Asperger-Syndrom oder nicht?

6 Antworten

Es gibt mehr oder minder ausgeprägte Syntome. Asperger können sehr gesellige Leute sein, auch in die Augen sehen. Auffällig ist eher die sehr schnelle Ablenkbarkeit, das Aufbauen von Unruhe über den Tag, die - manchmal nervige - Diskutierfreudigkeit.

Selbst habe ich in meiner Tanzgruppe solche eine Persönlichkeit. Sie kann die Choreographie super, je nach Tagesform "hempelt" sie allerdings manchmal ihre eigene Version. Sie versteht nur durch harte, knappe Worte, das so etwas in einer Gruppe nicht gut kommt. Das tut mir manchmal leid und macht auch die anderen stutzig, anders kommt es aber nicht bei ihr an. Bei der Entspannung, lässt sie z.B. keine Massage zu, bzw. Berührungen. Dann ist sie mit ihren Gedanken immer weit voraus (Zurechtlegung), ihren sehr guten Ideen und Einfällen können wir dann manchmal leider nicht so schnell folgen. Wir machen uns aber einen Spass daraus und sie genießt es dann aber auch uns das nochmal mit Begründung darzulegen. Ich konnte das der Gruppe aber auch klarmachen. So ist der soziale Umgang besser zu händeln. Ich glaube, vielen Lehrern/Trainer fällt der Umgang deshalb so schwer, weil sie die gelegentlichen "Ausfälle" als direkten Angriff auf sich selbst (im Sinne von ärgern) nehmen. Denn einer hochintelligenten Person, von der man weiss, dass sie bestimmte Dinge kann, erwartet man das sie das immer können. Das ist aber nicht der Fall. Ganz viele kommen sowieso sehr schwer mit autistischen Persönlichenkeiten klar. Dabei sind das sehr, sehr liebenswerte Personen. Meine kleine Teilnehmerin macht jetzt Yoga, für die Konzentration/Sammlung und Entspannung, wir haben uns überlegt, das wir das zum Ende der Stunde gut alle gemeinsam in anderer Form machen können.

Auffällig ist eher die sehr schnelle Ablenkbarkeit, das Aufbauen von Unruhe über den Tag, die - manchmal nervige - Diskutierfreudigkeit.

Das ist EINE mögliche Ausprägung. Wobei mich diese Beschreibung eher an AD(H)S denken lässt.
(Asperger-)Autismus ist nach außen sehr vielältig. Diese Beschreibung trifft vielleicht auf ein paar Autisten zu, auf viele jedoch auch gar nicht.

Ich glaube, vielen Lehrern/Trainer fällt der Umgang deshalb so schwer, weil sie die gelegentlichen "Ausfälle" als direkten Angriff auf sich selbst (im Sinne von ärgern) nehmen. Denn einer hochintelligenten Person, von der man weiss, dass sie bestimmte Dinge kann, erwartet man das sie das immer können. Das ist aber nicht der Fall. Ganz viele kommen sowieso sehr schwer mit autistischen Persönlichenkeiten klar.

Diesem Absatz stimme ich vollständig zu.

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@Rechercheur

Da hast Du völlig recht. Es gibt ja leider 1001 Variation und die Grenzen verschwimmen sehr. Ich persönlich finde, dass die Lehrer wesentlich besser darauf in der Ausbildung aufmerksam gemacht werden sollten. Schade um die Kinder!

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Willst du Gewissheit? Wenn ja - lasse dir einen Termin bei einem Psychiater mit Fachrichtung Autismus geben.

Da es halt nicht den typischen Asperger-Autisten gibt, ist es natürlich (erstmal?) verwirrend.

Es wird nach noch viel mehr Dingen aus deiner (früheren) Kindheit gefragt.

Dieses "Vieles können und nichts machen" würde ich als einen Punkt in Bezug auf Asperger sehen: denn - wer nichts macht, kann nichts falsch machen. Besonders wenn einem Perfektion wichtig ist. "Solange ich mir nicht sicher bin, sage ich lieber nichts. Dann besteht auch nicht die Gefahr ausgelacht zu werden".

Zumindest ist das so, wenn ich von meiner Tochter ausgehe.

Mein Bruder ist auch Autist und daher weiß ich von Psychologen das Autisten das nicht merken/akzeptieren also kann es sein aber das ist nichts schlimmes :DD bei dir scheints nicht sehr ausgeprägt zu sein :DD

Mein Sohn hat auch autistische Züge, ein Psychologe würde da überhaupt nicht helfen können. Das Umfeld muss damit umgehen können.

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und daher weiß ich von Psychologen das Autisten das nicht merken/akzeptieren

Das trifft so nicht auf alle Autisten zu.

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