Arztwechsel - wem gehören die Befunde?

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8 Antworten

Was ich bezahle - für mich bezahlt wird - ist meins.

Richtig !

Neulich wurden mir meine Röntgenbilder ausgehändigt und als ich sie nicht mitnehmen wollte (will meine Ärztin nicht wechseln und dachte, dort wären sie am besten aufgehoben) wurde mir von der MTA erklärt: "Die Aufnahmen müssen Sie mitnehmen, die gehören Ihnen".

Selbstverständlich hat man auch Anspruch auf Kopien der Befunde !

Die Frage ist allerdings, ob das in JEDEM Land gleichermaßen gilt !?

liebe veritas, dann lese bitte, meine antwort an klaus, bez.wie es in österreich, gehandhabt wird. LG von mishiko

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Hallo,

dies wird nicht möglich sein, denn du wechselst ja den Arzt und willst auch neue Befunde haben. Jeder Arzt hat andere Methoden. Wenn du zum Anwalt gehst gibt der alte Anwalt die Akten ja auch nicht weiter an den neuen Anwalt damit dieser sich nicht mehr einarbeiten muss. Die gemachten Befunde verbleiben bis zu 10 Jahre bei deinem jetzigen Arzt, der neue wird dich noch einmal untersuchen. Dies ist und soll der Vorteil bei einer zweiten Meinung sein unbefangen ran zu gehen an die sache was nicht möglich wäre, wenn er sich bereits durch die befunde eine gebildet hätte

Danke für deine Antwort. Mir ist durchaus bewusst, das Untersuchungsergebnisse aktualisiert werden müssen. Meine Frage war jedoch, wer Eigentümer der Untersuchungsergebnisse ist. Sofern deine Einschätzung der Rechtslage richtig sein sollte, wundere ich mich nicht über ständig steigende Versicherungsbeiträge. Ich meine, dass ich diese Untersuchungen bezahlt habe und deshalb darüber verfügen kann.

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@klausradloff

l.klaus! hier in österreich ist es zum beispiel so: gehst du z.röntgen, blutabnahme, kardiologen, et cetera, etc.. dann krigst du bei der abholung deiner befunde, alles doppelt. orig.kannst du bei dir behalten, und die kopie, bekommt dein behandelnder arzt. von rö-bild, bleibt nur d. brief, d.röntgenarztes bei ihn und wenn du dass naechste termin hast, nimmst du einfach die rö-bilder mit zum arzt.

da gibt es keine sollchen schwierigkeiten. ausser, es geht dir um die gesamte rückgabe, deiner befunde, aus, zum beispiel, dat.schutz , oder ganz einfach, dass du ALLES haben möchtest was von deinen befunden, vorhanden ist, geht nicht.

der arzt braucht die selben, um mit der krankenkasse, die abrechnugen, taetigen zu können. und wie dir sicherlich, bekannt ist, unterliegt jeder arzt, strengsten datenschutz, was jeden einzelnen, seiner patienten, betrifft. mich wundert es nur, dass es in deutschland, nicht so aehnlich ist. LG von mishiko

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@mishiko

Danke Mishko für deinen aufschlussreichen Kommentar.

Bei meiner Fragestellung war mir nicht bewusst, dass die Antworten nationsbedingt verschieden ausfallen könnten. Das so frei nach der Frage an eine Deutsche, Österreichische und Schweizerische Frau, wer die die Kinder bringt. Antwort der Österreicherin und der Deutschen war, der Klapperstorch und die Schweizerin meinte, das sei in der Schweiz, von Kanton zu Kanton verschieden.

Dennoch weiß ich dank deiner Informatiomn nun mehr und kann deshalb deinen Landsleuten auch fundierter raten.

Ps, Orson Welles Roman "1984" ist seit Jahren mein Favorit. Lass uns einen Fanclub gründen.

VG Klaus

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Gute Frage! Laut Versicherungsgesellschaft mit der du einen Vertrag hast, hast du ein Recht auf deine eigenen Daten, auch wenn sie von der Versicherung bezahlt wurden. Du zahlst ja immerhin für die Versicherung, die eigentlich nur die Abrechnungen für dich vornehmen! Dass das in Wirklichkeit anders aussieht, ist klar! Du musst Terz machen, dann bekommst du deine Unterlagen! Eine gute Möglichkeit ist, die per Mail anschreiben und um Kopien der Röntgenaufnahmen und Befunde zu bitten. Ich mache das auch immer so, da muss man sich am Tel. nicht erklären, die schicken das ohne Probleme! Klaus, ich finde grundsätzlich einen 2. Befund gut, allerdings finde ich es nicht gut, wenn die Ärzte vorher durch Befunde sich keine eigene Meinung bilden können. 2. Befund, bedeutet für mich, dass der Arzt gar nix weiss und seine Meinung zur Sachlage, die er selbst erstellt hat gibt! ..Ansonsten hat er ja eh schon eine Vorlage!

Ich wünsche dir wirklich, dass du endlich die Lösung zu dem Problem findest! Ansonsten muss ich sagen, du bist für mich hier der Mensch, der die besten Ratschläge im Forum erteilt, dafür will ich dir auch mal danken!

Hallo liebe Artischocke, danke für deine Antwort und für deine hohe Meinung meiner Fähigkeiten! Wie du weißt, lebe ich in einem sog. 3. Weltland, der Dominikanischen Republik in der Karibik. Hier muss ich täglich Entscheidungen treffen, die kein Geld kosten dürfen. Vielleicht sind die aus diesen Situationen entstehenden Antworten die Begründung für meine auch hier in Zentraleuropa nützlichen Antworten.

Danke nochmals und viele Grüße Klaus

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Natürlich! Das ist ganz klar Dein Recht,dass Du deine eigenen Befunde einsehen kannst und als Kopie mitbekommst.Lediglich subjektive Einträge des Arztes z.B. sein Eindruck über deine Persönlichkeit,etc. muss er nicht preisgeben!

Du kannst eine Kopie der Akte bekommen, und sie Deinem neuen Arzt geben, so dass er die Untersuchungen nicht noch einmal veranlassen muss. Diese Kopien kosten allerdings Geld, und jeder Arzt rechnet eine etwas andere Höhe ab, so dass hier teilweise etwas Wucher betrieben wird. Röntgenbilder können "geliehen" werden, um sie anderen Ärzten zu zeigen. Ärzte sind allerdings gesetzlich verpflichtet, ihre Unterlagen zu dokumentieren. Selbst für Röntgenbilder besteht eine Archivierungspflicht. Insofern kannst Du sie leider nicht für immer mitnehmen.

Du kannst eine Kopie deiner Befunde vom alten Arzt oder den Ärzten erhalten, die diese ausgestellt haben. Aber die Daten der Patientenkarte selbst verbleibt bei dem entsprechenden Arzt.

Die Befunde gehören mit dem entsprechenden Arzt, können aber auch kopiert werden,, egal welche. Bildmatarialien gehen i.d.R. in deinen Besitz über, Ausnahme: Röntgenaufnahmen.

Aber der Arzt darf dir die Daten eigentlich nicht direkt aushändigen, sondern sie dann nur an den entsprechenden Arzt schicken lassen. Aber viele sehen es nicht so eng, und geben Dir den Aktenberg dann mit.

ich würde dem Arzt vllt nicht grade aufs Butterbrot schmieren das du mit Ihn nicht zu frieden bist sondern einfach um Kopien deiner Befunde bitten. Kann evtl sein das der Arzt dann Kopierkosten verlangt.

jo, deine krankenkasse bezahlte diese

Nein, Krankenkassen begleichen Forderungen,die an die von ihnen Versicherten gestellt werden. Demnach können Krankenkassen nicht Eigentümer der Befunde sein.

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@dollgar

Genau dieser Meinung bin ich auch. "Was ich bezahle - für mich bezahlt wird - ist meins.

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@klausradloff

ja, wenn die krankenkassen, nicht die totale übersicht , aus welchen gründen auch immer, für sich in anspruch nehmen würden.

georg orwell, 1984 (ursp. 1948), heute aktueller, als je zuvor.

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