"...auch Frauen und Kinder" - verfassungsfeindlich?

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8 Antworten

Warums in den Medien so gemacht wird kann ich natürlich nicht sagen, allerdings ist das Töten von Frauen und Kindern im Krieg schon seit langer Zeit ein Zeichen für Kriegsverbrechen oder dass der Gegner einfach jeden tötet den er findet. Ich würde sagen diese Bezeichnung hat sich einfach von da her durchgesetzt und wird eher als "Es werden auch unschuldige Menschen getötet" verwendet.

Ursprünglich kommts hald davon, dass Männer einfach Soldaten wahren und daher Gegner, Kinder oder Frauen aber keine Bedrohung für den Feind dargestellt haben, in so fern war das Töten Unschuldiger früher meist das Töten von Frauen und Kindern.

Heute sieht es natürlich anders aus, es gibt auch viele Männer welche keine Kombattanten sind und Frauen welche Kämpfer sind, in manchen Fällen sind es leider sogar Kinder.

Ich finde die Bezeichnung "Frauen und Kinder töten" als bezeichnung für das Töten Unschuldiger auch nicht mehr Zeit gemäß, denke aber dass es eben so gemeint ist und nicht sagen soll, dass es besser ist unbwaffnete Männer zu töten.

Wobei ich muss sagen, dass ich in vielen Nachrichten diese Phrase eigentlich gar nicht wirklich kenne, da ist meist die Rede vom "Töten von Zivilisten".


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Kommentar von allgu007
03.02.2017, 02:48

Vielleicht ist das "Kindchenschema" eine Antwort auf meine
Frage. Solange wir Männer noch niedliche Kinder waren, wurden wir von
Frauen noch für liebenswürdig gehalten. Sobald wir aber goß und stark
wurden, sind wir nur noch fürs Geldverdienen, Versorgen und Verteidigen
gut genug.

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Wer Lust hat Krieg zu führen, der ist eindeutig ein Fall für die Psychiatrie!

Ich war selber bei der BW, weil ich das als notwendig empfand. Im Gegensatz zu den meisten anderen Ländern werden Soldaten in Deutschland von vielen, nicht allen, wenig geschätzt - damit muß man umgehen.

Was deine Frage wg. "Frauen u. Kindern" betrifft, so steht das zuvorderst als Synonym für Zivilisten, also Nichtkombattanten und dann auch noch die schwächeren Teile einer Bevölkerung. Soldaten sind zu deren Schutz da und nicht um sie zu killen!

Daß es in fast jedem Krieg zu Exzessen kommt, wenn auch meist nicht oft, liegt an verschiedenen Dingen:

- Politiker: die waren meistens nie selber Soldat und haben keine Vorstellung von Krieg. Aus einem "humanitären Notstand" kann aber ganz schnell ein Kriegseinsatz werden. 

- Aus innenpolitischen Gründen werden Mittel zurückgehalten, die die Truppe vor Ort benötigt. Zu wenige Soldaten mit zu schlechtem Material bedeutet aber zwangsläufig, daß die Truppe viel härter zuschlagen muß um sich zu behaupten.

- Eine überforderte Truppe reagiert gewöhnlich nervös und dann kommt es eher zu sogenannten Kollateralschäden.

- Wenn dann noch immer wieder die gleichen Truppenteile in Kampfeinsätze geschickt werden steigt die Wahrscheinlichkeit schwerer, psychischer Störungen (PTBS) und wenn solche Soldaten in kritische Situationen geraten, dann kann es passieren, daß sie durchdrehen (siehe z.B. My Lai).


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Dein Ansatz ist nachvollziehbar, allerdings glaube ich, dass du da was missverstehst.

Natürlich ist die Formulierung "auch Frauen und Kinder" kritisch. Allerdings liegt hier der Grundgedanke des "Mannes als Kämpfer" dahinter, unter dem Männern - die in den meisten Kulturen dieser Welt und dieser Zeit als allgemein "wehrfähig" angesehen werden - als sog. Kombattanten kategorisiert werden. Non-Kombattanten dagegen sind Personen, die eigentlich nicht aktiv im bewaffneten Konflikt verwickelt sind. Diese Nicht-Kombattanten umfassen für gewöhnlich - bedingt durch das Geschlechterbild der meisten Kulturen - eben neben Kindern, Behinderten, Alten auch ganz allgemein Frauen.

Glaube mir, viele Frauen sehen diese Formulierung auch kritisch, weil sie eben impliziert, dass sie nicht in der Lage seien sich zu verteidigen. Wiederum siehst du als Mann dich diskriminiert, da die Aussage dich augenscheinlich als "weniger Wert" tituliert. Es gibt also durchaus zwei Seiten der Medaille.

Ich muss dir aber zustimmen: Es gibt ja genauso auch Männer, die nicht am bewaffneten Konflikt teilhaben, obwohl sie wehrfähig sind - gleichzeitig werden potentielle weibliche Kombattanten unter den Tisch gekehrt (besonders kurdische Soldatinnen). Das bedauere auch ich, möchte aber abermals daraufhinweisen, dass dies keine Einbahnstraße ist.

Es ist glaube ich von Nöten zu verstehen, warum ausgerechnet die Formulierung "auch Frauen (und Kinder)" angewandt wird und nicht, wie es wohl richtiger wäre "auch Nicht-Kombattanten". Die meisten Medien denken, würde ich behaupten, nicht weiter über diese Ausdrucksweise nach - allerdings ist sie emotionaler als ein Fachausdruck oder eine Umschreibung (wie z.B. "auch Unbeteiligte") und soll die "Schlechtheit" des Krieges betonen. Ich glaube deswegen, dass es zuweit geht von einem Verfassungsbruch zu reden. Demnach müsste man ja auch das Nicht-Gendern - ob man es nun mag oder nicht - als eine gewisse Form der Diskriminierung verstehen. Es wird ja nicht verschwiegen, dass es Opfer beider Geschlechter gab, lediglich die Formulierung lässt durchaus zu Wünschen übrig.

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Kommentar von allgu007
03.02.2017, 02:48

Vielleicht ist das "Kindchenschema" eine Antwort auf meine
Frage. Solange wir Männer noch niedliche Kinder waren, wurden wir von
Frauen noch für liebenswürdig gehalten. Sobald wir aber goß und stark
wurden, sind wir nur noch fürs Geldverdienen, Versorgen und Verteidigen
gut genug.

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Es geht wohl eher um die Unterscheidung zwischen Zivilisten und Soldaten, nicht um die Unterscheidung zwischen Männern und Frauen.

Dass alles, was Kindern Schlechtes widerfährt, als besonders schlimm empfunden wird, ist wohl natürlich und hat im Ursprung mit Brutpflege und Arterhaltung zu tun.

Soldaten führen den Krieg, Zivilisten nicht. Und es sind durchaus nicht nur männliche Soldaten, sondern auch zahlreiche Soldatinnen. Da wird nicht unterschieden. Unter den Zivilisten sind es auch die Alten, die beklagt werden.

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Kommentar von allgu007
03.02.2017, 02:26

Ehrlich gesagt, das klingt zwar vernünftig, es überzeugt mich aber nicht wirklich. Es sind doch intelligente Journalistinnen, die so was formulieren. Warum sagen sie dann nicht: "Auch Zivilisten waren dabei?", - nein, es wird aufs Geschlecht und Alter bezogen. Ich als Mann ziehe daraus regelmäßig den Schluss: Männer sind in Augen der Frauen Wegwerfware, nicht schade, im Krieg getötet zu werden.

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Du hast zum Teil Recht, diese Ausdrücke sind irreführend. Ursächlich ist aber nicht die Abwertung von Männern, sondern das Männer in Kampfgebieten häufig als Kombattanten eingeordnet werden und zum Teil sind. Wenn von Frauen und Kindern die Rede ist, sollen zivile Opfer betont werden.

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Grundrechte schützen den Bürger vor dem Staat.

Verfassungswidrig wäre es, wenn dich der Staat wegen deines Geschlechts diskriminieren würde

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Das Töten von zivilen Männern und männlichen Soldaten hat nicht weniger Gewicht als das weiblicher Personen und der Kinder. Der Unterschied ist darin zu sehen, dass Kinder als besonders schützenswert erachtet werden, da sie auf die Betreuung und Pflege durch Erwachsene angewiesen sind. Und der Unterschied von Männern zu Frauen ist, dass ein Mann jederzeit ohne Einschränkung Nachkommen produzieren kann. Das ist für eine Frau nicht der Fall. Sie kann nur innerhalb von ca. 1 Jahr 1 Kind zur Welt bringen. Daher ist zum Erhalt der Bevölkerung die Frau besonders wichtig.

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Kommentar von allgu007
03.02.2017, 02:40

Machst du also den Lebenswert eines Menschen von seiner Reproduktionsfähigkeit abhängig? Sind für dich impotente Männer, verstümmelte Frauen, Behinderte weniger wert als vermehrungsfreudige Zeitgenossen? Denkst du auch mal an die Überbevölkerung?

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Kommentar von nax11
03.02.2017, 03:03

Das Töten von zivilen Männern und männlichen Soldaten hat nicht weniger Gewicht als das weiblicher Personen und der Kinder

Du hast das zwar noch etwas relativiert und im Frieden ist das tatsächlich gleichwertig, aber im Krieg gelten andere Regeln!

Im Krieg kämpfen Soldaten gegen Soldaten - tote Soldaten sind zwar auch nicht schön, aber das ist nun mal der Effekt, wenn man aufeinander schießt. Dabei wird wiederum relativiert zwischen toten eigenen und feindlichen Soldaten.

Zivilisten zu töten hingegen ist ganz böse! Die sind deshalb nicht mehr wert, aber im Gegensatz zu den Soldaten sind sie unbewaffnet und nicht an einen Ort gekommen um Krieg zu führen - sie wohnen dort. Was die Unterscheidung von Zivilisten in Männer, Frauen, Kinder betrifft, so handelt es sich um eine Abstufung der Verletzlich-keit von Personen. Für einen Soldaten ist die versehentliche Tötung von Zivilisten (Kollateralschäden) schon übel und es steigert sich je schwächer die getötete Person ist - das ist normales Empfinden!

Mit den potentiellen Nachkommen hat das nichts zu tun, viel eher damit, daß die Mehrheit der Männer heterosexuell ist, weshalb eine getötete Frau den Soldaten an die eigene Frau/Freundin zuhause erinnert und ein Kind an das eigene Kind.

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das ist doch eine blödsinnige wahrnehmung der medienrealität.

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