Atheistische Wiedergeburt - durch das anthropische Prinzip mathematisch bewiesen!?

21 Antworten

"Zeit spielt keine Rolle, denn ohne Wahrnehmung können selbst eine Quintillion Jahre wie in einem Wimpernschlag vergehen."

Reinkarnation ist für mich eine Tatsache durch eigenes Erleben im Zustand "klinischen Todes" sowie durch andere Erlebnisse, die ich hier nicht ausführen möchte, außer einer Rückführung in mein früheres Leben - aber das sind halt noch weniger beweisbare Aussagen - wobei die ganze Problematik dabei liegt, dass es als echte Beweise anerkannte Beweise (noch) nicht gibt - nur Indizienbeweise und die werden eben heutzutage mehrheitlich noch mehr in Zweifel gezogen als anerkannt.

Ich stimme dir vollkommen zu. Nur leider nimmt das Entstehen von neuer Intelligenz nicht zwingend DEIN Bewusstsein. Das kann zwar so sein, aber wir haben zu wenig wissen darüber um irgendwas gescheit "wissenschaftlich" zu begründen.

Siehe es so: Auf der Welt gabe es vorher viel weniger Menschen als jetzt. Irgendwo muss dieses "neue Bewusstsein" ja irgendwie herkommen. Demnach wäre es möglich, dass Bewusstsein ein unendlich großes Potential an diverser Existenz hat. Andererseits könnte die Anzahl an Bewusstsein im ganzen Universum (und in allen anderen hypothetischen Universen) gleich bleiben, wobei sie sich untereinander austauschen und ergänzen. Das würde aber eine Lebensform benötigen, die davon abhängig ist, wieviele Menschen es hier gibt. Erscheint mir eher unwahrscheinlich...

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Physik Studium

Das Anthropische Prinzip hat mit der Anzahl der Universen nichts zu tun. Was du meinst ist eine Multiversenhypothese.

Und für Wiedergeburt brauchst du eine identische Persönlichkeit, nicht nur eine ähnliche. In einem Multiversum, das groß genug ist, ist es wahrscheinlich, dass irgendeine Person, die vor, nach mir oder zeitgleich mit mir lebt, große Ähnlichkeiten mit mir hat. Aber das ist nicht genug um zu beweisen, dass ich und diese andere Person dieselbe Person sind.

Angenommen es ist tatsächlich so, dann finde ich es immer noch fragwürdig, so etwas Wiedergeburt zu nennen. Es ist eine willkürliche mehrfache Existenz derselben Person, die nichts mit religiösen Vorstellungen - beispielsweise von Karma - zu tun hat. Die Leben der einzelnen Personen passieren auch nicht zwangsläufig hintereinander.

interessantes Gedankenspiel, mit dem Wort Beweis wäre ich in dem Zusammenhang allerdings sehr sparsam. Vermutlich lässt sich das bestensfalls als plausible Hypothese darstellen.

Einen dir ähnlichen Gedankengang gibt es in der buddhistischen Philosophie: Dort wird Karma verstanden als Informationsstrom individuellen und Gruppenverhaltens, das sich vererbt von Generation zu Generation. Es wird keine Seele (Atman) gelehrt, die wiedergeboren würde, wie im Hinduismus, sondern nur Karma, das Getane, die Informationsmenge der Entscheidungen, Vorlieben, Neigungen und Abneigungen. Auch wird keine strafende oder belohnende, Schöpfer- oder Erhaltergottheit gelehrt.

Selbst wenn es unendlich viele Universen gäbe und damit auch die Möglichkeit unseres ganz identisch nachzubilden, wäre es doch völlig bedeutungslos für mich.

D.h., mein anderes Ich in diesem anderen Universum wäre schließlich keine Reinkarnation, sondern eine separate Entität, die nichts mit mir zu tun hätte und deshalb für meine Existenz ohne belang.

Etwas, das innerhalb einer Unendlichkeit irgendwann einmal existiert (wie dein Bewusstsein) vollkommen gleich wie extrem gering die Chance ist, wird mathematisch logisch immer wieder existieren, da kannst du jeden Stochastiker fragen!

Es geht in der Unendlichkeit nicht um ein "wie du", sondern um ein exakt DU!

1
@Adroktan

Wenn ich dich klone, bist das auch exakt du. Für dein jetziges Bewusstsein ist das allerdings egal. Warum sollte es dann anders sein, wenn das später passiert.

3
@Lamanini

Genau! Auch ein exaktes Ebenbild ist immer noch eine separate Entität.

2

Was möchtest Du wissen?