Astrofotografie mit Canon bei Skywatcher

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2 Antworten

Hallo

  • welche ISO ?
  • wurde nachgeführt ?
  • Tiefpassfilterproblem ?

Normalerweise sollte es Lichtflecken/Lichtspuren geben aber bei Langzeitbelichtungen wird der Sensor heiss und rauscht. Dann rechnet die Kamera evtl die Lichtpunkte als Rauschen raus.

DSLR für Sternefotografie ist nur eine Übergangslösung bis man sich eine richtige Astrokamera leisten kann/will. Die ist meist billiger als eine DSLR auf Astro umzubauen (200-300€) und die kann man meist noch leicht kühlen. Bei DSLR ist das recht zäh es gibt Peltierumbauten oder Stickstoffinjektoren

Hallo paranomaly,

um dir diese Frage zu beantworten, brauchen wir noch ein paar genauere Angaben:

  • wie lange genau hast du denn belichtet?

  • wieviel ISO hattest du?

  • Hast du nachgeführt oder Strichspuraufnahmen gemacht?

  • Hast du ein bestimmtes Ziel ausgewählt oder das Teleskop auf gut Glück in den Himmel gehalten?

Wenn du die Sterne ebenfalls mit Barlow fotografiert hast, dann hattest du eine Blende/ ein Öffnungsverhältnis von f/10. Das ist schon ziemlich dunkel und braucht daher ziemlich lange Belichtungszeiten und hohe ISO-Einstellungen. Außerdem ist das Bildfeld bei insgesamt 2000 mm Brennweite sehr klein (grob geschätzt etwa 20', wenn es keine Vollformatkamera ist), sodass du vermutlich auch keine sonderlich hellen Sterne im Blickfeld hattest, solltest du das Teleskop auf ein zufälliges Ziel gerichtet haben.

Vorgehensweise:

Nimm die Kamera vom Teleskop ab und schraub sie inklusive eines Objektivs mit möglichst geringer Brennweite und hoher Lichtstärke drauf. Wenn mich nicht alles täuscht, müsste das Skywatcher passende Fotoschrauben an den Rohrschellen haben. Falls es das aber doch nicht tut, setze die Kamera auf ein normales Fotostativ. Anschließend richtest du die Kamera auf ein möglichst helles und großes Sternbild aus ( Großer Wagen, Kassiopeia, Löwe, Schwan, Orion) und fotografierst es mit einer Blende von 3,5 und ISO 1600 für mindestens 30 Sekunden. Anschließend gehst du mit den Werten immer weiter runter, bis du ein akzeptables Niveau erreicht hast.

Dein Teleskop hat ohne Barlowlinse ein Öffnungsverhältnis von f/5, ist also noch einigermaßen lichtstark. Beachte, dass mit Verringerung des Öffnungsverhältnisses, also dem Größerwerden der Zahl hinter dem Bruchstrich, das Bild immer dunkelr wird und dann längere Belichtungszeiten und höhere ISO-Werte braucht. Oder im Klartext: Vergiss fürs Erste die Barlowlinse und fotografiere ohne sie.

Wenn du mit dem Teleskop fotografierst, solltest du auch beachten, das aufgrund der höheren Brennweite das Bildfeld deutlich kleiner ist als bei herkömmlichen Objektiven. Du solltest also genau wissen, was du fotografierst, denn sonst wirst du kaum irgend etwas spanndes auf den Sensor bekommen. Ebenfalls wichtig ist eine sehr präzise nachführung mit Guiding, damit das Bild nicht später matschig aussieht. Und zu guter Letzt solltest du beachten, das die Bildbearbeitung nochmal mindestens genausoviel Zeit beansprucht, wie die Aufnahmen selbst, sprich mehrere Stunden. Denn wirklich schöne Aufnahmen bestehen in der Regel aus etlichen gestackten Einzelaufnahmen.

Ich hoffe, das war hilfreich. MfG

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