Asbestose. Entscheidet der Rentenausschuß der BG?

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4 Antworten

Kann ich mit einer Nachzahlung der Rente von 2003 bis 2014 rechnen?

Nein, heir greift höchstwahrscheinlich eine Einrede der Verjährung, s. dazu auch meine Antworten auf frühere Fragen.

Der Jahresarbeitsverdienst betrug 2003 46700.- Euro. Wie hoch ist die Rente bzw. die Nachzahlung? Ich beziehe Altersrente.

Kann man so nicht sagen weil eine Vergleich m it dem Jahresarbeitsverdienst aus dem Jahr vor der Aufgabe der gefährdenden Tätigkeit gemacht werden muss. Außerdem kennen wir weder den Rentenbeginn noch die Anrechnungen der Rentenversicherung (§ 93 SGB VI). Da der Bescheid dem Rentenausschuss vorliegt (ein beschließensdes Gremium welches eigentlich eher selten etwas am Inhalt der Bescheide ändert) wird die Bescheiderteilung nicht mehr lange auf sich warten lassen. Einfach mal abwarten was drin steht, jetzt irgendwelche Berechnungen anzustellen ist Kaffeesatzleserei und selten richtig.

Wenn damals keine rentenfähige MdE vorlag, dann wird das jetzt im Nachhinein auch nicht sein. Das ist ja so, als wenn man kein ALG bekommt, weil man Arbeit hat, dann arbeitslos wird und plötzlich rückwirkend für die Jahre das ALG bekommen will. Soll heißen, frühestens ab dem Zeitraum, in dem der Anspruch entsteht, wird nachgezahlt, also sobald eine rentenfähige MdE erreicht wurde. Vielleicht ein komisches Beispiel, aber ich denke, es ist klar, was ich meine ;)

Willst du das ich dem Bescheid vorgreife und dir Hoffnungen mache auf etwas, das du dann NICHT bekommst und mich dafür an den Pranger stellst, wegen meiner Fehldiagnostik . Oder willst du hören, das du erst einen Rentenbescheid brauchst um überhaupt etwas zu bekommen . Dein Jahresverdienst interessiert eh kein, es kommt auf die letzten 3 Monate deines Arbeits - einkommens Netto an . Ob du schon Rentner bist ist auch egal . Warten ist die einzige Lösung !

Dein Jahresverdienst interessiert eh kein, es kommt auf die letzten 3 Monate deines Arbeits - einkommens Netto an

Nein, komplett falsch. Der Jahresarbeitsverdienst bei Berufskrankheiten berechnet sich aus dem Einkommen aus dem letzten Jahr vor dem Erkrankungsbeginn bzw. aus dem Jahr vor dem letzten Tag der gefährdenden Tätigkeit, je nachdem was für den Berechtigten günstiger ist. Berücksichtigen muss man dabei noch die jährlichen Anpassungen, denn beide Zeitpunkte liegen in der Vergangenheit und eigentlich nie auf einem Tag. Was die BG letztlich als JAV feststellt steht im Bescheid.

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Das kommt auf die Bewilligung an.aber wenn schon höchstens ab 2013.

Das glaub ich nicht, es kommt drauf an wann er den Antrag auf eine BU-Rente gestellt hat, das Datum zählt .

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@Blaeckjak

Kommentar und Antwort - beides falsch.

Die Rente beginnt frühestens mit dem ersten Tag der Minderung der Erwerbsfähigkeit, falls zu diesem Zeitpunkt Arbeitsunfähigkeit bestand mit dem ersten Tag nach Ende dieser Arbeitsunfähigkeit.

Liegt dieser mögliche Rentenbeginn länger als vier Jahre zurück so ist eine Verjährung zu prüfen, erst dann spielt ein Antrag eine Rolle. Nach § 45 SGB I verjähren Sozialleistungen in 4 Jahren nachdem sie entstanden sind. Um das Ganze nicht unnötig zu verkomplizieren: falls der Antrag (hier im Rahmen einer Nachuntersuchung wohl im Jahr 2013) gestellt worden ist beginnt die Rente (immer vorausgesetzt das eine MdE bestanden hat) frühestens am 01.01.2009.

Dabei ist wichtig:

Für die Annahme eines Antrages reicht es aus, dass der Betroffene vom Verfahren Kenntnis hatte und daran beteiligt war. Bei Nachuntersuchungen reicht die Antwort auf die Gutachterauswahl (bei der man sich einen Gutachter aussuchen darf), es muss kein explizierter Antrag gestellt werden. Außerdem wird die Verjährung auf Kalenderjahre und nicht auf Monate, Wochen oder Tage gerechnet und dabei rückwärts gezählt: Antrag 2013, die Jahre 2012, 2011, 2010 und 2009 sind noch nicht verjährt, die Rente beginnt also am 01.01.2009.

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