bauteil lösst sich oder bricht (weil Alu).
Und das ist "gut" so. Weil es besser in der Werkstatt bricht als Tage später irgendwo auf der Strasse (kam auch schon Vor, in Folge durch Verwendung von Hitze. Die Werkstatt wird auch dann gefigkt... nur kostet es dann richtig viel Kohle)

Es gibt inzwischen "bezahlbare" (6000€) Induktionsheizgeräte aber selbst damit gibt es Brüche, man darf denn Achsschenkel nicht zu weit erwärmen (Thermochromstifte oder Thermolabels zeigen das an). Also muss Hitzeschutzpaste drauf (30€ pro Kilo) und beim Heizen mit Kältespray gekühlt werden. Da ist bei 100€ Stundensätzen ein Neuteil billiger und Risikoloser.

Wobei die meisten Audi Alu-Kompenzzenten haben sowieso einen Induktionsheizer für denn Karosseriebau.

Geh einfach mal zu einer offizielen Audi Werkstatt und lass dir dort einen KV auf die selbe Reperatur geben und sieh nach ob auf dem Ausdruck 2 x Schwenklager auftauchen. Dann hast du zumindest schon mal 1 Schwenklager gespart und vermutlich 50% der Stundenkosten.

Wobei Audi beim A8 pro Seite für alle 4 Querlenker um 12 AW vorgibt & Verbundarbeiten (Aufbocken, Räder A&E, Bremse A&E, Achsvermessung, Probefahrt) .
Wie bei REFA Zeiten üblich wurde dass mit Neuteilen an 1 Jährigen Vorserienautos ermittelt und nicht an 8 Jahre alten Bauteilen. Ist also in der Praxis eh selten einhaltbar.

In der Praxis braucht man mit korrektem Sonderwerkzeug 1 Stunde pro Seite und wenn das Werkzeug nicht weiterhilft  dann versucht man es auf einer  Presse oder sägt denn Kopf ab und bohrt die Schraube auf einer Standbohrmschine komplett durch bis die nur noch Restwandstärke hat und extrahieren lässt (Zur Not geht auch Drahterrodieren aber dann ist ein Neuteil billiger)

Wenn Audi sagt das beides zusammen gewechselt werden sollte dann hats das einen Grund. Wenn bei der Demontage was kaputt geht ist es immer ein Problem zu sagen "wär es ohne Kaputt machen gegangen?" dann müsste es die Werkstatt zahlen, wenn es (offensichtlich) nicht ging ist es auf dein Fahrzeug zurück zu führen und nicht auf die Werkstatt!

Ich arbeite in ner LKW Werkstatt und ich mache Sachen nicht absichtlich kaputt aber man probiert halt es möglichst Gewaltfrei zu machen, wenn das nicht geht nimmt man etwas mehr Gewalt und das geht immer so weiter bis es entweder zu Bruch geht oder Funktioniert.

Habe schon Bremsscheiben nicht von der Radnabe bekommen mit der 100T Presse hat es dann die Nabe geknackt was soll ich dafür können das die nicht runter geht und warum sollte man dem Kunden dann das Teil zahlen?

Und warum man an einem Auto von 2008 die Querträger wechseln muss... naja sollte man so empfindliches Auto kaufen schon mal drüber nach gedacht warum man an halb so teuren Autos nach der gleichen Zeit weniger teure Reparaturen hat?

Wenn durch die beauftragten Arbeiten an deinem Fahrzeug etwas zu Bruch geht, ist die Frage, die man stellen muss: Ist es durch fahrlässiges Handeln des Mechanikers gebrochen, oder war es schon beschädigt, und wäre auch so zu Bruch gegangen?

Es wird dir sicherlich schwer fallen, nachzuweisen, dass der Mechaniker Schuld hatte an dem Bruch. Und dass Audi vorschreibt, die beiden Dinge nur zusammen zu wechseln, zeigt schon, dass die wissen, das es besser ist, den Achsschenkel gleich mitzuwechseln.

Also wird dir nichts anderes übrig bleiben, die Extrakosten zu bezahlen. Und du solltest froh sein, dass der Achsschenkel auf der anderen Seite nicht auch noch zu Bruch ging.

Eine Werkstatt kann einem Kunden leider auch viel erzählen, ohne daß der Kunde die Möglichkeiten hat, solche Aussagen ohne Weiteres nach zu prüfen.

man könnte genauso sagen, daß beim Kundendienst nach zB: 60:000 km die Hydrostössel gewechselt werden müssen. Wer kann das nachprüfen???

Ich würde mir diese Aussagen in einem anderen Audi-Vertragshaus bestätigen lassen! Am besten in Form eines unverbindlichen Kostenvoranschlages. Da stehen dann normaler Weise die benötigten Ersatzteile und die vorgesehene Arbeitszeit drin.

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@EddiR

....daß beim Kundendienst nach zB: 60:000 km die Hydrostössel gewechselt werden müssen. Wer kann das nachprüfen???

Jeder. Denn der Umfang eines Kundendienstes ist festgelegt. In meinem Fahrzeug steht das in der Anleitung, was der Kundendienst beinhaltet.

Bei meinem Astra ist der Zahnriemen fällig. Es steht nirgends, dass bei einem Zahnriemenwechsel auch die Wasserpumpe zu wechseln ist. Trotzdem hat der Werkstattleiter das vorgeschlagen. Obwohl die Wasserpumpe bis jetzt voll funktionsfähig ist. 

Der Hintergrund ist, dass es nach einem Zahnriemenwechsel bei diesem Motor häufig kurz danach zu einem Ausfall der bis dahin unauffällig arbeitenden Wasserpumpe kommt, und damit ein neuer Werkstattaufenthalt notwendig wird. So geht es auch. Und rate mal, was ich machen lasse?

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@wiki01

Du hast da teilweise recht, teilweise aber auch nicht... Es gibt viele Hersteller und Motoren, bei denen ein Zahnriemen über die Wasserpumpe gespannt wird. 

Wenn Dir bei einem solchen Fahrzeug der Werkstattmeister den Wechsel der WaPu beim Zahnriemenwechsel empfiehlt, ist das ja voll OK. Noch dazu, wenn er erklärt, warum der Tausch sinnvoll / angeraten ist.

Würde er mir das bei meinem uralten T4 mit der 1,9er Dieselmaschine empfehlen würde ich die Werkstatt verlassen. Diese WaPu wird nur über einen normalen Keilriemen angetrieben und hat nix mit dem Zahnriemen zu tun.

 Einen Serviceplan, bei dem die ausgeführten Arbeiten aufgelistet sind, bekommt man bei vielen Werkstätten. Vor allem bei Vertragswerkstätten. Leider nicht in jeder Werkstatt!

Leider gibt es mindestens  ebenso viele "schwarze Schafe" unter den Werkstattbetreibern, denen man genau so weit vertrauen kann, wie man selbst ein Klavier werfen kann.

Fragwürdig erscheint mir hier vor allem, daß auf einer Seite die Reparatur geklappt hat und auf der anderen Seite kam es zum Bruch. Warum eigentlich? Warum, wenn das so vorgesehen ist, hat man nicht direkt die beiden Achsschenkel erneuert? Aus meiner Sicht stinkt das zum Himmel! Denn dann müßte man nicht darüber diskutieren, wer die Kosten dafür trägt. Aus meiner Sicht, ganz klar die Werkstatt!

Außerdem sind die Lenker mit Traggelenken im Achsschenkel verschraubt. Und der wird mit an Wahrscheinlichkeit grenzender Sicherheit nicht erneuert, wenn man die Lenker wegen defekter Traggelenke oder Gummilager tauschen muß.

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Wenn du den auftrag gegeben hast alle 4 querlenker zu tauschen, und im vertrag steht dass es zb. 1000€ kostet, dürfen die dir für die Arbeit nicht mehr als 1000€ berechnen, auch wenn dann später noch was dazu kommt, höchsten vllt 10-15% dürfen die draufrechnen. Deshalb immer einen Kostenvoranschlag machen und die Werkastatt darauf festnageln.

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