Asperger Syndrom Diskriminierung 2

5 Antworten

Vielleicht will man tatsächlich was verhindern - dass ihr ein Vorzeigeobjekt aus ihm macht, statt ihn so weit wie möglich Kind sein zu lassen. Ihr platzt ja vor Stolz. Habt ihr ihn mal gefragt, ob er das alles auch will? Oder ist es eher so, dass er muss, weil er es kann?

2

Hallo, danke schön für Ihre Antwort. Ja, wir platzen schon manchmal vor Stolz, das stimmt sicher, wir sind aber auch nur Eltern. Und wir kennen mehr das andere Extrem, es ist seit Jahren eine wilde Achterbahnfahrt mit ihm, tiefe Tiefen, hohe Höhen, und wir möchten schon, dass diese Höhen als außerordentliche Höhen bemerkt werden. Ob er das alles will, ist eine groteske Frage, wenn man ihn kennt. Wir halten uns für selbstkritisch, sicher kann ich sagen, dass meine Frau und ich nicht unsere gescheiterten Träume stell- vertretend verwirklichen wollen, weil wir diese gar nicht haben. Wir heischen auch beide nicht nach öffentlicher Aufmerksamkeit. Seit Jahren versuchen wir vielmehr zu bremsen, zu bremsen, zu bremsen. Wir lenken natürlich seine Interessen in alle möglichen Richtungen, er entwickelt aber oft einen Fanatismus, der ihn meist sehr schnell so viel besser sein lässt, als wir sind, dass wir dann nur schwer mithalten können. Er muss es allerdings wollen. Jahrelang wollte er z.B. nicht Fahrrad fahren lernen, als er es dann wollte, konnte er es in einer Viertelstunde. Wenn er aber etwas nicht will, ist alles zwecklos. Er ist natürlich in erster Linie noch Kind und macht auch überwiegend kindliches Zeug. Er ist jemand, der die 11. Wurzel aus einer 18stelligen Zahl in unter 10 Sekunden findet, aber gleichzeitig noch unbeirrt an den Osterhasen glaubt.

Ob er MUSS, was er kann, habe ich mich schon oft gefragt. Es ist aber nicht so, er ist kein Taschenrechner, er hat einfach nur Spaß daran, das richtige Ergebnis zu sagen, freut sich dann über das Lob, und setzt sich selbst mehr unter Druck, als uns lieb ist.

0
35
@Willybaerwilly

Warum läßt Ihr ihn nicht in Ruhe, er hat bestimmt noch andere Interessen.

0

Melde dich bei der Schulaufsichtsbehörde. Es gibt sogar Vorschriften zur Förderung von Autisten, die in jeder Schule befolgt werden müssen (siehe hier: http://www.schule-bw.de/schularten/sonderschulen/autismus/ )

2

Danke schön für Ihre Antwort. Wir wußten nicht, dass es diese Vorschriften gibt.

0

Wendet euch an den Schulleiter und legt ihm euren Verdacht nahe. Seine Reaktion wird euch wohl Beweis genug werden. Alternativ - oder wenn ersteres nichts nützt - wäre die nächst höhere Instanz der Schulträger (i.d.R. die Stadt) - die höchste (außergerichtliche) ist das Kultusministerium Deines Bundeslandes.


als Anstoß:

http://www.lernen-ohne-angst.de/index-Dateien/LoaTippszurDienstaufsichtsbeschwerdegegenLehrer.htm

2

Danke schön für Ihre Antwort. Die Schulleiterin ist seine Mathematiklehrerin. Er verbessert sie laufend im Unterricht, sagt auch schon mal Sachen wie "sie sollen nicht soviel labern, sondern lieber Aufgaben stellen" und stört damit natürlich ihren Unterricht. Er hat in Mathe auch schon eine Klasse übersprungen. Resultat ist aber leider auch, dass ihm bestimmte Sachen (wie zum Beispiel Textaufgaben) nicht richtig erklärt werden, weil oft unterstellt wird, das er ja eh alles kann. Das stimmt natürlich nicht. Auch er muss Sachen gezeigt bekommen, sonst kann er die auch nicht. Er lernt aber extrem schnell. Bruchrechnen z:b.habe ich ihm an einen Sonntagmittag beigebracht.

0

FSJ für menschen mit asperger syndrom oder autismus geeignet?

hallo leute, wie oben in der frage schon beschrieben, würde ich gerne ein fsj machen, am liebsten im ausland, um auslandserfahrung zu machen, eine oder mehrere neue kulturen näher kennenzulernen, menschen zu helfen und mich geistig und seelisch weiterzuentwickeln. außerdem möchte ich viele neue plätze der welt kennenlernen und nicht nur in deutschland später sein. aber da ich das asperger syndrom habe, frage ich mich, ob ich überhaupt ein fsj machen soll oder nicht. ich möchte das so gerne nach dem abi (erst schule beenden natürlich, sonst muss ich so viel nachholen) machen... und bin auch bereit dazu, mich auf neue lebensweisen einzulassen, weil ich mal erleben möchte, wie man ohne den 'luxus', den wir haben, zu leben...

...zur Frage

Keiner möchte mit mir ins Zimmer auf der Klasssenfahrt?

Hallo :)

Mein Problem: Wir fahren in zwei Wochen nach Prag mit meiner Klasse und niemand möchte mit mir auf ein Zimmer gehen.

Zu meiner Person: Ich bin ein Junge, Homosexuell und habe keine männlichen Freunde in der Klasse, da ich nach meinem ungewollten Outing nichts mehr zu tun haben wollen.

Zur Situation: Ich habe es mir schon lange vorher überlegt ob ich mit fahren sollte, da ich schon im Vorfeld gehört habe wie die anderen Jungs gesagt haben das niemand mit mir ins Zimmer möchte. Dies hat auch meine Klassenlehrerin mit bekommen und dann wurde in der Klasse darüber gesprochen. Dort wurde mir zu gesichert das es gar nicht stimmen würde das so was gesagt worden sei und natürlich wollen sie mich in einem Zimmer (Ich wusste das es nicht viel gebracht hat und das sie lügen). Dann ging es eine weile gut bis Gestern... Gestern wollten wir unsere Zimmer Einteilung machen. Schnell fanden sich Grüppchen. Der einzige, der übrig geblieben war ich. Das fande meine Klassenlehrerin nicht so geil und hat die einen Jungen gefragt, der deswegen gelacht hat, warum er bzw. die anderen Jungs nicht mit mir in ein Zimmer wollen. Er antwortet nur wer möchte den mit einem schw..tel ins Zimmer und die anderen Jungs haben nur gelacht und nichts da zu gesagt. Meine Lehrerin fande es nicht gut und wurde böse zu denen. Jetzt haben wir noch nicht die Zimmer Einteilung gemacht...

Ich weiß gar nicht was ich gemacht habe, das die anderen so zu mir sind und mich macht es echt traurig das ich in so einer Klasse bin. Ich fühle mich auch dementsprechend nicht gut...

Meine Frage: Was soll ich machen? Soll ich zu Hause bleiben, weil wenn ich kein Einzelzimmer bekommen sollte, müsste ich zu den anderen Jungs ins Zimmer gehen was ich als sehr unangenehm finden würde, weil sie mich ja offensichtlich nicht wollen?

Liebe Grüße


PS: Sorry, das es soviel ist.




...zur Frage

Sind Schweizer Rassisten?

Ich bin vor etwa einem Jahr aus beruflichen Gründen in die Schweiz gezogen und wohne jetzt seit etwas mehr als einem halben Jahr, etwa 15 Fahrminuten von Zürich entfernt. Am Anfang ist es mir noch nicht so wirklich aufgefallen, aber inzwischen hab ich das Gefühl regelmäßig diskriminiert zu werden. Und das nur weil ich kein Schweizer bin sondern Deutscher. Es fällt mir besonders auf der Arbeit auf (wobei es auch schon solche Szenen gab, als ich z.B. neulich meine Tochter in die Kita abholen kam). Zum einen habe ich das Gefühl, bei den Kollegen auf der Arbeit meist ziemlich abweisend behandelt zu werden, so als hätte ich irgendjemandem etwas getan. Es ist schwer ein konkretes Beispiel in Worte zu fassen das meinen Eindruck stützt... Wenn sich während einer Pause Grüppchen bilden wo geplaudert wird (meist auf Schweizerdeutsch) und ich mich dazu stelle und etwas zum Gespräch beitragen möchte (auf Hochdeutsch), werde ich angeschaut als wenn ich etwas verbotenes gesagt hätte. Als wenn sie sagen wollen würden wie ich es nur wagen könne, sie anzusprechen. Dann kommt das Gespräch üblicherweise auch zum erliegen und löst sich die Gruppe auf. Ich finde dieses Verhalten unglaublich befremdlich. An meinem alten Arbeitsort in Hessen war es Gang und Gebe sogar auf Englisch umzusteigen, sobald jemand dazu kam der Ausländer war und nur schlecht oder gar kein Deutsch konnte. An meinem jetzigen Arbeitsplatz bräuchten sie noch nicht einmal in einer anderen Sprache weiterzureden wenn ich mich dazugeselle, weil ich ihr Schweizerdeutsch ausreichend gut verstehe um dem Gespräch folgen zu können.

Woran liegt das? Was ist ihr Problem? Auch ansonsten habe ich das Gefühl, ziemlich ausgeschlossen zu werden von der Belegschaft (und teilweise auch sonst im Alltag). Ich verstehe das nicht. Warum tun die das?

...zur Frage

Wie kann man sich auf das Asperger-Syndrom testen lassen?

Nachdem nun schon drei Leute unabhängig voneinander vermuten, dass ich ein Aspie bin, möchte ich mich gerne testen lassen. Meine Fragen sind nun:

  • Wo kann ich mich testen lassen? Und kann ich dort einfach meine Vermutung sagen und dann wird das gemacht?
  • Wie lange dauern die Tests und was wird da alles gemacht?
  • Muss ich die Tests selber bezahlen?

Ich bin schon volljährig.

...zur Frage

Wie soll ich bloß je eine Arbeit finden? Wie und von was soll ich nur leben?

Also, derzeit mache ich eine schulische Ausbildung, wo man kein Gehalt in dem Sinne bekommt. Doch, wenn ich damit fertig bin, stehe ich wahrscheinlich wieder da und habe nichts, denn in dem Beruf, da findet man jetzt nicht in jeder Stadt eine Stelle (oder eben etwas, wo nicht direkt nur oder hauptsächlich Leute mit meiner Ausbildung gesucht werden) und ich will auch nicht weg von meinem Wohnort. Also, ich könnte mir noch mit Ach und Krach vorstellen, ein Stück zu fahren, aber umzuziehen auf keinen Fall. Aber erstmal, wie es anfing: Ich bin vom Gymnasium vorzeitig abgegangen, also vor der Oberstufe, habe also quasi einen Realschulabschluss. Nun wurden wir dort halt noch kaum informiert über Ausbildung, Arbeit usw. und wie das alles abläuft, und ich wusste auch nicht viel, ich stellte mir das alles ganz anders vor. Ich habe eigentlich immer auf dem Gymnasium ziemlich gut gelernt, aber das letzte (und leider ausschlaggebende) Jahr , das war irgendwie viel schwerer, sowohl von der Komplexität her als auch vom Arbeits- und Zeitpensum, da bin ich irgendwie richtig abgestürzt, also wirklich mehrere Fächer, bei denen ich eine Note schlechter war, als 1- 2 Jahre vorher. Und ich war auch generell irgendwie ziemlich kaputt. Daher war mein letztes Zeugnis leider nicht ganz so gut (aber Schnitt besser als Drei). Aber , das hatte ich mir echt anders vorgestellt , mit der Ausbildungssuche. Eine einzige Katastrophe. Ich dachte ja auch, manche oder viele Sachen würden erst im Januar oder Februar anfangen. Aber schließlich saß ich dann halt daheim, und es hat sich auch wirklich niemand bei mir gemeldet, kein Amt oder sonstwas, das mir irgendwie eine Arbeit oder sonst irgendwie Hilfe angeboten hätte, nur die Krankenkasse hat ein paar Mal angerufen, die hat es gejuckt, dass sie kein Geld sehen, die waren frech. Ich habe mich dann für das darauffolgende Ausbildungsjahr auf ca. 8- 9 Stellen beworben (Bankkaufmann, Sozialversicherungsfachangestellter, Kaufmann für Groß- und Außenhandel etc.), aber da hat man erst mal ein paar Monate gar nichts gehört und dann kamen lauter Absagen, bis auf zwei: Das eine, da sollte ich hier auf einmal 70 km fahren zu einem "Einstellungstest", wo auch kein Wort davon stand, dass man wenigstens mal die Fahrtkosten ersetzt bekommt, geschweige denn vom Zeitaufwand, und das andere war auch nur ein Einstellungstest, zwar in unserer Stadt, aber da bin ich ebenfalls nicht hingegangen, da es mir da grade überhaupt nicht gut ging und ich schon das im Blick hatte, was ich jetzt gerade mache: Da wurde ich erstaunlicherweise gleich angenommen, gut, die müssen mir ja nichts bezahlen, sondern ich muss bezahlen. Von daher nachvollziehbar. Wenn ich denen was geben muss, ist das natürlich was anderes, als, wenn die mir was geben müssen. Ich habe aber eben zwischendurch über ein Jahr quasi daheim gesessen. Aber, naja, wenn ich da fertig bin, muss ich ja auch was machen. Und der Arbeitsmarkt ist wirklich eine Katastrophe.

...zur Frage

Schule in Hamburg gesucht für Schüler mit Asperger Syndrom

Hallo, eine der sogenannten "Schwerpunktschulen" hat Schüler mit Asperger in Hamburg entsorgt, das ist der vierte mir bekannte Fall und ich kenne sicher nicht alle. Nun suchen wir eine Stadtteilschule, die gewillt ist sich mit Asperger Schülern zu befassen und sie entsprechend zu fördern.

Diese Kinder besuchen zur Zeit nämlich keine Schule und sind somit vom Recht auf Bildung ausgeschlossen.

Und das im reichen Hamburg, was angeblich bei der Inklusion am fortschrittlichsten ist.

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?