AU nicht an KK geschickt, ´nachträgliche Forderung?

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7 Antworten

Krankengeld gibt es nicht nur, wenn man 6 Wochen am Stück krank ist, sondern auch wenn man wegen der selben oder einer gleichartigen Erkrankungen mehrfach krank ist. dann werden diese Erkrankungszeiten zusammenaddiert. und wenn das dann zusammengerechnet 42 Tage ergibt (also die 6 Wochen voll sind), fällt man auch ins Krankengeld. aber gezahlt wird nur, wenn die Krankmeldung bei der Kasse auch vorliegt.

idR fordern die Kassen immer dann die Krankmeldungen an, wenn der Arbeitgeber einen Antrag auf Prüfung der Krankzeiten gestellt hat. d.h. der Arbeitgeber will wissen, ob die ganzen Krankmeldungen, die er vorliegen hat, in irgendeinem Zusammenhang stehen. die Diagnosen erfährt er dabei nicht, sondern nur, ob die Krankzeiten irgendwie zusammen gehören, also die selbe oder gleichartige Diagnose haben.

wer seine Krankmeldungen nicht bei der Krankenkasse einreicht, dem verweigert die Krankenkasse dann das Krankengeld. denn es ist gesetzlich geregelt, dass die Krankmeldung bei der Krankenkasse sofort einzureichen ist.

das ist besonders blöd, wenn sich im Nachgang rausstellt, dass die Erkrankungen zusammenaddiert werden können und der Arbeitgeber deshalb rückwirkend die Lohnfortzahlung beendet und zuviel gezahlte Lohnfortzahlung von seinem Arbeitnehmer zurückfordert UND die Krankenkasse wegen fehlender Krankmeldung auch kein Krankengeld zahlt.

und wer denkt, dann reiche ich sie halt nach und bekomme dann das Krankengeld nachgezahlt, der täuscht sich. der Anspruch auf Krankengeld besteht erst, wenn die Krankmeldung bei der Kasse vorliegt. für zurückgelegte Zeiten ohne Vorliegen der Krankmeldung gibt es keine Nachzahlung.

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Ich hatte mal das Problem, dass ich so 3-Tages-Krankschreibungen wegen Verdauungsproblemen oder kleineren Infekten zwar meinem AG, nicht aber der KK geschickt hatte. Etwas später hatte ich dann eine OP mit insgesamt 6-wöchiger Krankschreibung. Mein AG meldete das an die KK, da er pauschal davon ausging, dass die vorherigen Krankschreibungen mit dieser zusammen hingen und ich deswegen nach weniger als 6 Wochen schon Krankengeld bekommen müsste. Die KK wiederum schrieb, sie habe keinen Nachweis, also gäbe es erst nach 6 Wochen Krankengeld. Ich hatte dann eine Woche Zeit, die fehlenden Krankenscheine nachzureichen.

Ganz konkret hätte mich das also eine Menge Geld kosten können, wenn ich die nicht hätte nachreichen können.

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beim ausstellenden arzt eine kopie holen und nachreichen. die krankenkasse kann sich , falls die AU nicht vorgelegt wird, das geld vom arbeitgeber zurückfordern , bzw. er holt sich das wieder von dir.

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Kommentar von Griesuh
13.10.2016, 08:55

Stimmt so nicht. Lese meine anderen Kommentare dazu.

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Im schlimmsten Fall erhält sie bei lückenhaft eingereichten AU bei der KK ein gekürztes oder überhaubt kein Krankengeld ( Lohnersatzleistung)

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Hier einmal für alle die nicht wissen wie eine AU ausschaut:

http://www.kbv.de/media/sp/02\_Mustersammlung.pdf

Die ersten 3 gelben Scheine sind eine AU.

Das 4. weise Blatt ist für den Arzt.

Und auf jedem Blatt steht für wen dieses Blatt ist.


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? Seit wann schickt AN AU an KK? Arbeitet sie bei der KK?

Der Arzt kann ein Duplikat ausstellen, hat es ja im Computer/Akte.

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Kommentar von wernher88
13.10.2016, 08:36

Der große Schein muss immer an die KK geschickt oder abgegeben werden. Es gibt Fälle wo diesen Weg die Praxis übernimmt. Ich muss auch jedesmal in die Stadt und den Zettel einwerfen.

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Kommentar von Griesuh
13.10.2016, 08:36

Jetzt kannst du wieder etwas lernen: Eine AU, die du vom Arzt erhälst besteht aus 3 Blättern. Auf dem 1. Blatt steht: für den Arbeitgeber, auf dem 2. Blatt steht für die Krankenkasse und das 3. Blatt ist für dich.

Eine AU musst du zeitnah deinem AG und deiner Krankenkasse zukommen lassen. Das ist nötig um im Falle der Krankengeldzahlung lückenlos die AU zeiträume belegen zu können. Ansonsten gibt es kein Krankengeld ( Lohnersatzleistung) von der KK.

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Kommentar von JollySwgm
13.10.2016, 08:38

Bei jeder AU Bescheinigung bekommt der AN zwei Ausfertigungen.

Eine davon ist für den Arbeitgeben und die zweite für die Krankenkasse.

War schon immer so.

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Kommentar von eni70
13.10.2016, 10:31

Die Info mit dem Duplikat hat dir ja nun hoffentlich geholfen,w er es einreicht ist em Ende egal, nur haben muss es die KK. Aber schön, zum as so eine Frage alles führen kann, siehe die ausufernden Kommentare :D

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Sie soll sich doch einfach ein duplikat von der praxis holen und dann dahin schicken

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