Atome, Teleskope, universum

2 Antworten

Das geht nicht, weil die beiden Dinge, die du beschreibst, rein gar nichts miteinander zu tun haben. Schonmal mit einem Teleskop auf ein Buch geschaut, das vor dir liegt? Schonmal versucht, mit einer Lupe die Sterne zu betrachten?

Das geht seit einiger Zeit tatsächlich - wenn auch nur indirekt. Zum Beispiel wurden die Erfinder der sog. "Rastertunnel-Mikroskopie", Rohrer und Binning, 1986 mit dem Physik-Nobelpreis ausgezeichnet und seither wurden mehrere Verfahren entwickelt, um Atome sichtbar zu machen, ja sogar, diese einzeln verschieben zu können.

Was das allerdings mit den Galaxien in grosser Entfernung zu tun haben soll, verstehe ich nicht so ganz. Galaxien mit ihren Sternen sind ja sehr grosse Objekte und die Schwierigkeit der Beobachtung liegt einzig darin, dass sie so weit weg sind und das Licht daher nur extrem geschwächt bei uns ankommt.

Atome hingegen sind 100 bis 1000 mal kleiner als die Wellenlänge des sichtbaren Lichtes, mit dem in einem gewöhnlichen Mikroskop beobachtet wird. Und da hat schon im 19. Jahrhundert der Optikpionier Ernst Abbe die grundlegende Gesetzmässigkeit herausgefunden, dass die Auflösungsgrenze einer mikroskopischen Abbildung durch

d = Wellenlänge / n * sin(alpha)

(mit n = Brechungsindex und alpha = halber Öffnungswinkel des Objektivs) prinzipiell limitiert ist.

Licht kann also im wesentlichen keine Objekte abbilden, die deutlich kleiner als seine eigene Wellenlänge sind. Das ist auch der Grund, warum später Elektronenmikroskope und und deren "Nachfahren" entwickelt wurden, obwohl bei deren Abbildung von "Sehen" im optischen Sinn eigentlich keine Rede mehr sein kann.

Was möchtest Du wissen?