asperger syndrom - Hilfe!

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6 Antworten

Ja, das Asperger-Syndrom ist unheilbar. Aber es ist kein Weltuntergang!
Mit einem Therapeuten/Coach, der sich mit Autismus auskennst, könntest du arbeiten. Du kannst dich an ein ATZ (Autismus-Therapie-Zentrum) wenden, du kannst SHG (Selbsthilfegruppen) aufsuchen und auch online findest du Austausch mit anderen Autisten in Boards, Chats und Communitys.

Mit 18 Jahren bist du noch sehr jung. Was Beziehungen angeht, das kann auch später noch kommen. Mach dir da nicht zu vorzeitig Sorgen drum.
Es gibt auch Nicht-Autisten, die dahingehend später "zünden".

Ich rate dir, vor allem erst mal Austausch mit Autisten zu suchen, denn das geht am schnellsten, online.
Dann hast du schon mal etwas, was dich etwas auffangen kann.
Und dann überleg dir, ob du RL in eine SHG gehen magst und/oder nach einem passenden Therapeuten/Coach Ausschau halten magst.

Wichtig ist einfach, dass du nicht zwanghaft versuchst, ein Nicht-Autisten-Leben zu leben. Das macht dich nicht glücklich.
Such nach dir, such nach dem, was dir gut tut, nicht was die Gesellschaft vermeintlich verlangt.

Du kannst mich auch privat anschreiben, dann nenne ich dir gerne Online-Adressen für den Austausch.

Ich finde das schwachsinnig jemanden als "normal" und "unnormal" einzustufen und auch noch dieses wort "unheilbar" Was lässt du dir einreden? ja ok Syndrom hin oder her das leben geht weiter und du wurdest mit der Aufgabe geschickt mit diesen ganzen Problemen fertigzuwerden! Du entscheidest jeden tag ob du ein neues leben beginnst oder nicht. Jeder Mensch hat sein individuelles Talent das er fördern muss! Irgendwelche psychischen Störungen sind doch auch egal! du bestimmst was du bist und was du sein wirst lass deine Vergangenheit hinter dir und schau doch nach vorne! du bist 18. Alle wege sind dir offen! Mach was aus deinem leben und lass es nicht nutzlos verstreichen, leben ist so kostbar, das kostbarste was ein Mensch hat!!

Also zuallererst: Ja, auch Ärzte irren. Und man kann auch als Asperger (so nennt man bei uns Menschen mit Asperger-Syndrom) sein Leben auf die Reihe kriegen.

Du musst das jetzt so sehen: Du wusstest immer, dass du anders bist. Der einzige Unterschied jetzt ist, dass du jetzt einen Namen für dieses Anderssein hast.

Du schreibst, dass es unheilbar ist. Aber durch Therapien oder Selbsthilfegruppen kann sich alles sehr besser. Du bist jetzt am "Anfang". Man weiß, warum du anders bist. Nachdem du den Schock verdaut hast, kannst dich einmal über Selbsthilfegruppen in der Gegend informieren. Du wirst sehen: dort sind ganz viele andere, die dir ähneln. Dort wird darüber geredet, wie es im Leben so geht, was es für Problem gibt, und dann sucht man eine Lösung. Und wenn du nicht willst, musst du nicht. Oder auch einfach mal durchs Internet stöbern. Es gibt viele Foren für Asperger.

Es ist zwar nicht bestätigt, aber aus Erfahrung weiß ich, dass bei Aspergern die Pubertät das Schwierigste ist. Ab jetzt geht es für dich bergauf!

Ich kenne einen Asperger, der ist jetzt etwa 40. Der hält Vorträge, wie das Leben als Asperger ist. Einer Asperger hat es einmal geschafft, einem Flughafenchef vorzugaukeln er würde eine neue Airline aufmachen. Mein Bruder hat ein sprachliches Talent. Jeder seiner Sätze hat mindestens 5 Beistriche. Was ich damit eigentlich nur sagen will, ist dass das nicht heißt, dass du nichts erreichen kannst. Ich bin mir sicher irgendwo bist du auch ein Genie.

Du bist kein Nichts! Du bist 18, dein Leben fängt gerade erst an. Ich bin sicher kein Psychologe, aber ich hab es so oft gesehen: Mach, was dir Spaß macht! Es hilft nichts, dich zu etwas zu zwingen. Zu allererst musst du jetzt diesen Schock verdauen, und dann geht das Leben weiter! Dort, wo du diesen Test gemacht hast, werden sie dich sicher noch besser informieren.

Ich weiß nicht, was ich dir sonst noch raten kann. Ich bin mir aber sicher, dass für dich jetzt ein neues und vor allem besseren Kapitel im Leben beginnt, ohne Mobbing und schrecklichen Mitschülern. Ich bin mir sicher, du machst was aus deinem Leben.

Vielen dank für deine aufmunternde antwort

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Und man kann auch als Asperger (so nennt man bei uns Menschen mit Asperger-Syndrom)

Da werden sich die Einwohner von Asperg bedanken. :-D
Ich sag daher lieber Asperger-Autisten.

Ansonsten passt das schon weitestgehend, was du schreibst.

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" Ich bin jetzt 18 und hatte noch nie eine freundin."

Ein Problem, das Autisten nicht gepachtet haben. Gibt es auch unter NA oft genug, schau dich mal um, dann wirst du hier auch Fragen im Stil von " ist es schlimm mit soundsoviel Jahren noch keine Freundin gehabt zu haben?" finden.

Es gibt 7.Mrd. Menschen auf der Welt, da kann es eben dauern, bis man die richtige findet.

" Dass ich immer diese Störung haben werde, und niemals "normal" sein werde, das hat er gesagt. Aber das kann doch nicht sein! Stimmt das wirklich? Ich mein auch Ärzte können oft irren."

Können sie. Bei Asperger-Syndrom sind Fehldiagnosen sogar recht häufig, aber auf jeden Fall ist die Diagnose kein Grund zum verzweifeln. Es ist nämlich umstritten, ob Asperger-Syndrom eine Krankheit und/oder Behinderung ist, denn manche Leute sagen, es sei keine, die Defizite seien nur ganz normale menschliche Schwächen, die zufällig das klarkommen in unserer Gesellschaft erschweren.

Vielleicht denkst du das auch? Ist deine Entscheidung, was du glaubst, man ist bekanntlich nur so krank, wie man sich fühlt.

"Ich will auf jeden Fall so nicht mehr leben! Was soll ich machen?"

Weil du Asperger hast oder weil es in deinem bisherigen Leben soviele Probleme gab? Leider wollen relativ viele Autisten nach der Diagnose nicht mehr leben, aber die meisten merken doch noch, das es ihr Leben ist, und das sie daraus machen können, was sie wollen. Wenn in deinem bisherigen Leben so viel schief gelaufen ist, wird es Zeit, etwas zu ändern.

"Such nach dir, such nach dem, was dir gut tut, nicht was die Gesellschaft vermeintlich verlangt."

Ändere deinen Nutzer-Namen. Auch der bringt dich schlecht drauf. Wenn du das Negative in den Vordergrund rückst, dann siehst du nun mal das Negative besonders gut.

Tausche dich mit Leuten aus, die das gleiche durchmachen (z.B. in einem Forum oder in einer Selbsthilfegruppe).

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