Asystolie - REA wird gestartet , zeigt ventrikuläre Fibrillation - Halbauto. Defi wird angewendet

3 Antworten

Schlechtes Beispiel... Diesen Patienten fährt man unter laufender Reanimation in die Klinik. Dort darf er dann "versterben".

Klar ist, die Rea wird erst mal klassisch fortgesetzt. DENN, im Rettungswagen stirbt ja bekanntlich niemand. Auch wenn man in den Medien hier und da mal hört, der Patient wäre auf dem WEG ZU KH verstorben. GIBT ES NICHT.

Ansonsten wie Maxl100 schon geschrieben hat, wären 3 Salven "möglich" aber realistisch wohl kaum *g*...

Man kann, solange Kammerflimmern vorliegt, auch defibrilieren. Dies natürlich in Ergänzung zur normalen Herz-Lungen-Wiederbelebung, die selbstverständlich nebenher durchgeführt werden muss. Alleinige Defibrillation bringt nichts. Ob nun aber ein Transport unter Reanimation sinnvoll ist, das sei dahin gestellt. Ich persönlich mache das nicht, oder nur in äußerst begrenzten Ausnahmesituationen (z.B. nach Gabe einer Lyse), aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden.

Normalerweise wird zwischen zwei Defibrillationen immer 2-2,5 min reanimiert.

ERC sieht folgende Ausnahme vor (aus Sektion 3):

Die Anwendung von bis zu 3 schnell aufeinanderfolgenden Schocks kann in Betracht gezogen werden, wenn sich Kammerflimmern/Kammerta­chykardie [...] wäh­rend Herzkatheterisierung oder kurz nach einer Thorakotomie ereignet. Diese Dreischockstrategie kann eben­ so für einen unmittelbar am Moni­tor beobachteten VF/VT­Kreislauf­stillstand, wenn der Patient bereits an einen manuellen Defibrillator ange­schlossen ist, erwogen werden.

Das heißt für dein Beispiel:

Der Patient wird erfolgreich reanimiert, fällt jedoch während dem Transport in VF/VT, dann kann man eine "Salve" defibrillieren.

Sinn einer Defibrilliation ist ja nicht eine Asystolie, sondern die kreisende Erregung durch eine Repolarisation zu stoppen und dem Sinus-Knoten (ersatzweise auch dem AV-Knoten) die Möglichkeit zu geben, als Signalgeber wieder zu wirken.

Was möchtest Du wissen?