Was ist der Unterschied zwischen Asylant und Flüchtling?

7 Antworten

Hallo ...,

hier meine Definition >>Flüchtling<<usw.

zuerst ein Zitat, Soziologe Helmut Schelsky brachte es auf diese Formel: >>Wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch die Menschen.<< 

Immer wieder höre und lese ich, auch hier im Netz, welch beispiellose Nonchalance eine vernunftbegabte Kulturnation an den Tag legt, wenn es darum geht, unterschiedlichste Menschengruppen unter den Begriff >>Flüchtlinge<< zu subsumieren. Das ergibt die Notwendigkeit zu umfänglichen Korrekturen.
Denn die offenkundig gewollte Mischung unterschiedlicher Begriffe wie >>Flüchtling<<, >>Migrant<<, >>Asylbewerber<<, >>Verfolgter<<, oder >>Zuwanderer<< und (>>Migrations-Hintergrund<< was auch immer diese Bezeichnung bedeutet). Ein weiterer Begriff ist >>Wirtschaftsflüchtling<<.

Flüchtling ist, wer sicheres Terrain betritt, wenn das Heimatland nicht (mehr) in der Lage ist, für Leib und Gesundheit zu bürgen;

der Asylbewerber darf sich auf den Artikel 16a Satz 1 des Grundgesetzes berufen, das feststellt, dass dieser Schutzgewährung die nachweisliche politische Verfolgung vorauszugehen hat;

Migranten hingegen verlassen ihr Land aus eigenem Antrieb (sie emigrieren) - in der Hoffnung auf einen höheren Lebensstandart im Zielland;

Wirtschaftsflüchtling ist, (meine Definition) wer bei uns in Deutschland Kapital erwirtschaftet und dies vor dem Fiskus in ein Steuerparadies versteckt. Der bekannteste dürfte wohl Uli Hoeneß (Unternehmer und ehemaliger Präsident des FC Bayern) sein. Ein anderer flüchtete sogar selbst vor dem Fiskus. Waldemar "Waldi" Hartmann (Journalist, Moderator und Sportreporter) wohnte aus steuerlichen Gründen von 2000 bis 2015 in Chur in der Schweiz. (Seine eigene Aussage bei "Markus Lanz" auf mehrmalige Nachfrage. Nach der Steuerhöhe wurde er gefragt, "Antwort: dies sei Verhandlungssache"). Anmerkung von mir, "Wirtschafts-(steuer) flüchtlinge" bezahlen in der Schweiz weniger Steuern.

Schutzsuchende aus (Bürger-)Kriegsgebieten aufzunehmen, ist eine humanitäre Herausforderung ersten Ranges. Fest steht aber auch, das weder die Genfer Konvention noch andere Vertragswerke Staaten verpflichten, Migranten (sogenannte Wirtschaftsflüchtlinge) Unterschlupf zu gewähren. In der nötigen Deutlichkeit ausgedrückt: Wer nicht politisch verfolgt oder kriegerischen Auseinandersetzungen ausgesetzt ist, ist auch kein Flüchtling !!!

Infam, egoistisch und politisch extrem kurzsichtig ist die für allzeitige Verwendbarkeit gefügig gemachte Leier von den >>Fachkräften<<, die unserem Arbeitsmarkt fortan in kürzester Zeit zu Verfügung stehen sollen. Denn abgesehen davon, dass der Terminus >>Fachkraft<< nur auf den geringsten Teil der Neuankömmlinge zutrifft, ist zu fragen, ob diesen - und damit Herkunftsländern - nicht erheblich eher geholfen wäre, wenn dieses vorgebliche Ausbildungsniveau dort zu Anhebung des Lebensstandards nutzbar gemacht würde. Diese geburtenstarken Nationen brauchen vor allem mit Hinblick auf die künftige Entwicklung zuvörderst ein gut ausgebildetes Personal, um gegenüber der wirtschaftsstarken Konkurrenz der etablierten Industrienationen und Schwellenländer nicht noch weiter zurückzufallen. So viel muss aus der Geschichte gelernt werden !!!

In der derzeitigen Debatte werden beide Begriffe miteinander vermischt. Der Flüchtling flieht aus seinem Land, weil er die Lebensumstände dort nicht ertragen kann. 

Ein Asylbewerber flieht vor POLITISCHER Verfolgung  und nur dieser Umstand ist durch Artikel 16 GG gedeckt. Ferner greift Asyl nicht, wenn die Antragstellenden über ein sicheres Drittland hier her kommen.

Bilde Dir dazu Deine Meinung.

Es gibt, genau genommen, keine Flüchtlinge bei uns. Die Flucht endet nämlich in dem Moment, in dem der Grund für die Flucht nicht mehr existent ist. Ein Kriegsflüchtling aus Syrien hat seine Flucht in dem Moment beendet, in dem er Boden betritt, wo er nicht mehr vom Krieg bedroht ist. Wenn er von da nach Deutschland will, dann ist er Asylant. Und darüber hinaus wird er zum Wirtschaftsflüchtling, weil er nicht z.B. in Griechenland bleiben will, sondern ins vermeintlich reiche Deutschland.

Top Antwort👍🏻

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Das stimmt nicht ganz. 

Die Flucht ist erst beendet, wenn im Heimatland des Flüchtlings die Fluchtursache nicht mehr besteht. Ein Kriegsflüchtling aus Syrien hat seine Flucht also erst in dem Moment beendet, in dem in Syrien kein Krieg mehr herrscht und er dorthin zurückkehren kann.

Damit ein Flüchtling überhaupt von seinem Recht auf Schutz und Aufenthalt in einem anderen Land Gebrauch machen kann, muss die Fluchtursache von diesem anderen Land als "relevant" erachtet werden. Dann wird der Flüchtling ein Asylbewerber

Kann der Asylbewerber glaubhaft darlegen, dass er tatsächlich von der Fluchtursache betroffen ist und ihm das Aufenthaltsrecht zugesprochen, wird er ein Asylberechtigter

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@samizzze

Das ist Blödsinn. Wovor flüchtet denn ein Kriegsflüchtling noch, wenn er ein sicheres Land erreicht hat? Er könnte beispielsweise in Griechenland ein neues Leben anfangen. Aber wenn er entscheidet, der Einladung einer deutschen Politikerin zu folgen,  und ins vermeintlich reiche Deutschland weiter zu reisen, wovor flüchtet er da? Weshalb setzt er seine "Flucht" fort? Ein Asylberechtigter hat Recht auf Asyl, aber kein Recht auf freie Wahl des Aufenthaltslandes.

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@wiki01

Wovor flüchtet denn ein Kriegsflüchtling noch, wenn er ein sicheres Land erreicht hat?

Vor dem Krieg natürlich. Das Erreichen eines sicheren Landes (egal welches) ist nicht das Ende der Flucht. Das ist erst die Rückkehr ins Heimatland. Davon ausgehend, dass die Menschen ihr Land ja nicht freiwillig verlassen und gerne in ihre Heimat zurückkehren möchten... 

Dass Flüchtlinge ihre Flucht fortsetzen, liegt wohl daran, dass sie sich hier eine bessere Versorgung erhoffen und ja, möglicherweise sehen viele auch eine Möglichkeit sich hier eine Zukunft über das Asyl hinaus aufzubauen. 

Und warum auch nicht? Die deutschen und auch die allermeisten anderen Einbürgerungsgesetze stellen ganz konkrete Voraussetzungen an die Immigranten, so dass sie eben nicht "dem Staat auf der Tasche liegen" oder noch schlimmer "unsere guten Steuergelder in den Ar*** geschoben bekommen".

Dass in ihrem Land nun grade eine Krise herrscht, die sie zu Flüchtlingen macht...naja, mein Gott, das befreit sie gerade mal von der Visumspflicht. Sie bekommen ihren Asylstatus und wenn sie darüber hinaus bleiben wollen, müssen sie sich, wie jeder andere Immigrant auch, um einen dauerhaften Aufenthaltstitel bemühen. 

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Es gibt auch welche "Nord-Afrikaner", die flüchten vor der dortigen Justiz

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