Atheist/in & Christ/in

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22 Antworten

Selbstverständlich geht das - mit ein bißchen Toleranz auf beiden Seiten. Und das ist dann auch sehr gut für die Kinder (sofern vorhanden...)

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Kommentar von norelig
17.06.2011, 01:41

Es stellt sich aber die Frage , wer wann bei bestimmten Entscheidungen wen tolerieren soll .

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Also bei den Antworten hier könnte man denken, dass Menschen auf Grund einer Eigenschaft zu Fremden werden...:-)

Ich bin mit jemanden verheiratet der aus einem völlig anderen Kulturkreis kommt. Christen sind wir beide, aber dieser Aspekt stellte sich erst Wochen später ein. Soviele andere Dinge sind doch wohl erstmal viel entscheidender. Dann die Schmetterlinge im Bauch, man ist doch erstmal froh, dass so ein wundervoller Mensch die Gefühle erwidert die man auf einmal - so plötzlich - empfindet. Meine Frau war damals Mitglied einer Kirche, die aus der Pfingstlerbewegung stammt, da konnte ich als Lutheraner nur schwer zustimmen, zu verschieden sind unsere Konfessionen, trotzdem bin ich in Ihre Kirche gegangen, habe mir das mehrmals angeschaut und sicher nicht ein einziges Mal gefordert, sie solle das aufgeben...

Letztlich hat sie sich für meine Kirche entschlossen, das hat ein paar Jahre gedauert, aber es war Ihre Entscheidung. Und so sollte man es halten, ich kenne einige Paare in meinem kirchlichen Umfeld die Ihren Partner nur zu nicht sakralen Veranstaltungen mit in die Kirche bringen. Und es gibt auch Paare, da geht jeder in seinen Gottesdienst, ich finde daran nichts schlimmes, denn das Leben findet doch nicht nur in der Kirche statt...

Ein Atheist ist nichts anderes als ein Nichtgläubiger, wenn es z.B. um Nächstenliebe geht ist er genauso dazu fähig wie ein Christ, Moslem oder Jude. Viel mehr erwarte ich nicht von meinen gottlosen Freunden, denn für den Glauben an Gott, muss ich schon eine Überzeugung haben, wenn ich die nicht bekomme, dann bleibe ich halt ungläubig...

Wenn wir nicht mit Menschen auskommen, die einen anderen Glauben haben, wie sollen wir es dann mit Menschen, die aus einem völlig anderen Land oder Kontinent sind? Ich denke ein Kriterium ist der Bildungsstand und das soziale Umfeld, hier dürfte es weitaus schwieriger sein, als bei der Konfession, kommen beide Partner aus vergleichbaren Umfeldern, dann ist der Glaube kaum ein Problem...

Schwieriger wird es bei Heirat und später mit den Kindern, nur wird man diesen Schritt ja erst viel später vollziehen, da hat man dann genug Zeit sich über solche Dinge Gedanken zu machen, dort wird es dann interessant in wieweit sich Kompromisse schliessen lassen. Ich denke wenn es nicht klappt, dann ist einer der beiden weniger kompromissbereit, ich kenne z.B. ein Ehepaar, wo man ganz bewusst auf Taufe verzichtet hat, dafür dürfen die Kinder zum Religionsunterricht und die Unterschiede der beiden Lebensauffassungen werden ganz offen diskutiert. Wenn dann die Zeit des Konfirmationsunterrichts kommt, dann entscheiden das die Kinder und machen dann auch die Taufe gleich mit. Beide Eltern sind Hochschulabsolventen, Sie arbeitet als Lehrerin am Gymnasium er an einer Fachuni, ansonsten sehr ähnliche Ansichten über Urlaub, Einrichtung und Lebensziele, da wird es dann leichter sich in diesem einen Aspekt zu einigen. Wahrscheinlich hat die frühe Auseinandersetzung sogar zu einer wesentlich besseren Grundlage für Ihre Ehe geführt, wenn man solche Unstimmigkeiten nämlich am Anfang der Beziehung ausräumt oder regelt, dann macht man das sicher auch mit anderen Dingen. Also vielleicht sogar ein Vorteil...:-)

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Ich denke das kommt darauf an. Wenn der Christ/die Christin das glaubt sollte das den Atheisten/die Atheistin nicht sonderlich stören. Stichwort Toleranz. Wenn aber jeder zweite Satz eine Lobpreisung auf den Herrn beinhaltet, dann wird das über kurz oder lang nicht gut gehen.

Das ganze kommt eben darauf an ob man nun einfach Christ ist und andere Einstellungen toleriert oder ob man auf militante Weise versucht den gegenüber zu missionieren.

Das ist auch der Grund warum dir Erfahrungen anderer nicht viel bringen werden, da das jeder Mensch anders sieht. Ich denke dass müsst ihr für euch selbst ausmachen wie ihr euch da verhaltet.

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Intressante Frage. Ich denke es ist sehr schwierig da ihr unterschiedliche Erwartungen habt und vielleicht deshalb unglücklich werdet. Ein leidenschaftlicher Christ wird auch niemals den Versuch aufgeben der partner zu "missionieren" aufgeben, wenn er ihn wirklich liebt weil er weiss was ihn sonst nach dem tod erwartet. Ok versteht warscheinlich ekiner aber egal :) Zuckerfee.

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Natürlich geht das. Ich bin aktiver Christ und meine Frau ist Atheistin. Wir führen seit über 30 Jahren eine glückliche Ehe.

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Das hängt davon ab, a) wie intensiv/engagiert der der/die eine bzw. der/die andere seine Position vertritt, b) wie glaubhaft der/die eine oder andere die des einen/der anderen akzeptiert und c) wie einig sich die beiden sind/werden, wie sie ihre Kinder erziehen wollen. Das ist eine hohe Zahl an Ungewissheiten/Unwägbarkeiten, die eine solche Beziehung bedrohen können. Eine frühzeitige verbindliche Absprache ist unabdingbar.

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Eigentlich nicht . Es sind einfach 2 verschiedene Welten die da aufeinander prallen . Dadurch wird es immer wieder zu Meinungsverschiedenheiten kommen . Mit Toleranz kommt man da auch nicht weiter , wer soll denn wann wessen Meinung tolerieren ? Beispiel Kind : Taufe , ja oder nein . Der Atheist sagt nein . Der Christ sagt ja . Wer soll nun wen tolerieren ? Oder Hochzeit : Kirchlich oder nur standesamtlich ? Als Atheist kirchlich heiraten ? Oder als Christ auf kirchliche Heirat verzichten ? Diese und ähnliche Probleme , die sind einfach vorprogrammiert . Gemeinsame Interessen , gemeinsamer Alltag , das wird sicherlich funktionieren , aber sobald es an Dinge die mit Glauben zu tun haben geht wird es einfach Probleme geben .

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Kann es. Allerdings frage ich mich da: WIE christlich? Auf-dem-Papier-christin sollte kein Problem sein, an-weihnachten-traditionsgottesdienst ebenfalls nicht. Auch Event-Christin sollte gehen. Unschön wird es, wenn du feststellst, dass du neben ihrem Gott die zweite Geige spielst. Dann wär für mich Ende im Gelände.

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Kommentar von JustNoName
17.06.2011, 18:19

richtig christlich, so das Gott der "Lebensmittelpunkt" ist :)

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Wenn Kinder angestrebt werden kann es eine einfache Lösung heute geben: Beide Eltern stehen zu ihren Ansichten gegenüber den Kindern. Das kann wunderbare Diskussionen in der Familie hervorrufen aus denen die Kinder eine Menge lernen können. Wenn sie dann alt genug sind mögen sie sich selbst entscheiden ob sie glauben wollen oder nicht. Allerdings sollte der atheistische Teil so tolerant sein eine Nottaufe im Bedarfsfall beim Kind zuzulassen.

Toleranz ist ein wesentlicher Pfeiler einer guten Ehe.

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Kommentar von ErsterSchnee
16.06.2011, 22:32

Auch ein getauftes Kind hat jederzeit die Möglichkeit, sich selbst zu entscheiden, ob es glauben möchte oder nicht! Bei der Taufe wird nur ein wenig Wasser auf den Kopf geträufelt - nicht gleich das ganze Hirn weggespült! :-)

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Ich denke schon! Da gibt es schließlich viel wichtigere Faktoren, die da eine Rolle spielen!!!

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Ja, wenn sie beide nicht total von Ihren Standpunkt überzeugt sind und sich Gegenseitig tolerieren , dann kann es klappen

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wenn man anfängt menschen nach ihren religionen/welt/anschauungen oderähnlichem zu sortieren und zu verallgemeinern kommt man so oder so nicht klar. weils die frage dich persönlich betrifft, kannst du es also gleich vergessen, wenn du so herangehst.

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Sicher kann das klappen.

Sieh es als Beziehungstest:

Ist euch eure Beziehung so viel Wert, dass ihr dieses Thema beiseite lassen könnt, also sprich die gemeinsame Beziehung mehr wiegt als ein Streitpunkt, der nie veri- oder falsifiziert werden kann?

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Kommentar von JustNoName
16.06.2011, 22:10

Das hoff ich doch ;) Schön wär halt wenn hier Jemand Erfahrung damit hat...

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Nach meinen Erfahrungen kann das nur klappen, wenn der/die Christ/Christin genug Toleranz zeigen kann/darf, die es ihm/ihr erlaubt, seine/ihre echte, körperliche, wahrnehmbare und jeden Tag bei der Lösung realer Probleme aufs Neue geforderte und zu beweisende Liebe zu dem/der Atheisten/Atheistin über die fiktive, traumhafte, völig sinnfreie und gefühlsneutrale "Liebe" zu ihrem/seinen Gott zu stellen!

Und genau da hapert es beständig!

Aber es könnte klappen - wie gesagt, wenn.... - siehe oben!

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Kommentar von JustNoName
16.06.2011, 23:28

"fiktive, traumhafte, völlig sinnfreie und gefühlsneutrale "Liebe" " :D

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Kommentar von Gronkor
17.06.2011, 00:08

Bei der Einstellung möchte ich kein Christ an Deiner Seite sein.

Respekt sieht anders aus.

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klar, kann es gehen. warum nicht wenn man die religion in den hintergrund stellt, sollte das ganz gut gehen.

klar ab und zu kann man auch über religion reden, so als diskusion. aber sonst eher im hintergrund lassen

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Schau einmal nach bei dir im Herz, ob es klappen kann. Da war so eine ähnliche Frage, findest du da unter Umständen Antwort?

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Natürlich kann das klappen. Man darf halt nicht über Religion reden.

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Kommentar von JustNoName
16.06.2011, 21:58

Mhm, ich weiß nicht, ob nicht darüber reden geht...Ich mein, Gott ist von nem Christen DER zentrale Lebensinhalt...Und was ist mit Sachen wie Kinder erziehen? Ich glaub den Unterschied zu ignorieren ist keine Lösung...

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Natürlich geht das. Was hat denn Liebe mit der Religion zu tun? Genausowenig wie die Herkunft!

Warum Leute sowas immer fragen hier, kann ich nicht verstehen. Wenn man sich liebt, dann gibt es keine Grenzen. Und das muss man von selbst wissen. Weiß man es nicht, so ist es vielleicht gar keine Liebe ....

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Kommentar von Claud18
17.06.2011, 10:26

Nur: Die hochfliegenden Gefühle vergehen, und der Alltag kommt. Daran sind auch schon viele Beziehungen gescheitert, bei denen es um wesentlich geringfügigere Meinungsverschiedenheiten ging.

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Es ist, und da spreche ich aus eigener Erfahrung, sehr schwierig. Fuer echte Atheisten ist keine Religion besser als eine andere, und Atheisten stellen permanent Fragen.

Religioese Menschen brauchen ein sehr dickes Fell, um den kritischen Fragen der Atheisten standzuhalten. Und demnach,was religioese Menschen glauben, ist es manchmal, bei aller Liebe, fuer A. sehr schwer, sich ein Grinsen zu verkneifen.

Wenn der atheistische Partner den Glauben als Schrulle ansieht, ist es am Einfachsten. Wenn der religioese Partner aber verlangt, dass sein Glauben, unabhaengig von seiner Person, ernstgenommen wird, dann kracht es im Gebaelk.

Der glaeubige Partner muss irgendwann akzeptieren, dass Glaube seine Privatsache ist: dann gehts auch auf Dauer. Wenn der religioese Partner versucht, den atheistischen Partner zu missionieren, gehts in fast allen Faellen schief.

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Kommentar von Claud18
17.06.2011, 10:12

Zu DDR-Zeiten war es eher so, dass dem atheistischen Partner nahegelegt wurde (nicht zuletzt wegen der Karriere), seinen gläubigen Partner von seinem "Aberglauben" abzubringen.

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Kommentar von riara
17.06.2011, 10:45

Der glaeubige Partner muss irgendwann akzeptieren, dass Glaube seine Privatsache ist: dann gehts auch auf Dauer. Wenn der religioese Partner versucht, den atheistischen Partner zu missionieren, gehts in fast allen Faellen schief.

..und umgekehrt!

Das mit dem Grinsen ist so eine Sache, erinnert mich an den hochgebildeten Partner, der keine Gelegenheit verstreichen lässt um dem nicht so gebildeten Partner zu sagen, wie doof er eigentlich ist. So wird da nie eine gute Partnerschaft draus, aber in diesem Fall hat der intelligentere Partner eben einen Makel:

fehlende soziale Kompetenz...

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Wenn die Religion für euch nicht der Lebensmittelpunkt ist sehe ich da für euch beide keine Probleme.

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Kommentar von JustNoName
16.06.2011, 22:03

Wenn man davon ausgeht, dass alles von Gott kommt, Gott über alles bestimmt und alles zu Gott führt, ist dann Gott nicht der Lebensmittelpunkt?

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