Atheistische Politiker

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10 Antworten

In der derzeitigen Wahlperiode sind 35,9 Prozent der Bundestagsmitglieder ohne Angaben bezüglich einer Religion. Ich unterstelle mal, das ein Christ oder ein Angehöriger einer anderen Religion sich in aller Regel auch entsprechend bekennt.

Ein Agnostiker zum Beispiel, der sich des Unterschiedes zu einem Atheisten bewusst ist, wird sich da der Angabe enthalten, zumal bei der Erfassung im amtlichen Handbuch des Deutschen Bundestages eine solche Möglichkeit gar nicht vorgesehen ist.

Dann kommt aber auch noch ein Aspekt hinzu, den ich gut nachvollziehen kann. Ein Politiker, der sich offen zum Atheismus bekennt, wird sich in diesem bigotten Land immer mit dem absurden Vorwurf auseinandersetzen müssen, keine Moral und keine ethischen Werte zu haben. Auch wenn dieser Vorwurf natürlich unberechtigt ist, so stellt er doch eine schwere Bürde und ein völlig unnötiges Hindernis für die politische Arbeit dar. Da Politiker bekanntlich auch Sinn für die Mechanismen des politischen Tagesgeschäftes haben, wird er den Teufel tun und sich diesen unnötigen Stein selbst in den Weg legen.

35% würde aber auch gant gut den tatsächlichen bevölkerungsanteil repräsentieren

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Danke für den Stern!

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Der Politiker hat als Mensch ein Privatleben und private Überzeugungen und er hat einen Beruf bzw. eine Beschäftigung der er nachgeht.

Wenn ihm seine Religion und sein Glaube dabei helfen ein "besserer" Politiker zu sein, weil sie ihn zu Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit ermahnen, dann ist das durchaus positiv - er braucht es aber nicht öffentlich zu sagen.

Sofern er nicht Mitglied einer stark religiös ausgerichteten politischen Partei ist, hat sein persönlicher Glaube keine Relevanz für die Öffentlichkeit.

Mir persönlich ist, neben der Parteizugehörigkeit, die Kompetenz eines Politikers wichtiger, als seine privaten Überzeugungen.

Sofern er nicht Mitglied einer stark religiös ausgerichteten politischen Partei ist, hat sein persönlicher Glaube keine Relevanz für die Öffentlichkeit.

In der Wählerschaft von CDU und CSU spielt es eine nicht so kleine Rolle, welche Konfession die Politiker haben. Auch für ein Großteil der SPD ist Atheismus ein Tabuthema, vor allem während eines Wahlkampfes.

In den USA kann man so gut wie jegliche Hoffnung an einer politischen Karriere aufgeben, wenn man sich aus Atheist outet.

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@TeeEi

Nunja, die beiden erstgenannten Parteien haben ja nun nicht umsonst das "C" im Namen (es steht jedenfalls nicht für "capitalism").

Dass die Vereinigten Staaten religiös ein ganz anderes Pflaster sind, dürfte hoffentlich nicht erst seit den "snake handlers" und Scientology jedem klar sein.

Man könnte beim Thema "religiös geprägter" Parteien jetzt auch noch bis zur Komeito und zur Soka Gakkai ausholen, aber das ginge dann schon an den Themen der Frage (siehe "FDP", "Die Linke") vorbei, denke ich.

Bei Religion und Politik soll ja bekanntlich ohnehin die Freundschaft aufhören. ;-)

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@Enzylexikon

Die CDU/CSU steht aber definitiv zum "capitalism" - dessen wirtschaftlicher Wachstumszwang wiederum im krassen Gegensatz zu sogenannten christlichen Überzeugungen - also alles nur Verarschung!

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@Rudi1963

Nein, der Kapitalismus ist wie die Demokratie das kleinste Übel.

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@Peccator7

Der Kapitalismus ist das größte Übel ... nach den ach so schlimmen Atheisten, die an allem auf der Welt Schuld sind natürlich, hast vollkommen recht Peccator7, bist ein Guter, zehn von dir und die Welt wäre rein.

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@NinetiesResult

Demokratie ist kein Übel. Dumm ist nur, dass es nicht ein einziges Land gibt das wirklich Demokratie als Regierungsform hat, auch wir nicht. Wir sind viel mehr eine Republik.

In den USA kann man so gut wie jegliche Hoffnung an einer politischen Karriere aufgeben, wenn man sich aus Atheist outet.

Obwohl das absolut Verfassungswidrig ist. Genau wie in unserem GG ist in der Amerikanischen festgesetzt, dass kein Politiker oder gar der Präsident Gott ins Spiel bringen darf. Das wurde von Washington und Co. festgelegt als Basis im Gegensatz zu der Monarchie, von der sie sich ja lösen wollten. Gleichheit und Glaubensfreiheit waren und SIND feste Grundsätze in der US-verfassung. Aber das ignorierten sie bald, als sie gesehen haben das viele Amerikaner aufgrund einer fehlenden eigenen Kultur sich in Religion flüchteten.

Das nur mal als Info.

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@kkleber

es ist nicht verfassungswidrig, da die politiker nicht gesetzlich daran gehindert werden, sondern einfach nur nicht gewählt werden. es ist ein image-problem und kein juristisches.

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Jeder kann glauben was er will - letztlich sind jedoch ALLE Götter auch nur von Menschen erfunden worden. Ein Politiker sollte sich um soziale Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz kümmern - die meisten religiösen Politiker tun aber genau das Gegenteil!

^^ nette Antwort, war aber nicht gefragt :D

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Genau so wenig, wie es in D gut ankommt, wenn ein Politiker die ganze Zeit seinen Glauben in den Vordergrund stellt ist das mit dem Unglauben auch. Beides könnte Wählerstimmen kosten. Wem das als Wahlkriterium wichtig ist, der informiert sich selbst. Und die meisten nicht "gläubigen" Politiker sind eher "religiös unmusikalisch" oder interessieren sich nicht dafür. Das, was manche "Atheisten" machen, ist ja selbst ein Glaube, der außer den Kommunisten kaum jemand teilt.

Jeder kann glauben was er will - letztlich sind jedoch ALLE Götter auch nur von Menschen erfunden worden. Ein Politiker sollte sich um soziale Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz kümmern - die meisten religiösen Politiker tun aber genau das Gegenteil!

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@Rudi1963

Na dann bin ich aber gespannt, wie du das z.B. Wolfgang Thierse oder Katrin Sänger-Schäfer nachweisen willst!

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@scben

Das, was manche "Atheisten" machen, ist ja selbst ein Glaube

Ganz klar nein. Denn Atheismus ist ja Unglaube. Man hat als Atheist keinen Glauben in irgendeiner Form weil Glauben ja erst gelernt werden muss.

Übrigens dürfen Politiker gar nicht die Karte ausspielen "Ich gehöre Religion xy an oder glaube an Gott". Damit würden sie Verfassungswidrig handeln, weil in Deutschland eine klare Trennung von Staat und Kirche im GG verankert ist.

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@kkleber

Übrigens dürfen Politiker gar nicht die Karte ausspielen "Ich gehöre Religion xy an oder glaube an Gott". Damit würden sie Verfassungswidrig handeln, weil in Deutschland eine klare Trennung von Staat und Kirche im GG verankert ist.

Das ist so nicht richtig. Natürlich hat ein Politker das Recht, religiös zu sein, daß öffentlich zu bekennen und seine Gewissensentscheidungen im Kontext seines Aberglaubens zu verorten. Unsere Politker sind nicht der Staat. Ansonsten wäre ja schon die CDU verfassungswidrig.

Durch diese individuelle Religionsfreiheit wird natürlich die säkulare Grundposition des Staates ein Stück weit aufgeweicht, aber das läßt sich in einem demokratisch verfaßten Land nicht anders lösen.

Unsere Aufgabe als Aheisten ist es, ein kritisches Auge auf diese Schnittstellen zu haben und deren unbotmäßige Auswüchse zu benennen.

Leider wird ein wirklich säkularer Staat solange eine Utopie sein, wie Menschen dem Irrglauben an Götter anhängen.

Nur bedingen es gerade die Freiheitsrechte, die wir zu verteidigen uns aufgerufen sehen, gerade auch diese Holzwege dem Individuum freizustellen.

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Soviel ich weiß, steht beispielsweise der Grünen-Politiker Jürgen Trittin ziemlich offen dazu.

Natürlich. Wenn man sie danach fragt. Warum sollte jemand, ob Poliker oder nicht, durch die Gegend laufen und ständig und Jedem ungefragt mitteilen, dass sie Atheisten sind?

Wär ja ganz interessant wenn ein Politiker schonmal gefragt worden wär und er auch klar gesagt hätte er ist Atheist.

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@ShawnSpencer98

So interessant ist das jetzt auch wieder nicht. Das Politiker X Atheist ist, sagt ja nichts über seine Meinung bei anderen Themen aus.

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@hcdfanatic83

Mir geht es darum dass viele Politiker immer wieder christliche Werte und ihren eigenen Glauben betonen. Darum wollte ich das mal wissen.

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@ShawnSpencer98

Schon klar.

Aber es gibt nunmal keine Werte, die alle Atheisten teilen. Deswegen ist es eigentlich irrelevant, ob ein Politiker Atheist ist oder nicht.

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@ShawnSpencer98

Aber welcher christlicher Politiker schert sich tatsächlich um sogenannte christliche Werte???

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@hcdfanatic83

Aber es gibt nunmal keine Werte, die alle Atheisten teilen.

Dennoch würde ich schon annehmen, daß sich ein atheistischer Politiker eher für einen säkularen Staat einsetzt. Das ist sicherlich ein gemeinsamer Wert.

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@realsausi2

Auf die meisten Atheisten dürfte das zutreffen, aber eben nicht auf alle.

Natürlich gibt es Werte die viele Atheisten teilen, so sind zum Beispiel fast alle Atheisten welche ich persönlich kenne auch säkulare Humanisten. Da teilt man dann logischerweise viele Werte, aber eben auch das ist nicht bei allen Atheisten der Fall.

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Gorbatschow fällt mir noch ein.

Aber die Liste ist so erstaunlich kurz, daß man wohl annehmen kann, daß manche Politiker sich nicht trauen, sich zu ihrem Atheismus zu bekennen.

Zum Atheismus kann man sich ja auch nicht bekennen. Ist ja keine Entscheidung einer zu werden oder zu sein.

Und warum sollte man damit hausieren gehen zu sagen: "Ich bin noch in meinem natürliche Urzustand und nicht von Religionen beeinflusst worden?"

Religion ist auch privatsache. Wer damit hausieren geht das er Religion xy angehört, der will sich doch nur wichtig machen.

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@kkleber

"Ich bin noch in meinem natürliche Urzustand und nicht von Religionen beeinflusst worden?">

OK, man kann aber auch zu folgender Erkenntnis kommen:

"Ich BIN von den Religionen beeinflusst worden und genau deshalb bin ich Atheist!"

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@kkleber

Zum Atheismus kann man sich ja auch nicht bekennen. Ist ja keine Entscheidung einer zu werden oder zu sein.

Mal ja, mal nein. Ich unterscheide hier in Atheisten a priori und Atheisten a posteriori.

Ich habe drei Brüder, die haben in ihrem ganzen Leben noch keine Aussage zu einem Gott gemacht. Sie sind echte Atheisten von Geburt an und es immer geblieben.

Nur ich schwarzes Schaf habe mich als Jugendlicher verführen lassen und über lange Jahre als aktiver Christ in der kirchlichen Jugendarbeit gearbeitet. Bis ist dann wieder zur Vernunft gekommen bin.

Das war schon eine bewußte Entscheidung, als Gipfelpunkt eines jahrelangen Prozesses, daß ich mich als Atheist definiert habe.

Und nicht nur hier auf GF bekenne ich mich dazu, einer zu sein. Ich halte es auch für wichtig, daß wir Atheisten uns zu erkennen geben. Damit in der gesellschaftlichen Wahrnehmung die atheistische Position als etwas natürliches erkannt wird. Durch unser Vorbild, daß Atheisten eben keine blutschlürfenden Ungetüme sind müssen wir die Vorbehalte aufbrechen, die oft noch in den beschränkten Köpfen der Gläubigen vorherrschen.

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@LSSBB

"Ich BIN von den Religionen beeinflusst worden und genau deshalb bin ich Atheist!"

So in etwa war es bei mir. Aber das gilt nur für die, die dem Unsinn der Religion auf den Leim gegangen sind.

Bis zur Indokrtination mit Glauben sind alle Menschen Atheisten von Geburt an.

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Warum muss das jemand "offen" sagen?

Atheismus ist eine "Nicht"-Denkweise: "Ich glaube nicht an Gott!" Weiter nichts!

Und dann merke auf: wenn jemand sagt, dass er sich keiner Religion "zugehörig" fühlt, heißt das noch lange nicht, dass er "Atheist" ist.

Mein "Gott" das ist mir klar, ich habe was völlig anderes gefragt -.- Mir ist sehr wohl klar, dass man das entscheiden muss.

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@ShawnSpencer98

Ich weiß, dass Christian Linder und Gysi sich nicht zu einer Religion zu gehörig fühlen wie sie es oft gerne sagen. Aber gibt es eigentlich hier in Deutschland Politiker die offen sagen, dass sie Atheisten sind?>

Das war Deine Frage! Was gefällt Dir da an meiner Antwort nicht?

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@LSSBB

Genau und du erklärst mir in deiner Antwort was Atheismus und "sich zu einer Religion nicht zugehörig fühlen" bedeutet. Das war nicht gefragt.

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@ShawnSpencer98

Dann etwas genauer: es dürfte eigentlich keinen Politiker (oder andere Menschen) geben, der aktiv herum posaunt, dass er "Atheist" sei! Denn "Atheist" sein ist eigentlich eine komplett inaktive Haltung! Wenn jemand öffentlich und als Politiker sehr offiziell und vehement erklärt, er sei Atheist, dann darf man das in diesem Moment bereits bezweifeln.

Warum?

Echte Atheisten missionieren nicht! Denn jede öffentliche Verkündung der eigenen Überzeugung ist faktisch ein Versuch der Missionierung! Vergiss hierbei nicht, es gibt auch politische Religionen!

Habe ich mich klar genug ausgedrückt?

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Dürfte es eigentlich keinen geben weil Atheisten sich nicht bewusst sind das sie welche sind. Ein Atheist ist jemand der keinen Glauben hat und auch nie welchen kennengelernt hat. Man entscheidet sich nicht dazu einer zu sein. Wenn man geboren wird weiß man noch nichts von Gott und Religionen, sondern erst wenn einem das beigebracht wurde. Solange man es nicht beigebracht bekommen hat, ist man Atheist. Wird einem Glauben beigebracht, ist man kein Atheist mehr. Entscheidet man sich dann dafür nicht zu glauben dann ist man ein Antitheist. Entscheidet man sich dafür, dass man sich nicht damit befassen will, weil es einem egal ist, dann ist man Agnostiker.

Meiner Meinung nach sind 90% aller Deutschen Agnostiker. Denn sie leben nicht wie Christen oder sonstige religiösen Menschen. Nur weil man zu einer Kirche gehör tund Steuern zahlt, ist man noch lange kein Christ oder gar gläubig.

Entscheidet man sich dann dafür nicht zu glauben dann ist man ein Antitheist.

Es ist ja kein Widerspruch, Antitheist und Atheist zu sein. Ich bin meines Zeichens antitheistischer, ignostischer Atheist.

Natürlich können sich auch Atheisten a priori, als von Geburt an, ihres Atheismus bewußt sein. Das muß nicht zwingend so sein, aber kaum jemand wir ein Leben leben, in dem er nicht in der einen oder anderen Weise mit Gottesvorstellungen in Kontakt kommt. Und wer bei seinem Unglauben bleibt, kann sich natürlich in der Selbstdefinition von denen abgrenzen, die dem Irrweg aufgesessen sind.

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@realsausi2

Ich bin meines Zeichens antitheistischer, ignostischer Atheist.

Find ich lustig. Das wäre so, als würde ich sagen:

Ich bin Wahl-Arbeitsloser und unentschlossener/desinteressierter Arbeitsunfähiger :)

Also was nun? GEGEN Gott, einfach nur OHNE Gott, oder "Ist mir egal"?

Das sind nämlich drei völlig unterschiedliche Dinge ob man BEWUSST GEGEN Glauben ist (Anti=Gegen) oder OHNE Gottglauben (a theos ) AUFGEWACHSEN ist oder ob man davon zwar gehört hat, sich aber nicht dafür interessiert (agnostiker).

Man kann sich nicht des Atheismus bewusst sein. Denn man weiß ja nicht, dass man etwas unnatürliches gar nicht hat. Man muss sich das so vorstellen:

Wenn du mitten im Dschungel aufwächst ohne jegliche Technologie, dann bist du dir ja nicht bewusst, dass du kein Autofahrer bist. Und schon gar nicht ist es dir möglich, GEGEN Autofahren zu sein, weil du ja gar nicht weisst was Autos sind ;)=

Verstehst du?

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@kkleber

Find ich lustig.

Wahrscheinlich weil du es nicht verstehst.

Das sind nämlich drei völlig unterschiedliche Dinge ob man BEWUSST GEGEN Glauben ist (Anti=Gegen) oder OHNE Gottglauben (a theos ) AUFGEWACHSEN ist

Das ist kein Widerspruch.

oder ob man davon zwar gehört hat, sich aber nicht dafür interessiert (agnostiker)

Du beschreibst hier Apatheismus, nicht Agnostizismus. Agnostizismus besagt, dass die Frage nach der Existenz eines Gottes ungelöst/unlösbar ist.

Man kann sich nicht des Atheismus bewusst sein

Natürlich kann man sich dessen bewusst sein. Atheismus bedeutet ja nur, dass man nicht an Gott/Götter glaubt.

Denn man weiß ja nicht, dass man etwas unnatürliches gar nicht hat.

Doch, das weiss ich.

Wenn du mitten im Dschungel aufwächst ohne jegliche Technologie

Sind wir aber nicht. Wir leben in einer Welt in der ein Gottesglaube noch immer weit verbreitet ist.

(Übrigens hat realsausi gar nicht gesagt, er sei ein agnostischer Atheist, sondern ein ignostischer.)

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@hcdfanatic83

sondern ein ignostischer

Was ein feiner, aber wichtiger Unterschied ist. Als Ignostiker wäre es mir auch egal, wenn die Gegenwart eines Gottes beweisbar wäre. Es würde sich für mich nichts ändern.

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@kkleber

Wenn du mitten im Dschungel aufwächst ohne jegliche Technologie, dann bist du dir ja nicht bewusst, dass du kein Autofahrer bist. Und schon gar nicht ist es dir möglich, GEGEN Autofahren zu sein, weil du ja gar nicht weisst was Autos sind

Und was passiert dann, wenn es mich vom Dschungel in die Stadt verschlägt? Ich sehe Autos, verstehe, was die Menschen damit machen und bleibe dennoch Fußgänger. Hat sich dann an meinem Status etwas verändert?

Nein, wir können das Beispiel natürlich auch konkret mit einem Gott darstellen. Wenn ich als Urwaldbewohner Atheist bin, weil ich noch nie etwas von einem Gott gehört habe, dann bleibe ich es doch auch, wenn der erste Missionar auftaucht und ich ihm nicht auf den Leim gehe. Ich bleibe Atheist und werde zusätzlich Antitheist und vielleicht auch noch Agnostiker.

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@realsausi2

Wahrscheinlich weil du es nicht verstehst.

Ich verstehe das sehr wohl. Lies doch noch einmal meine Antwort, denn mit deiner AUssage sagst du, das du nicht gelsen oder verstanden hast wenn du sagst:

(Auf meine Aussage: "Denn man weiß ja nicht, dass man etwas unnatürliches gar nicht hat.")

Doch, das weiss ich.

LIes mein Beispiel nochmal bitte, dann solltest du das verstehen.

Sind wir aber nicht. Wir leben in einer Welt in der ein Gottesglaube noch immer weit verbreitet ist.

Irrelevant! Du hast mein Beispiel nicht verstanden.

Du beschreibst hier Apatheismus, nicht Agnostizismus. Agnostizismus besagt, dass die Frage nach der Existenz eines Gottes ungelöst/unlösbar ist.

Nein, ich beschreibe Agnostizismus,

Als Agnostiker kenne ich Religion(en) und Götterglauben (wobei das Ausmaß daovn irrelevant ist). Aber ich beschäftige mich nicht damit, weil ich der Ansicht bin, dass weder die Existenz noch die Nichtexistenz Gottes beweisbar wäre. Also lebe ich so, wie jemand der die Existenz Gottes ablehnt, also auch ohne Gott. Es ist mir dann egal, ob es ihn gibt oder nicht.

Natürlich kann man sich dessen bewusst sein. Atheismus bedeutet ja nur, dass man nicht an Gott/Götter glaubt.

Und ganz genau DAS IST FALSCH! Ein in der Gesellschaft verbreiteter Irrglaube.

Es ist ein entscheidender Unterschied, ob man "Nicht an Gott glaubt", was auch nur ein Glaube ist, oder ob man "Ohne Glauben an Gott IST".

Atheismus ist einfach nur die von Geburt an vorhandene Situation des Nicht-Glaubens. Mehr nicht.

Wenn du sagst, Atheisten seien Menschen die sagen "Ich glaube nicht an Gott", setzt das eine Entscheidung voraus. Aber zum Atheismus kann man sich nicht entscheiden, da er passiv ist und ein Zustand, keine Überzeugung.

Die Aussage ""Ich glaube nicht an Gott", ist dem Agnostizismus zuzuordnen. Denn Glauben bedeutet: "Ich weiß es nicht, aber ich denke es ist so, kann es aber nicht beweisen".

Was ein feiner, aber wichtiger Unterschied ist. Als Ignostiker wäre es mir auch egal, wenn die Gegenwart eines Gottes beweisbar wäre. Es würde sich für mich nichts ändern.

Das i habe ich wohl übersehen, weil es nicht so geläufig ist ;) Ändert aber nichts daran, dass sich die drei Begriffe nicht kombinieren lassen, sondern drei völlig unterschiedliche Dinge beschreiben ;)

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@kkleber

LIes mein Beispiel nochmal bitte, dann solltest du das verstehen.

Dein Beispiel trifft auf mich nicht zu(und wahrscheinlich trifft es auf fast niemanden zu, da der Glaube an einen Gott so verbreitet ist).

Ja, wenn ich noch nie von irgendeiner Gottesvorstellung gehört hätte, wäre ich Atheist und wüsste es nicht. Aber ich habe schon von verschiedenen Gottesvorstellungen gehört und glaube trotzdem nicht daran. Also bin ich mir bewusst, dass ich ein Atheist bin.

Als Agnostiker kenne ich Religion(en) und Götterglauben (wobei das Ausmaß daovn irrelevant ist). Aber ich beschäftige mich nicht damit, weil ich der Ansicht bin, dass weder die Existenz noch die Nichtexistenz Gottes beweisbar wäre. Also lebe ich so, wie jemand der die Existenz Gottes ablehnt, also auch ohne Gott. Es ist mir dann egal, ob es ihn gibt oder nicht.

Man kann sich aber auch als Agnostiker damit beschäftigen(immerhin gibt es auch agnostische Theisten). Agnostizismus sagt nichts darüber aus, ob die Frage nach der Existenz eines Gottes dich interessiert oder nicht.

Und ganz genau DAS IST FALSCH! Ein in der Gesellschaft verbreiteter Irrglaube.

Nein, das ist die Definition von Atheismus.

ob man "Nicht an Gott glaubt", was auch nur ein Glaube ist

Ach bitte....

Nein, Nicht Glauben ist kein Glaube. Oder ist nicht Fussball spielen ein Sport?

Atheismus ist einfach nur die von Geburt an vorhandene Situation des Nicht-Glaubens

Richtig. Aber man kann auch irgendwann anfangen zu glauben und wenn man später wieder aufhört zu glauben, ist man wieder ein Atheist.

Wenn du sagst, Atheisten seien Menschen die sagen "Ich glaube nicht an Gott", setzt das eine Entscheidung voraus

Nein, nur eine Realisation.

Die Aussage ""Ich glaube nicht an Gott", ist dem Agnostizismus zuzuordnen.

Wieder falsch. Diese Aussage ist lediglich mit Agnostizismus kompatibel.

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@kkleber

Ändert aber nichts daran, dass sich die drei Begriffe nicht kombinieren lassen, sondern drei völlig unterschiedliche Dinge beschreiben

Damit stehst Du aber auch unter Atheisten ziemlich allein da.

Diese Einzeldefinitionen haben sehr wohl Schnittmengen und stehen nicht im Widerspruch zueinander.

Beantworte mir doch bitte das Szeanrio:

Nein, wir können das Beispiel natürlich auch konkret mit einem Gott darstellen. Wenn ich als Urwaldbewohner Atheist bin, weil ich noch nie etwas von einem Gott gehört habe, dann bleibe ich es doch auch, wenn der erste Missionar auftaucht und ich ihm nicht auf den Leim gehe. Ich bleibe Atheist und werde zusätzlich Antitheist und vielleicht auch noch Agnostiker.

Was passiert mit dem Atheisten, der vom Missionar Kenntnis von einem Gott erhält? Kann der kein Atheist mehr sein?

Wenn das so wäre, gäbe es fast keine Atheisten auf der Welt.

Du hast natürlich recht, hier zu unterscheiden. Aber die Ausschließlichkeit geht fehl.

Es ist ein Unterschied in folgenden Aussagen:

"Ich glaube, daß es keinen Gott gibt" und

"Ich glaube nicht, daß es einen Gott gibt".

Die zweite Variante beschreibt den Atheisten. Und diese Aussage trifft genauso zu auf den Agnostiker, Ignostiker, Antitheisten.

Natürlich ist Atheismus passiv. Daher sind die meisten Atheisten eben auch Agnostiker und/oder Antitheisten.

Aber die Definition für einen Atheisten "Ich glaube nicht an einen Gott" trifft für alle gleichermaßen zu.

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@realsausi2

Wenn mans nicht verstehen will und sich eigene Definitionen ausdenken will, meinetwegen- Ändert aber nichts an dem was ich gesagt habe-

"Ich glaube nicht, daß es einen Gott gibt".

Die zweite Variante beschreibt den Atheisten

Dann ist Nicht-Tennis-Spielen ab sofort auch eine Sportart und meine Haarfarbe ist Glatze...

Und diese Aussage trifft genauso zu auf den Agnostiker, Ignostiker, Antitheisten.

Ganz klar nein, das wäre ein Widerspruch. Denn weder Agnostiker, Ignositker, Antitheisten GLAUBEN irgendwas!!! Man kann all das unter dem Oberbegriff "UNGLÄUBIGE" einordnen!

Atheismus ist ganz klar nicht irgendwas mit "ich glaube..." Das wäre ein Gegensatz, da Atheismus ABWESENHEIT VON GLAUBEN ist und bleibt!

Wenn das so wäre, gäbe es fast keine Atheisten auf der Welt.

UNd exakt so ist es auch! Nur weil manche sich so bezeichnen, sind sie es noch lange nicht. Sie folgen nur irgendwelchem Halbwissen was sie mal gehört habe und sind in Wirklichkeit Antitheisten oder Agnostiker.

Was passiert mit dem Atheisten, der vom Missionar Kenntnis von einem Gott erhält? Kann der kein Atheist mehr sein?

Richtig, er hört auf Atheist zu sein, weil das nur ein ZUSTAND ist. Hat er nämlich von Gott gehört, so muss er sich entscheiden ob er das glauben will oder nicht. Also muss er aktiv werden. Atheismus ist aber grundsätzlich passiv.


Lustig ist auch, dass ich gesagt hab:

Die Aussage ""Ich glaube nicht an Gott", ist dem Agnostizismus zuzuordnen.

und du dann mit der selben aussage antwortest, aber sagst meine wäre falsch :)

Wieder falsch. Diese Aussage ist lediglich mit Agnostizismus kompatibel.


Dein Beispiel trifft auf mich nicht zu(und wahrscheinlich trifft es auf fast niemanden zu, da der Glaube an einen Gott so verbreitet ist).

Du verstehst es immer noch nicht...

Es ist IRRELEVANT, das der Glaube so weit verbreitet ist, da es nur ein Beispiel war. Natürlich trifft es nicth auf dich zu, weil es hier nicht um Dschungel und Auto geht. Das war ein BEISPIEL um dir den SInn hinter der eigentlichen Definition zu erläutern.

Du warst Atheist, bis du das erste mal von Religion gehört hast. Danach kannst du keiner mehr sein.

Aber ich habe schon von verschiedenen Gottesvorstellungen gehört und glaube trotzdem nicht daran. Also bin ich mir bewusst, dass ich ein Atheist bin.

Nein, du bist dann ein Antitheist. Denn ob du glaubst oder nicht, das ist eine ENTSCHEIDUNG, also etwas bewusstes. Als Atheist triffst du keine bewussten Entscheidungen in dieser Hinsicht, weil es passiv ist.

Man kann sich aber auch als Agnostiker damit beschäftigen(immerhin gibt es auch agnostische Theisten). Agnostizismus sagt nichts darüber aus, ob die Frage nach der Existenz eines Gottes dich interessiert oder nicht.

Doch sagt es. Agnostiker sind Menschen die sagen: "MIr ist egal ob es sowas gibt, für mich spielt das keine Rolle weil man mir nix beweisen kann. Erst wenn man es kann, interessiert es mich vielleicht"

Richtig. Aber man kann auch irgendwann anfangen zu glauben und wenn man später wieder aufhört zu glauben, ist man wieder ein Atheist.

Erneut: NEIN. Man kann nie wieder Atheist werden, weil man sich nicht dazu entscheiden kann. Man ist dann ANTItheist.

Nein, das ist die Definition von Atheismus.

Ist es nicht. Nicht immer wikipedia lesen, da steht oft nur UNsinn.

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@realsausi2

Wenn mans nicht verstehen will...

So kenne ich das von Gläubigen. Sie WOLLEN etwas nicht verstehen und verdrehen dann alles. Kennst du den Spruch: MAn muss die Fakten kennen um sie verdrehen zu können? ;)

Und was passiert dann, wenn es mich vom Dschungel in die Stadt verschlägt? Ich sehe Autos, verstehe, was die Menschen damit machen und bleibe dennoch Fußgänger. Hat sich dann an meinem Status etwas verändert?

Ja hat es. Denn du hast ja eine Entscheidung getroffen, egal ob bewusst oder unbewusst. Du fährst kein Auto. ABER: Du weisst nun was es ist und könntest dich dazu entscheiden eines zu fahren. Aber wenn du das BEispiel derart zerreissen willst, nur weil du diesen EXZELLENTEN und äußerst PASSENDEN Vergleich nicht verstehen willst, dann kann ich da auch nichts mehr tun.

Als Atheist ENTSCHEIDEST du aber NICHT! Du WEIßT einfach nicht! Du hast die ENTSCHEIDUNGSMÖGLICHKEIT gar nicht, ob du glauben willst oder nicht.

Ich bleibe Atheist und werde zusätzlich Antitheist und vielleicht auch noch Agnostiker.

Kannst du nicht. Sobald du davon gehört hast, musst du dich entschieden ob du das glaubst (wirst zum Gläubigen) oder nicht (wirst Antitheist) oder ob es dir egal ist (Agnostiker)

Es ist völlig widersprüchlich und sinnfrei, wenn man so wie ihr "Atheist" mit dem Oberbegriff "Ungläubig" austauscht.

Ersetzt das Woirt "Atheist" einfach durch "Ungläubiger", dann passt es.

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@kkleber

und du dann mit der selben aussage antwortest

Das habe ich nicht getan.

Du warst Atheist, bis du das erste mal von Religion gehört hast. Danach kannst du keiner mehr sein.

Doch, Atheismus bedeutet nach wie vor nur, dass man nicht an Gott glaubt. Da ist es irrelevant, ob man schon mal von Religion gehört hat.

Nein, du bist dann ein Antitheist

Ja, bin ich. Aber ich bin auch immer noch Atheist. Das ist kein Widerspruch.

Agnostiker sind Menschen die sagen: "MIr ist egal ob es sowas gibt, für mich spielt das keine Rolle weil man mir nix beweisen kann.

Ist dir noch nicht aufgefallen, dass Menschen nicht immer auf Beweise warten, bevor sie handeln?

weil man sich nicht dazu entscheiden kann

Man muss sich auch nicht dazu entscheiden. Wenn man denn Glauben an Gott verliert, ist man Atheist und um den Glauben zu verlieren, braucht es keine Entscheidung, sondern nur eine Realisation.

Ist es nicht.

Doch, ist es.

Nicht immer wikipedia lesen, da steht oft nur UNsinn.

Ich habe die Definition nicht von Wikipedia. Aber mich würde mal interessieren woher du deine seltsamen Definitionen hast...

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@kkleber

Ersetzt das Woirt "Atheist" einfach durch "Ungläubiger", dann passt es.

Das wäre aber nicht korrekt, da ein Atheist an alles mögliche glauben kann abgesehen von Gott/Götter. "Ungläubiger in Bezug auf Gott/Götter" wäre richtig, aber Atheist bedeutet dasselbe und ist deutlich praktischer.

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@kkleber

Atheismus ist ganz klar nicht irgendwas mit "ich glaube..." Das wäre ein Gegensatz, da Atheismus ABWESENHEIT VON GLAUBEN ist und bleibt!

Darum schrieb ich ja auch: "Ich glaube nicht,..." Das beschreibt ja gerade die Abwesenheit eines Glaubens.

Du warst Atheist, bis du das erste mal von Religion gehört hast. Danach kannst du keiner mehr sein.

Das fällt eindeutig in die Abteilung:

Wenn mans nicht verstehen will und sich eigene Definitionen ausdenken will, meinetwegen-

Mit dieser Definition stehst Du wirklich allein auf weiter Flur. Ich bin nun seit 20 Jahren wieder Atheist nach meinem christlichen Intermezzo und Du wirst daran nichts ändern.

Nicht immer wikipedia lesen, da steht oft nur UNsinn.

Dann steht es Dir frei, es dort zu ändern.

Ein Atheist ist jemand, der nicht an einen Gott glaubt. So wie ein NIchtraucher jemand ist, der keine Zigaretten raucht. Die meisten sind das von Geburt an, manche erleben dann einen Abfall davon und einige lassen das Laster wieder sein.

Ein ehemaliger Raucher, zu denen ich mich auch zähle (seit 7 Jahren clean) ist ebenso ein Nichtraucher wie der, der nie geraucht hat.

Wer nicht raucht ist Nichtraucher und wer nicht an einen Gott glaubt ist Atheist. Das ist die global gültige Definition und was Du hier anbietest ist allein Deine Interpretation, die weder ich noch wohl kaum sonst ein Atheist sich zu Eigen machen wird.

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@kkleber

Um diesem Umstand Rechnung zu tragen, trenne ich auch in Atheisten a priori und Atheisten a posteriori.

Wenn dir von Dir genannte Definition korrekt wäre, würden sich doch Millionen von Ungläubigen in Bezug auf Gott/Götter mit einem falschen Etikett versehen. Ich Mitglied im IBKA. dem Internationalen Bund der Konfessionslosen und Atheisten. Alle Mitglieder dort würden sich in der Definition des Begriffs irren und nur Du hättest recht?

Genau so was kenne ich eigentlich nur von Gläubigen.

Kannst Du irgendeine Quelle vorbringen, die Deine Interpretation teilt? Ich habe das so auf jeden Fall noch nie gehört. Und von den nun 49 Jahren meines Lebens war ich 36 Atheist. 15 Jahre Atheist a priori, dann 10 Jahre im Irrtum und seit 24 Jahren Atheist a posteriori.

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@hcdfanatic83

Doch, Atheismus bedeutet nach wie vor nur, dass man nicht an Gott glaubt.

NEIN GANZ KLAR NICHT! Diese Aussage ist in sich selbst widersprüchlich! Wie oft denn noch?

Atheismus = Abwesenheit von Glauben. Punkt.

Aber ich bin auch immer noch Atheist. Das ist kein Widerspruch.

Nein, das geht nicht. Was ist denn daran blos so schwer zu verstehen? Es ist unsinn wenn man sich eigene Definitionen erfindet.

Wenn man denn Glauben an Gott verliert, ist man Atheist und um den Glauben zu verlieren, braucht es keine Entscheidung, sondern nur eine Realisation.

Es ist dennoch eine Entscheidung, wenn auch eine unbewusste bzw. indirekte, Aber man handelt schließlich entsprechend.

Aber mich würde mal interessieren woher du deine seltsamen Definitionen hast...

Das habe ich mich bei dir gefragt, denn die von mir genannten sind die allgemeingültigen.

Ich bin nun seit 20 Jahren wieder Atheist nach meinem christlichen Intermezzo und Du wirst daran nichts ändern.

Kann ich auch nicht, weil du halt keiner bist, auch wenn du dich so nennst. Es ändert nichts, das du kein Atheist sein kannst, nur weil du dich so nennen willst. Kannst dich ja auch Yeti nennen wenn du magst, wirst dadurch aber keiner.

Dann steht es Dir frei, es dort zu ändern.

Habe ich mehrfach versucht, aber wikipedia wird nunmal von der Allgemienheit kontrolliert und nicht von Menschen mit Fachwissen....

Ein Atheist ist jemand, der nicht an einen Gott glaubt.

Falsch., Siehe oben

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@realsausi2

Nenn es wie du willst, das ändert nichts an den Fakten. Deine persönliche Definition ist in sich selbst unlogisch und widersprüchlich.

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@kkleber

Wieder Blödsinn. Sie ist nicht in sich selbst widersprüchlich, sie widerspricht nur deiner Definition.

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@kkleber

Atheismus = Abwesenheit von Glauben

Genauer: Atheismus=Abwesenheit von Gottglauben

und das ist dasselbe wie "nicht an Gott glauben", denn "nicht glauben" ist kein Glaube.

Es ist unsinn wenn man sich eigene Definitionen erfindet

Da stimme ich dir zu, und du solltest es dir mal zu Herzen nehmen.

Es ist dennoch eine Entscheidung

Nein. Einfach nur nein.

denn die von mir genannten sind die allgemeingültigen.

Was für ein Blödsinn. Aber ok, wenn es die allgemeingültige Definition ist, wirst du sicher ein paar Quellen zeigen können, oder?

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@hcdfanatic83

Doch, denn ihre Definition macht keinen UNterschied zwischen Atheist und Antitheist. Sie nutzt die Definition von Antitheismus und überträgt sie auf Atheismus. DAmit ist Antitheismus in ihrer Welt unsinnig.

Das wäre aber nicht korrekt, da ein Atheist an alles mögliche glauben kann abgesehen von Gott/Götter. "Ungläubiger in Bezug auf Gott/Götter" wäre richtig, aber Atheist bedeutet dasselbe und ist deutlich praktischer.

Doch das wäre korrekt. Denn es geht hier um religiösen Glauben. Atheismus heißt: Abwesenheit von (religiösem) Glauben. Wer von Atheismus spricht, dem sollte zumindest das klar sein.

Aber eine andere Frage: Inwiefern sollte der Glaube an Aliens anders sein als der an Götter? Schließlich sind Götter per Definition ja auch außerirdische ;)

15 Jahre Atheist a priori, dann 10 Jahre im Irrtum und seit 24 Jahren Atheist a posteriori.

Auch wieder eine selbstgebastelte Idee. A Priori trifft auf Atheismus zu, richtig. Aber A posteriori ist das was aus einem Atheisten einen ANTItheisten macht.

Alles andere macht gar keinen Sinn. Der Antitheismus ist die aktive Form des Atheismus, die Bewusste Ablehung von Gottglauben, auf Basis von Erfahrungen und belegbaren Fakten.

Oder was wäre deiner Meinung dann Antitheismus?


Hier nochmal die Definitionen für dich:

Was sagt ein ... auf die Frage: "Gibt es Gott?"

  • Atheist: Kann keine Aussage machen, weil er das Konzept "Gott" nicht kennt.
  • Antitheist: "Ich weiss, dass es keinen Gott gibt".
  • Agnostiker (schwach): "Zum heutigen Zeitpunkt und mit den heutigen Mitteln wissen wir es nicht. Ich lebe jedenfalls ohne Gott".
  • Agnostiker (stark): "Es ist unmöglich, dies zu wissen. Ich lebe in jedem Fall ohne Gott"
    • Ignostiker: "Ich weiß nicht ob es irgendwelche Götter gibt und es würde auch keine Rolle spielen, weil ich so oder so ohne sie lebe."

Dem Atheisten fehlt nämlich einfach der Glaube an einen Gott. Für ihn hat sich die Sache damit aber gegessen. Er stellt keine Annahmen oder Mutmassungen an. Sein ZUSTAND ist also PASSIV und UNBEEINFLUSST von der Thematik "Gott". Sie drückt sich durch ein nicht-Vorhandensein eines Glaubens aus. Der Antitheist sagt dagegen ganz klar, dass es auf keinen Fall einen Gott gibt und dass dies auch bewiesen werden kann. Er setzt sich also aktiv für sein Anliegen ein.

Manche bezeichnen das auch als "schwachen Atheismus" und "starken Atheismus" bzw. passiven und aktiven. Aber das bringt es nicht auf den Punkt und macht eine klare Unterscheidung kaum möglich, da man wieder definieren müsste, was genau nun star oder schwach ist, wo die Grenzen sind.

Statt dessen kann man viel mehr zwischen starkem und schwachen Antitheismus unterschieden. Während ein schwacher Antitheist sich darauf beschränkt, für sich selbst zu wissen, dass es keine Götter gibt, sieht der Antitheismus die anti-aufklärerische Gefährlichkeit des Glaubens an Götter und versucht daher, diesen Aberglauben aktiv zu bekämpfen. Gewalt ist dabei aber keine akzeptable Lösung. Antitheismus ist keine Religion, er spricht den Religionen lediglich das Recht ab, gleichberechtigt 'neben' der Wissenschaft eine Stimme zu haben und fordert die Beendigung ihrer Alimentation und Subvention durch öffentliche Haushalte.

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@kkleber

Doch, denn ihre Definition macht keinen UNterschied zwischen Atheist und Antitheist.

Selbst wenn das stimmen würde, wäre die Definition dadurch nicht in sich selbst widersprüchlich. Aber es stimmt trotzdem nicht.

Atheist> Ich glaube nicht, dass es einen Gott gibt.

Antitheist>Ich glaube, dass es keinen Gott gibt.

(Und warum zum Teufel siezt du mich plötzlich?)

Denn es geht hier um religiösen Glauben.

Innerhalb dieser Diskussion ist das schon klar. Allgemein ist "Glaube" aber nicht gleichbedeutend mit "religiöser GLaube", deshalb ist Ungläubiger falsch.

Inwiefern sollte der Glaube an Aliens anders sein als der an Götter?

Das muss er nicht sein. ISt aber irrelevant, da Atheismus sich auf Gott/Götter bezieht.

Hier nochmal die Definitionen für dich

Ich kenne deine Definitionen mittlerweile. Aber woher hast du sie? Denn weder deine Definition von Atheismus noch die von Agnostizismus entspricht der allgemeingültigen Definition.

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@kkleber

Was ist denn daran blos so schwer zu verstehen? Es ist unsinn wenn man sich eigene Definitionen erfindet.

Genau das tust Du hier. Es gibt keine mir bekannte Quelle, die Deine Definition unterstützt. Und auch wir Atheisten hier auf GF sind in unserem Selbstverständnis ziemlich einig, was das angeht.

denn die von mir genannten sind die allgemeingültigen.

Nein, sind sie nicht.

Habe ich mehrfach versucht, aber wikipedia wird nunmal von der Allgemienheit kontrolliert und nicht von Menschen mit Fachwissen....

Zum einen tummeln sich auf Wikipedia Heerscharen von Fachleuten. Zum anderen kommt dort die Schwarmintelligenz zum Tragen. Wenn Deine Veränderungen gelöscht werden, ist das ein guter Hinweis darauf, daß sie falsch sind.

Du wirst wohl nicht umhin kommen, einzusehen, daß Du mit Deiner Definition alleine bist.

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@kkleber

Der Antitheismus ist die aktive Form des Atheismus,

Hier liegt vielleicht die Wurzel Deines Irrtums. Du kategoriesierst den Atheismus. Belegst ihn mit Eigenschaften. Atheismus hat keine Formen, nicht mal eine.

Und meine Unterscheidung in a priori und a posteriori ist keine Differenzierung des Atheismus sondern lediglich der Atheisten.

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@kkleber

fordert die Beendigung ihrer Alimentation und Subvention durch öffentliche Haushalte.

Das ist nun wieder keine Eigenschaft des Antitheismus. Das ist eher Antiklerikalismus bzw. Laizismus, welcher auch von Gläubigen Menschen vertreten werden kann.

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@realsausi2

Und im Grunde sagst Du doch damit genau das Gleiche wie wir.

Antitheismus ist eine Teilmenge von Atheismus. Also kann ich Antitheist sein. ohne den Status als Atheist zu verlieren. Nicht jeder Atheist muß zwingend ein Antitheist sein, aber Antitheisten sind immer auch Atheisten (Zumindest solange die Existenz eines Gottes unbewiesen ist. Sollte sich das ändern, wären Ignostiker dennoch weiter Antitheisten, währen Agnostiker sich entscheiden müssen. Es könnte aber niemand mehr Atheist sein.). All das steckt in Deiner Aussage:

Der Antitheismus ist die aktive Form des Atheismus,

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@realsausi2

Nein, es ist nicht im Prinzip das gleiche.

Antitheismus ist eine Teilmenge von Atheismus

Das ist eine unsinnige Aussage. Denn Atheismus ist passiv, Antitheismus ist aktiv.

Nicht jeder Atheist muß zwingend ein Antitheist sein, aber Antitheisten sind immer auch Atheisten

  1. Richtig. 2. aber falsch. Wer Antitheist ist, hat BEWUSST die ENTSCHEIDUNG getroffen, keinen Glauben an Götter zu haben. Aber niemand entscheidet sich Atheist zu werden, man ist das erst mal und ist sich dessen nicht bewusst.

Habe ich schon ausreichend erörtert.

Sollte sich das ändern, wären Ignostiker dennoch weiter Antitheisten,

Nicht so ganz richtig, aber irgendwie schon :)

währen Agnostiker sich entscheiden müssen.

Wieso müssen sie sich entscheiden? Als Agnostiker ist es dir doch egal ob es Gott gibt oder nicht, weil es sich nicht beweisen lässt (aus ihrer Sicht. Aber natürlich ist es bereits bewiesen, dass es Gott nicht gibt). Man lebt als Agnostiker völlig ohne Gott. Wenn er dann doch da sein sollte, warum sollte er sich dann auf einmal dafür interessieren oder nach dessen Regeln leben? Die müsste er dann ja erstmal kennenlernen, wozu er immer noch die freie Entscheidung hätte, ob er nun weiter desinteressiert ist oder sich ändern will. Aber Er MUSS sich nicht entscheiden, sondern kann so weitermachen wie bisher.

Es könnte aber niemand mehr Atheist sein

Doch natürlich. Denn erst wenn dir jemand erzählt das es Gott gibt, kannst du aufhören Atheist zu werden. Bevor man es dir erzählt, bist du ja ohne (wissen über) Gott. Und das ist ja die Definition von Atheismus: "Frei von Glauben an Gott".

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@kkleber

Das ist eine unsinnige Aussage. Denn Atheismus ist passiv, Antitheismus ist aktiv.

Ok, Du hast recht.

Ich ändere meine Aussage dahingehend.

"Antitheisten sind eine Teilmenge der Atheisten"

Habe ich schon ausreichend erörtert.

Ja, aber Du reitest da auf einem toten Gaul.

Wieso müssen sie sich entscheiden?

Ob für sie die Existenz eines Gottes eine Veränderung ihres Lebens bedeutet. Ich würde einem bewiesenen Gott keinerlei Einfluß auch mich einräumen. Ich würde von ihm überprüfbare Belege fordern, daß er die Schöpfung ins Werk gesetzt hat.

"Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden."

Was macht denn den Unterschied zu einem Szenario, daß ein Vertreter einer uns technologisch um Größenordnungen überlegenen Zivilisation hier ankommt und versucht, die Götternummer abzuziehen? Der landet in Rom in seinem aus Licht bestehenden Raumschiff, hat sich vorher alle Infos aus dem Internet gezogen, gibt sich eine humanoide Gestalt, zieht Jesuslatschen an und macht dann den Obermacker.

Da muß sich der Agnostiker zum Einen entscheiden, ob das tatsächlich ein Gott ist. Und dann muß er entscheiden, ob er diesem irgendwelche Rechte in Bezug auf sich selbst einräumt.

Was Du beschreibst ist der Ignostiker.

Es könnte aber niemand mehr Atheist sein Doch natürlich.

Ok. Ich gehe davon aus, daß sich das Erscheinen Gottes angemessen pompös vollzöge, daß alle das mitbekommen. Wer davon verschont bleibt, kann natürlich weiter Atheist sein.

Ich würde aber immer noch gerne mal erfahren, woher Du diese sonderbaren Definitionen von Atheismus herleitest? Du stehst m.E. damit tatsächlich allein auf weiter Flur...

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@kkleber

Und das ist ja die Definition von Atheismus: "Frei von Glauben an Gott"

Auch jemand der schon von einer Gottesvorstellung gehört hat und trotzdem nicht daran glaubt(wie z.B. ich) ist "frei von Glauben an Gott"!

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@hcdfanatic83

Ich würde aber immer noch gerne mal erfahren, woher Du diese sonderbaren Definitionen von Atheismus herleitest? Du stehst m.E. damit tatsächlich allein auf weiter Flur...

Also ich sehe das genauso bzw. ähnlich. Die meisten die sich Atheisten nennen sind eigentlich Antitheisten.

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Das ist in erster Linie Privatsache, man kann niemanden zwingen, dazu öffentlich etwas zu sagen. Mir sind Atheisten grundsätzlich suspekt, aber man muss es akzep- und respektieren.

ich weiß, aber es gibt ja auch Politiker die offen sagen wie wichtig ihnen der Glauben ist, dann kann auch mal ein Politiker sagen, dass er nicht an Gott glaubt.

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So geht es mir mit Gläubigen. Wer wirklich über das Thema Gott und Religion nachgedacht hat, ich verstehe nicht wie man dann kein Atheist sein kann. Für mich sind die Gläubigen nichts anderes als in der welt akzeptierte Spinner.

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Mir sind Atheisten grundsätzlich suspekt

Darf man fragen wieso?

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@hcdfanatic83

ich habe es zwar nicht geschrieben, könnte mir aber vorstellen, wieso. Weil nämlich kein Mensch an irgendeiner Art von Glauben vorbeikommt. Wenn du nicht an Gott glaubst, dann vielleicht an die Liebe, das Geld, die Macht, die Außerirdischen und weiß der Geier was noch. Wir Menschen sind nun mal von der Psyche her so, dass wir an jemanden oder etwas glauben müssen. Wer etwas anderes behauptet, ist mir grundsätzlich suspekt.

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@Antwortante

Atheismus bedeutet aber nicht, dass man an gar nichts glaubt. Atheisten können an alles mögliche glauben nur eben nicht an Götter.

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@hcdfanatic83

Wir Menschen sind nun mal von der Psyche her so, dass wir an jemanden oder etwas glauben müssen. Wer etwas anderes behauptet, ist mir grundsätzlich suspekt.

Das mag dir suspekt sein ist aber so. Glauben muss man erst lernen. Viele verwechseln Glauben auch mit der natürlichen Neugier und dem Drang danach, selbst einen Nutzen zu erfüllen.

Ich glaube an nichts! Womit deine These schon widerlegt wäre ;)

Atheisten können an alles mögliche glauben nur eben nicht an Götter.

Atheismus kommt ja aus dem griechischen und heisst "ohne Gott". Also hast du damit Recht. Das schließt aber nicht aus, dass Atheisten auch an gar nichts glauben können bzw keinen Glauben haben. Mann muss klar differenzieren zwischen religiösem Glauben und anderen Glaubensdefinitionen. Glaube an Außerirdische ist zwar dem religiösen sehr ähnlich, aber eben nicht identisch.

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@kkleber

Mann muss klar differenzieren zwischen religiösem Glauben und anderen Glaubensdefinitionen

Sicher.

ICh halte mich meist an diese Definition: Akzeptanz einer Proposition

Und nach dieser Definition glaubt jeder an etwas. Aber wie du schon angedeutet hast, hat diese Definition nicht viel mit religiösem Glauben gemeinsam.

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@Antwortante

natürlich kommen menschen ohne religiösen glauben aus. wenn du das nicht siehst, tust du mir leid.

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Jeder kann glauben was er will - letztlich sind jedoch ALLE Götter auch nur von Menschen erfunden worden. Ein Politiker sollte sich um soziale Gerechtigkeit, Frieden und Umweltschutz kümmern - die meisten religiösen Politiker tun aber genau das Gegenteil!

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Mir sind Atheisten grundsätzlich suspekt, ...

Das trifft sich gut, dass du das hier postest, mir sind nämlich Religiöse grundsätzlich verdächtig bis unter die Haarwurzeln voller hochmütiger Anmaßung und Vorurteilen gegenüber Atheisten zu sein.

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@PeVau

"Mir sind Atheisten gründsätzlich suspekt".

Atheisten oder diese bestimmte Überzeugung eines Atheisten? Wenn dir Menschengruppe x wegen einem Persönlichkeitsunterschied suspekter vorkommen als andere Menschengruppen (Theisten, was ist mit Fundamentalisten und Fanatikern?) dann finde ich das unfair gegenüber Mitmenschen die anders denken. Das Argument von antwortante "Du musst an etwas glauben, weil es die Psyche so verlangt" ist ja eher noch ein Grund Atheist zu sein. Weil wenn mir bewusst wird dass mein Aberglaube oder "gesuchter Glaube" einfach nur bloß mit meinem Gehirn zu tun hat, dann kann ich auch genauso gut akzeptieren dass er eben von Natur aus so tickt. Ich nehme diese Welt um mich herum ganz anders wahr, seit dem ich nicht mehr an Gott glaube. Ich würde sogar sagen es ist spannender und reizvoller als wie damals als ich in der Gemeinde war einfach nur Gottes Liebe in Form eines Placebo-Effekts zu spüren.

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@realsausi2

Unterschiedlich. Eine Überzeugung kann (nicht im religiösen Kontex gesehen) ein fester Glaube sein. Die Überzeugung dass es keinen Gott gibt oder dass es kein Beweis gibt dass er existiert u.a.

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