Atypischer Autismus - Therapie?

4 Antworten

Das kommt auf den individuellen Autisten an.
Ich finde wichtig, dass nicht zu viel therapiert wird und vor allem nicht darauf abgezielt wird, autistisches Verhalten wegzutrainieren. Ein gutes Coaching durch einen auf Autismus spezialisierten Therapeuten/Coach halte ich für sinnvoll. Der schaut dann ganz individuell, was nötig zu lernen ist, wie es beim Autisten auch stressfrei gut ankommt und legt aber auch wert darauf, dass der Autist lernt, mit seinem Autismus zu leben, nicht gegen den Autismus.

Wenn überhaupt, therapiert man die individuellen Symptome. Das heißt, man findet zunächst heraus, womit genau der Autist Schwierigkeiten hat und woher diese stammen. Mit diesem Wissen lassen sich dann Workarounds trainieren.

Versteht jemand z.B. keine Redewendungen, dann kann die Lösung sein, ganz viele Redewendungen auswendig zu lernen. Oder die Rückfrage "Wie bitte meinst du das?" in Rollenspielen einzuüben.

Erträgt jemand z.B. die Reizüberflutung auf der Straße nicht, kann die Lösung im Aussuchen passender Ohrstöpsel und Sonnenbrillen bestehen. Und so weiter, bis der Autist gut zurecht kommt.

Ich habe selbst eine inzwischen erwachsene Tochter mit Asperger. Inzwischen wird sie von einer Autismus-Ambulanz mit betreut, das heißt, sie wendet sich dorthin, wenn es Fragen gibt. Ansonsten hat sie einen Beruf und eine Familie, und das bekommt sie auch hin.

Ich denke, du kennst dich mit dem Thema selbst bereits gut aus, weil du hier öfters schreibst. Dennoch, es ist mir einfach wichtig, an dieser Stelle nochmals einen Kommentar zu schreiben für den Fall, dass Eltern diesen Thread lesen, die auf der Suche nach Hilfe sind.

Im Moment ist für mich besorgniserregend, zu sehen, dass viele verzweifelte Eltern gefährlichen Scharlatanen und Heilsversprechern vertrauen, die sich nicht scheuen, regelrechte Foltermethoden zu propagieren. Man soll den Kindern einen Einlauf machen mit Substanzen, wie wir gemeinhin als "Abflussfrei" kennen - das ist eine gefährliche, ätzende Chlorbleiche! Das Ganze soll als "Alternativmedizin" daherkommen. Leider wird solchen Menschen immer mehr vertraut, ohne dass man untersucht, was auf dem alternativen Gesundheitsmarkt so vertrieben werden kann. Gestern gab es in Hannover gegen eine Veranstaltung dieser Leute, die auch noch ironischerweise "Spirit of Health" hieß, eine Demonstration und es gibt gute Informationen dazu.

Ich möchte dir deshalb dringend raten, sehr vorsichtig zu sein bei derartigen "Heilsversprechen":

http://blog.gwup.net/2014/04/28/warum-foltert-ihr-kinder-die-mms-demo-in-hannove...

Alles Gute für euch!

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Liebe Grüße,

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