Attest schon am 1. Tag?

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15 Antworten

 Ist so etwas normal bzw. ist das rechtlich überhaupt erlaubt?

Ob das normal ist oder nicht, sei mal dahingestellt, bei uns braucht man nach drei Tagen eine AUB.

Es gibt Betriebe die verlangen eine AUB erst nach dem dritten Krankheitstag, andere AG möchten nach dem 2. Krankheitstag oder sogar ab dem ersten Tag eine AUB vorgelegt haben.

Gesetzlich sind alle Vorgaben. Im § 5 Abs. 1 Entgeltfortzahlungsgesetz steht:

"Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der AN eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen.

Der AG ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen."

In vielen Betrieben die die Regelung mit drei Tagen anwenden fordern die AG aber bei AN die häufig mal einen oder zwei Tage ohne AUB fehlen eine Krankmeldung ab dem ersten Krankheitstag.

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ja, das ist erlaub.

Bei uns ist es bei allen befristet Angestellten so, egal ob normaler Angestellter, Hilfskraft oder Auszubildender.

Steht immer im Arbeitsvertrag, wenn man nicht will, dann muss man den Job ja nicht annehmen. 

Ich finde es nervig, weil ja manchmal einfach ein Tag ausruhen reicht und der Arzt einen gleich 2-3 krank schreibt (da sagt man dann ja auch nicht nein), aber muss die Firma wissen...

Statt sich auszuruhen muss man irgendwie zum Arzt kommen (auf dem Dorf nicht einfach, wenn die Eltern das Auto brauchen) und dann da noch mindestens (wenn man Glück hat und es schnell geht) eine Stunde warten muss, ehe man (mit Termin!) dran kommt. Habe da auch schon über 3 Stunden gesessen und gewartet, da allerdings ohne vorherigen Termin... Zwei Stunden mit Termin zu warten ist aber noch üblich... Alle Ärzte hier sind nämlich überlastet... Im besten Falle holt man sich beim warten dann noch was anderes, das Immunsystem ist ja eh schon am Ende seiner Kräfte...

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Die Forderung ist rechtlich in Ordnung und erlaubt:

In der Regel gilt § 5 Entgeltfortzahlungsgesetz: Der Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen.

²Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowei deren voraussichtliche Dauer am darauffolgenden Arbeitstag vorzulegen.

³Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen.

Auf Grund des 3. Satzes des § 5 hat das Bundesarbeitsgericht (BAG) bereits am 14.11.2012 entschieden,das der Arbeitgeber schon ab dem ersten Tag der Krankheit eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung verlangen kann, ohne dafür einen Grund nennen zu müssen.


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Ja, das ist erlaubt. Generell gilt erstmal die Regelung aus dem Entgeltfortzahlungsgesetz, wo man ein Attest erst braucht, wenn man mehr als drei Tage krank ist. Das Gesetz erlaubt aber auch dass der Betrieb ein Attet schon ab dem ersten Tag verlangen kann. Das wird dann per Anweisung oder im Arbeitsvertrag festgelegt.

Es wurde früher so gehandhabt, dass der Betrieb dies dann verlangt hat wenn jemand durch einzelne Krankheitstage zum Beispiel immer Montags aufgefallen ist. Heute verlangen (leider) viele Betriebe grundsätzlich von allen Beschäftigten ein Attest ab dem ersten Tag. Scheinbar betrachtet man alle Beschäftigten erstmal als potenzielle Betrüger.

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Das ist tatsächlich bei den meisten Arbeitgebern der Fall. Es ist völlig normal und rechtlich erlaubt.

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Jap, das kann der Arbeitgeber fordern.

Ich hatte aber auch schon Arbeitgeber, die eine AU erst ab dem dritten Krankheitstag gefordert haben, wobei dies dem "Blaumachen" Tür und Tor öffnen kann.

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Kommentar von PeterSchu
16.06.2016, 14:39

Warum immer diese üblen Unterstellungen? Die gesetzlichen Regelungen, dass man erst bei mehr als drei Tagen ein Attest braucht, gibt es schon seit Jahrzehnten. Und wenn ein Betrieb der Ansicht ist, dass jemand blau macht, hat er auch Mittel, was dagegen zu unternehmen.

Die Regelung dass man ein Attest sofort braucht, kann dazu führen, dass jemand, der sich ansonsten nach einem Tag zur Arbeit begeben hätte, dann von Arzt mehrere Tage krank gedchrieben wird.

Im Übrigen ist es so, dass mittlerweile mehr Leute krank zur Arbeit gehen als es soche gibt, die blau machen.

http://www.zeit.de/karriere/2016-01/praesentismus-grippe-arbeit-krankheit

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Das ist bei uns ebenfalls der Fall. Jeder Betrieb darf das selber entscheiden.

Viele Betriebe machen das meist aber oft nur, wenn ein Arbeitgeber zu oft Krank ist und das Gefühl gibt, das er nicht wirklich Krank war. 

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Ja ist es.

Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass grundsätzlich erst nach 3 Tagen ein Krankenschein nötig ist.

Es ist aber so, dass nach 3 Tagen immer die Pflicht besteht, aber der AG schon am 1 Tag einen Schein verlangen kann.

Meine persönliche Meinung dazu ist, dass man weder Karenztage nach die 3 Tage braucht. Wenn ich so krank bin, dass ich nicht arbeiten kann, kann und muss ich zu Arzt gehen.

Anderenfalls geht es mir nicht so schlecht, dass es nötig ist zu Hause zu bleiben.

Entweder bin ich krank, oder ich bin es nicht.

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Kommentar von PeterSchu
16.06.2016, 14:34

"Es ist ein weitverbreiteter Irrglaube, dass grundsätzlich erst nach 3 Tagen ein Krankenschein nötig ist."

Sorry, aber du schreibst Unsinn.  Schau dir bitte mal das Entgeltfortzahlungsgesetz an und du wirst feststellen, dass sie Vorlage einer Bescheinigung grundsärtlich erst nach dem dritten Krankheitstag notwendig ist. Das gilt grundsätzlich dann, wenn nichts anderes vereinbart ist, denn der Betrieb kann die Bescheinigung auch schon früher verlangen.

Aber auch da solltest du darauf achten, dass es heißen muss "ab dem ersten Tag" und nicht "am ersten Tag". Niemald kann verlangen, dass der Schein noch am gleichen Tag im Betrieb ist, sondern er kann mit der  Post geschickt werden.

"§ 5 Anzeige- und Nachweispflichten

(1) Der  Arbeitnehmer ist verpflichtet, dem Arbeitgeber die Arbeitsunfähigkeit und deren voraussichtliche Dauer unverzüglich mitzuteilen. Dauert die Arbeitsunfähigkeit länger als drei Kalendertage, hat der Arbeitnehmer eine ärztliche Bescheinigung über das Bestehen der Arbeitsunfähigkeit sowie deren voraussichtliche Dauer spätestens an dem darauffolgenden

Arbeitstag vorzulegen. Der Arbeitgeber ist berechtigt, die Vorlage der

ärztlichen Bescheinigung früher zu verlangen."

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Kommentar von Angel941
17.06.2016, 17:46

Man braucht immer eine Krankmeldung ab dem 1. Arbeitstag wegen der Lohnfortzahlung, auch wenn man erst am 3. Tag zum Arzt geht. Daher fragen die Ärzte auch immer seit wann die Beschwerden bestehen bzw. sind sie zu Hause geblieben.

Ansonsten wäre es eine Unterbrechung der Beschäftigung sowie der Sozial/Rentenversicherung. Das muß lückenlos sein.....

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Bei vielen Firmen ist das normal. Bei meinem Arbeitgeber war das auch so.

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Bei uns ist das auch so. Das kann der Betrieb halten wie er will.

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Ja, das ist erlaubt zu fordern und ich kenne es auch nicht anders.

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Ja, das ist rechtlich erlaubt. Viele Betriebe verlangen das.

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...normal nicht, aver arbeitsrechtlich zulässig wenn wirksam vereinbart

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Ja,das kann der Arbeitgeber machen

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Der Arbeitgeber kann das fordern, ja!

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