Atomkraftwerke Uran bald nicht mehr vorhanden?

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7 Antworten

Auf Wikipedia steht, dass die Uranvorkommen noch 20-200 Jahre reichen werden. Schon an dem riesen Unterschied in den angegebenen Zeiträumen sieht man, dass es sich nur um Schätzungen handeln kann. Niemand weiß schließlich genau wie viel Uran noch wo auf der Erde lagert.

https://de.wikipedia.org/wiki/Uran#Abbau

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Es gibt ziemlich viel Uran, an vielen Stellen in der Welt. Viele Lagerstätten sind noch nicht mal erschlossen. Die derzeit größten in Betrieb befindlichen Lagerstätten liegen in Australien, Namibia und Kanada.

https://de.wikipedia.org/wiki/Uranlagerst%C3%A4tte

Die beiden größten (noch nicht erschlossenen) Lagerstätten liegen in Marokko. Ich kann mir derzeit nicht vorstellen, dass das Uran auf absehbare Weise knapp würde.

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Weltweit gibt es 1647 Lagerstätten mit rund 48.087.912 Tonnen Uran - und das sind nur die bekannten und teilweise unerkundeten Lagerstätten, es gibt noch viel Mehr. 99 Lagerstätten der genannten Menge fördern aktuell Uran. Es geht dabei lediglich um diese Vorkommen. Nach IAEA und OECD kann man mit diesen sicheren Reserven mit Reaktoren der Generation III noch 219 Jahre überdauern. Statistisch aber, das heißt mit unserer aktuellen Konstellation, sind es 153 Jahre.

Alleine die möglichen Reserven machen jedoch noch mal bis zu 233 zusätzliche Jahre aus. Mit der Wiederaufbereitung und dem EInsatz von modernen schnellen Reaktoren, könnte die Reichweite stark ausweiten mit einem gesicherten Betrieb die nächsten 37485 Jahre bzw. mit den möglichen Reserven 57085 Jahre. Grund hierfür ist, dass nicht aufgebrauchtes Spaltmaterial, neu gewonnenes Spaltmaterial und Stoffe, die zum Brüten dienen, eingesetzt werden können und die Energieausbeute effizienter stattfindet als in unseren traditionellen thermischen Reaktoren.

Hinsichtlich der Tatsache, dass es sich bei den 153 nur um die sicheren Reserven handelt, ein Großteil noch gar nicht ausgelotet ist, was machbar ist, sind solche Projektionen von wegen "Uran wird knapp" eher versuchte Medienkampagne als objektive Berichterstattung über die Situation.

Siehe dazu auch: http://de.nucleopedia.org/wiki/Uranbergbau

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Kommentar von Bodaway
20.10.2016, 16:00

ziemlich objektive quelle, NICHT! Uranbergbau ist übrigens noch schlimmer als Braunkohle abbau, so umwelt und energiemäßig

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So einfach ist das nicht.

Viele Spaltprodukte des Urans können ebenfalls für Brennstäbe verwendet werden. Wenn das Uuran wirklich alle ist hängt also wesentlich davon ab, wie gut es recycled wird.

Auch aus Plutonium kann man Energie gewinnen.

Übrigens gibt es sogar in der Asche von Kohlekraftwerken genug radioaktives Material um daraus Brennstäbe zu bauen.

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Kommentar von mgausmann
20.10.2016, 14:37

Noch besser: Thorium

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Kommentar von Bodaway
20.10.2016, 15:59

komisch warum das dann nicht passiert, sehr seltsam... vielleicht weil es nicht sinnvoll ist.

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es gigbt Menschen, die an die Sinnhauftigkeit von Wideraufbereitung von Uran, und damit an die Unendlichkeit von Atomstrom glauben.
Tatsächlich gibt es Wiederaufbereitungsanlagen. (WAA),
- 4 bzw 6 Stück. welweit: Davon sind drei (Sellfafield, La hague, Majak) bekannt für diverse Sicherheitsmängel, GAUs, vielfältige Formen von Explosionen sowie einen leichtsinnigen Umgang mit radioaktiv kontaminierten Materialien, u.a. Wasser. In allen lagert übrigens auch deutscher Atommüll. (nach Majak wird so weit ich weiß aber nichts mehr gefahren, da es dagegen vielfältige Proteste gab)

Das Ganze ist nicht nur deshalb so umstritten, weil bei der Wiederaufbereitung nicht nur wiederverwertbares (so fern eins Atomkraftwerke als VerWERTung bezeichnen kann) Uran entsteht, sondern auch Atomwaffenfähiges Plutonium. Wo eine Wiederaufbereitung möglich ist, ist auch der Bau von Atomwaffen möglich. 

Erst mal können auch aller aller höchstens 10% des "abgebrannten" Uran wiederverwendet werden -actually weit aus weniger, eher so 1%.  (nach auwändigen neuen anreicheungsprozessen).

Es ist außerdem kein Kreislauf, sondern etwas wobei hochradioaktive Abfälle entstehen. (u,a, wasser)

WAA werden auch verwendet, um das Volumen von Atommüll zu reduzieren, jedoch entstehen bei den Verfahren große Menge radioaktivkontaminierten Wassers, dessen Entsorgung aufwändig, teuer und sicherheitsmäßig nahezu unmöglich ist. Wie groß die Probleme damit sind kann leicht an dem "havarierten" KKW Fukushima daiichi nachvollzogen werden, oder eben bei der weniger prominenten WAA La Hague in Nordfrankreich bei der 500 000 000 liter radioaktives Wasser in die Umwelt geleitet werden, jährlich. Das sind pro Monat  fast 42 000 000, pro tag 1 350 000.


Uran an sich, wird vielleicht noch so 50 Jahre oder so halten, ohne uran keine atomkraftwerke.

Ob die Energiebilanz von KKW positiv ist, ist auch eine frage (transportwege von uran, abbau, aufbereitung, sicherheit, bla)

wie in zukunft energie erzeugt wird.... hoffentlich mit dem was da ist, sonne wind, meinetwegen auch wasser ;)

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Wie jeder Stoff ist auch das Vorkommen an Uran endlich bzw. mit so hohem Erschließungsaufwand verbunden, dass eine Förderung nicht retabel abbildbar ist.

Die Uranvorkommen sind nach meinem Kenntnisstand im Gesamtenergiemix als vernachlässigbar einzustufen.

Günter

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