Audi A4 B6, was empfehlt Ihr alles an Ihm zu machen?

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Die Karosserie des A4 B6 ist verzinkt. Das heißt aber nicht, dass diese nicht rostet. Typische Roststellen befinden sich an den Kotflügeln vorne wie hinten. Ersteres lässt sich hierbei leichter aus austauschen.

Auch hinter den Türabschlussleisten sammelt sich gerne der Rost. Anfangs sieht man diesen Rost überhaupt nicht. Baut man diese Leiste jedoch ab, sieht man meist erst zu spät das Ausmaß, so dass nur noch ein Austausch sinnvoll wäre.

Ein weitere typische Roststelle ist die Dachleiste oben. Dort sammelt sich gerne Wasser und lässt dann das Metall gammeln. Erkennen kann man Rostbefall unter der Leiste daran, dass die Leiste sich zum Beispiel untypisch wölbt.

Auch an der Heckklappe befindet sich ab und an Rost. 

Querlenker:

Der B6 besitzt eine 4-Lenker-Vorderachsaufhängung. Diese sorgt dafür, dass auch bei hohen Geschwindigkeiten der B6 sich kursstabil manövrieren lässt. Der Nachteil ist allerdings, dass die Querlenker schneller verschleißen (vor allem in Kombination mit einer Fahrwerkstieferlegung). Das erkennt man daran, dass man während der Fahrt ein Poltern/Klappern aus dem vorderen Bereich hört. Ersatzteilkosten liegen für ein neues Querlenkerkomplettset aus dem Zubehör von namhaften Herstellern bei ca. 300 bis 400 Euro. Problematisch wird allerdings der Austausch der Querlenker, weil die Schrauben gerne mal festgebacken sind.

Elektronik:

Der A4 B6 macht bezüglich der Elektronik eigentlich eher weniger Probleme. An Türen und am Kofferraum kann es, verschuldet durch das Alter, zu Kabelbrüchen kommen. Folgen sind nichtfunktionierende Lautsprecher, nicht angehende Beleuchtung beim Öffnen der Tür oder keine Info im FIS, dass die Tür offen ist. Solche Probleme lassen sich aber mit handwerklichen Geschickt und Reparatursätzen einfach instand setzten.

In den Türschlössern befinden sich ebenfalls Microschalter welche dafür sorgen, dass die Zentralverriegelung die Türverriegelung steuert. Ist so ein Schalter kaputt, lässt sich die Tür nicht mehr abschließen. Soll dies der Fall sein ist aber auch im Fehlerspeicher ein Fehler hinterlegt. Kosten hierfür liegen zwischen 40 und 150 Euro.

Antriebswelle:

Antriebswellen machen beim B6 eigentlich eher weniger Probleme. Bei tiefergelegten und leistungsgesteigerten B6 können die Probleme aber häufiger auftreten, da die Gelenke der Welle stärker belastet werden. Zu erkennen ist eine kaputtes Antriebswellengelenk indem man schnell und mit vollem Lenkeinschlag eine Kurve fährt. Hört man ein Poltern oder metallische Geräusche ist die Antriebswelle hin. 

Multitronic/Tiptronic

Im B6 wurden zwei verschiedene Automatikgetriebe verbaut. Fahrzeuge mit Frontantrieb wurden ausschließlich mit Multitronic ausgeliefert. A4 mit Quattroantrieb rollten mit Tiptronic vom Werk. Das Tiptronic Getriebe macht im Gegensatz zum Multitronic Getriebe wenig Probleme. Regelmäßige Getriebeölwechsel lassen die Wandlerautomatik lange leben. Anders sieht es beim Multitronic aus. Dort geht sehr oft das Steuergerät kaputt, so dass sich keine Gänge mehr einlegen lassen. Ruckeln während der Fahrt deutet auch auf verschlissene Lamellen hin. In machen Fällen hilft eine Getriebespülung mit anschließen frischem Öl. Um das Risiko solcher Schäden am Multitonic zu verhindern, bedarf es Getriebeölwechsel spätestens aller 60.000 km Laufleistung. Wird dies nicht gemacht, entstehen teurer Folgeschäden.

Scheinwerfer:

Mit der Zeit verlieren die Scheinwerfer an Leuchtkraft. Schuld hierfür sind verschlissene Scheinwerferreflektoren. Durch die hohen Temperaturen im Scheinwerfer aufgrund der Glühbirnen/Xenonbrenner, löst sich die Reflektorbeschichtung ab. Dadurch wird kann das Licht nicht mehr so stark gebündelt werden. Resultat ist eine schlechtere Lichtausbeute bei Nacht. Abhilfe schaffen entweder neue Scheinwerfer oder auch ist es möglich die Reflektoren neu bedampfen zu lassen. Letzteres bedarf es aber viel handwerkliches Geschick und vor allem Geduld.

Die Bi-Xenon Scheinwerfer (auch Xenon Plus genannt) beschlagen sehr gerne. Der Grund hierfür ist eine kleine kaputte Dichtung am Leuchtweitenstellmotor. Kostenpunkt hierfür sind lediglich 2 Euro, aber das Ergebnis unbezahlbar.

2.0 Liter Maschine:

  • Kühlmittelflansch: Auch der 2.0 Motor hat die gleichen Probleme wie der 1.8T
  • Ölverbauch: Viele 2.0 Motoren neigen zu erhöhtem Ölverbauch (bis zu 1 Liter auf 1000 km). Abhilfe schafft hier Umstellung auf ein vollsynthetisches 0W40 oder 0W50 Öl.
  • Rückschlagventil des Kurbelwellengehäuse: Motor kann unrund laufen. Um zu prüfen ob dieses kaputt ist, muss man den Öldeckel abschrauben. Wird dieser vom Motor angezogen ist das Rückschlagventil kaputt. "Tanzt" der Deckel auf dem Motor passt alles.

Erstmal gucken, ob es sich überhaupt lohnt. Öl ist schnell gewechselt, eine Ventildeckeldichtung sollte auch kein Problem sein. Das mit der Heckklappe und der Motorkontrolleuchte kann schon schwieriger sein.

Schäden instandsetzen und Wartungsstau aufarbeiten.

Woher ich das weiß:Beruf – KFZ-Meister

Volltanken und fahren. Alles andere ist ein wirtschaftlicher Totalschaden.

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