Atomtest Thüringen 1945?

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5 Antworten

Die deutschen Atomwissenschaftler waren (ob absichtlich oder unabsichtlich ist nicht geklärt), technologisch noch weit davon entfernt, eine kontrollierte oder unkontrollierte Kettenreaktion durchzuführen. Es gab keine nennenswerten Aktivitäten zur Anreicherung von 235U oder Erzeugung von 239Pu. Große Bestände des für einen Uranmeiler als Moderator bestimmten schweren Wassers und die Anlage von Norsk Hydro  zu seiner Herstellung wurden in Norwegen von den Alliierten zerstört.

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Meine Güte, woher hast Du denn diese Info wieder?

Nein, es gab keine Atombomben-Tests in Deutschland. So weit waren die Nazis nicht.

Erstens hatten die Deutschen keine Atombomben und zweitens hatte die V2 keine große Reichweite. Die hatte es gerade mal mit Mühe nach England geschafft. Auch die Zielgenauigkeit war nicht so genau, so dass selbst, wenn sie den Weg über den Atlantik geschafft hätte, niemand hätte sagen können, ob sie in New York oder Rio de Janeiro gelandet wäre.

Auch die U-Boote hätten nichts machen können, da es eine ganze Flotte hätte schaffen müssen, um auch die nötige Abwehr zu schaffen. So weit mir bekannt, gab es einen Versuch hierfür, aber zum einen war die Flotte viel zu klein und zum anderen war die Navigation damals so bescheiden, dass die überall ankamen, nur nicht in NY – mal abgesehen von der US-Abwehr und – wie gesagt – gab es sowieso keine deutschen A-Bomen.

Das "erbeutete" Uran waren Test-Mengen. Die weiteren benötigten Mengen holten sie die USA aus eigenen Quellen.

Die US-Atom-Forschung basiert hauptsächlich auf deutschem Know-How und deutschen Wissenschaftlern – genau, wie das der Sowjets. Ohne die deutschen Wissenschaftler und Forschung, sähe die Welt heute ganz anders aus – aber das würde sie auch, wenn Deutschland nicht die Führungs-Rolle in den beiden Weltkriegen gespielt hätte.

Wenn es Dir um die "bösen" Amerikaner geht, muss ich Dich enttäuschen:
Wer Krieg führt und Bomben schmeißt ist eine elendes Stück Sch... !!!
Das trifft auf JEDEN zu – auch auf uns ...

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Kommentar von VortexDani
12.07.2016, 17:56

ja, viele wichtige Wissenschaftler sind in DE aufgewachsen und geboren und während des Krieges ausgewandert (häufig wegen jüdischer Abstammung) so auch die wichtigen Ungarn Leó Szilárd und Edward Teller, die zeitweise in DE studiert und promoviert hatten... aber auch solche wie Enrico Fermi etc. - sie standen aber alle im Austausch aus der Neugier heraus bis die Kontakte zu den in DE verbliebenen Wissenschaftlern blockiert oder erschwert wurden... man kann generell sagen, dass jeder auf den Entdeckungen eines anderen aufgebaut hat, manchmal auch hin und her :) DE war aber vom Ende des 19. Jh. bis in die 40er sehr wichtig für die Physik... das Manhattan Projekt hat vor allem durch die Auswanderung profitiert - Hitler brauchte zwar einen Schuldesel, einen Motor für Wirtschaft um die starke Arbeitslosigkeit zu verringern und somit schnell Sympathisanten zu gewinnen...

Doch hat er damit neben vielen strategischen Fehlentscheidungen vor allem im Atomprogramm und weiteren Entwicklungen die eigene Forschung geschwächt -(klar war das dulden der jüdischen Bevölkerung etc. Ideologisch nicht vereinbar nach Hitlers Interpetation, deren Auslage er wiederum in Burschenschaften während der Zeit in Österreich-Ungarn vorgedacht bekam und vom historisch verbreiteten Antisemitismus profitierte... obwohl er Anfangs noch einen jüdischen Freund hatte.

Friedrich Ratzels Ideen und der Sozialdarwinismus wurden von Karl Haushofer instrumentalisiert und von Hitler und dem NS-Regime in der Geopolitik des Lebensraum und der Rassenvorstellungen missbraucht; in letzterem waren sie nicht unbedingt direkt Nährboden, die Ansichten gab es schon vorher; Haushofer distanzierte sich schnell, war aber anfangs mit Rudolf Heß befreundet.. sein Sohn wurde des Verrats beschuldigt und hingerichtet)

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Nein, besagte Tests gab es nicht. Die Menge an radioaktiven Material war wirklich nur in Labormengen vorhanden.

Was aber in großen Mengen von der I.G Farben produziert worden ist war das Nervengift Tabun. Dieses in Kombination mit der V2 ( und der neue Kreisel-Stabilisierung) und Nebelwerfern hätte ein großes Fiasko werden können. Zum Glück hatte die Chemiker damals nicht fahrlässig gehandelt und nie die ganzen Forschungsergebnisse an Adolf Hitler übertragen.

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Kommentar von VortexDani
12.07.2016, 17:29

absolut richtig, sogar das Japanische Atomprogramm war weiter als das Deutsche, konnte natürlich auch einige Monate länger forschen durch die spätere Kapitulation - der erste Atomkraftwerk Japans in Tokyo ging fast in Betrieb, wurde allerdings 1945 bei einem Luftangriff zerstört - aber die Raketentechnik war 1945 (siehe Fragesteller) bei weitem nicht für Zielgenauigkeit über den Atlantik und solcher Tragekapazitäten ausgelegt...

es gibt keine durch Bodenproben gemessenen Hinweise, dass je eine Kernwaffe in DE gezündet wurde, das wäre einfach nachweisbar ;)

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Völliger Quatsch alles. Aus welchem 88-Forum hast du den Mist denn?

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Man hätte zum Beispiel vom U Boot aus Atomraketen auf New Jersey und New York ballern können.

Hätte man damals ein A-Bombe gehabt, und
hätte man damals eine von einem Uboot startfähige Rakete gehabt, und
hätte man dann noch das entsprechende Uboot gehabt.

Hatte man aber alles nicht.

Und Gerüchte über den Versuch gibt e schon lange:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/entwicklung-der-atombombe-wettrennen-gegen-die-angst-a-366876.html

http://www.welt.de/print-welt/article557886/Die-geplatzte-Bombe.html

http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/leben/detail/-/specific/Historiker-Nazis-zuendeten-1945-zwei-Atombomben-in-Thueringen-592956324

https://de.wikipedia.org/wiki/Rainer_Karlsch#Zur_Kernwaffenentwicklung_im_Dritten_Reich

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