arzttermin versäumt

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5 Antworten

Bei einem normalen Hausarzttermin oder ähnlichem ist in der Regel nichts fällig. Wenn Du einen Termin versäumt hast, den Du eh privat hättest zahlen müssen und für den ein langer Zeitraum speziell für Dich geblockt wurde, dann kann es schon sein, daß der Betrag (oder zumindest ein Teil davon) in Rechnung gestellt wird.

Sarah0985 12.05.2013, 23:05

müssten minderjährige auch zahlen ?

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So :) Und das du mir auch glauben kannst was ich so schreibe, folgen hier noch die Voraussetzungen für einen Ausfallhonoraranspruch. (Rechtsanwälte der RVGmbH)

Voraussetzungen für einen Ausfallhonoraranspruch mit Erfolgsaussicht sind:

  1. Es handelt sich um eine als reine Bestellpraxis organisierte Praxisniederlassung

  2. Der Patient hat ausdrücklich sein Einverständnis erklärt, dass er bei nicht fristgerechter Absage/ nicht rechtzeitiger Absage Ausfallhonoraransprüche akzeptiert und ausgleichen wird (Anamnesebogen/schriftliche Bestätigung).

  3. Während der geplanten Behandlung dürfen keine anderen Tätigkeiten entfaltet werden. Einsparungen durch Behandlung Dritter sind anzurechnen.

  4. Betriebswirtschaftliche Kalkulation und plausible Aufschlüsselung der Höhe des Ausfallhonorars.

Insofern ist bei der streitigen Geltendmachung von Ausfallhonoraransprüchen ein atypisch hoher Begründungs- und Darlegungsaufwand gegeben. Es sind regelmäßig Angaben hinsichtlich der exakten Daten der vereinbarten Behandlung erforderlich:

  • Behandlungsdauer

  • Art der geplanten Behandlung

  • keine anderen Patienten, die stattdessen hätten behandelt werden können, waren zugegen

  • es hätten in dieser Zeit auch keine verwaltungsinternen Tätigkeiten durchgeführt werden können.

Zudem verlangen die Gerichte zumeist eine genaue Aufschlüsselung und Darlegung, wie sich das geltend gemachte Ausfallhonorar denn genau ermittelt.

Hier ist eine betriebswirtschaftliche Kalkulation vorzulegen, deren Höhe aus Sicht des Richters plausibel und nachvollziehbar ist.

Da vor diesem Hintergrund selbst in den Fällen, in denen der Nachweis der vorstehend unter 1. - 4. benannten Punkte gelingt, ein unterliegendes Urteil nicht ausgeschlossen werden kann, mag gründlich überlegt werden, ob die gerichtliche Geltendmachung von Ausfallhonoraransprüchen gewünscht ist.

http://rv-gmbh.de/index.php?id=3

Bin auch nicht zum Arzt hingegangen und musste nichts bezahlen hab einfach ein Ersatz Termin gemacht dennn haben mit einfach nur die Ärzte gegrben

Text ist zwar bissel länger, beantwortet dir dafür aber deine Frage (Ich muss zu geben, das hätte ich auch nicht gedacht..)

Also, wird ein extra festgelegter Termin beim Arzt nicht mindestens 48 Stunden vorher abgesagt, darf der Arzt ein Ausfallhonorar in Rechnung stellen. Inserat

Wenn ein Patient einen sogenannten Exklusiv-Termin, der beim Arzt nur für ihn reserviert hat, ohne Absage nicht wahrnimmt, so muss ein Ausfallhonorar gezahlt werden. Als Exklusiv-Termin kann man im Prinzip jeden Termin ansehen, den man zur Behandlung beim Arzt vereinbart, denn der Arzt nimmt sich ja dann Zeit für den Patienten. Laut Rechtsprechung ist die Voraussetzung zur Berechnung eines Ausfallhonorars jedoch, dass dem Patienten bekannt war, dass es sich um einen solchen Termin handelt, was in der Regel der Fall ist.

Die Frist für die Absage eines fest vereinbarten Artzttermins beträgt mindestens 48 Stunden, alle nach diesem Zeitraum abgesagten Termine können theoretisch in Rechnung gestellt werden. Der Arzt muss von dem Honorar lediglich einen angemessenen Eigenanteil abziehen. So entschieden hat das Amtsgericht Nettetal bereits im September 2006 (AZ – 17 C 71/03). In dem verhandelten Fall sagte eine Patientin ihren Termin zwar zwei tage, aber nicht innerhalb der 48-Stunden-Grenze ab, da ihr Kind erkrankt war. Der Arzt bot ihr sogar an das Kind mitzubringen oder sogar von einer Zahnarzthelferin zu Hause betreuen zu lassen. Die Patientin nahm dieses Angebot nicht an und erschien nicht zu dem Termin. Dies veranlasste den Arzt rund 1.400,00 Euro von der Frau als Honorar zu verlangen.

Absage war nicht fristgerecht

Überwiegend erhielt der Arzt durch das Gericht recht. Die Absage sei nicht fristgerecht gewesen und grundsätzlich falle das volle Arzthonorar an. Abzuziehen sind die durch den Zeitgewinn ersparten Aufwendungen des Arztes. Ein Behandlungsvertrag kann auch durch eine mündliche Zusage von beiden Seiten entstehen und über die Rechte und Pflichten hieraus, sollte man sich eingehend informieren. Im Zweifelsfalle sind diese anwaltlich prüfen zu lassen.

** Sorry wegen der ersten Antwort, ich war unwissend :)**

Wie kommst du denn da drauf? Nein natürlich nicht. Ruf an und mach ein neuen Termin, die werden das nicht mal mehr wissen.

Aber jetzt echt mal, wie kommst du da drauf? :D

Sarah0985 12.05.2013, 23:04

also damits klar ist - Frauenarzt haha :D ich war mit freundinnen bei dem arzt, und die meinten das wenn wir absagen das es ärger gibt. und ich will da halt nicht mehr hin und ich hab gelesen das man geld bezahlen muss .. und ich will auch ungern das meine eltern davon erfahren ....

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Turbomann 13.05.2013, 00:13
@Sarah0985

@ Jandrumine0815

wie kommst du denn darauf?

die werden das nicht mal mehr wissen.

Selbstverständlich wissen die das, für was haben die denn einen PC wo sie alle Termine vergeben? Da steht auch bei jedem Patient drin, wann sie nicht erscheinen und ob sie nicht abgesagt haben.

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Jandrumine0815 13.05.2013, 02:43
@Turbomann

Also erstmal war das nicht sooo ernst gemeint das es sich lohnen würde, mittels eines Kommentars nochmal nachzufragen, (gerade weil ich mit dem Satz, "Sorry wegen der ersten Antwort, ich war unwissend", benannte erste Antwort korrigiert habe) aber ok, wie du willst.

"die werden das nicht mal mehr wissen" Ich komme darauf weil ich selber schon bei so vielen Ärzten den Termin nicht eingehalten hab, und egal ob Zahnarzt, Frauenarzt oder Allgemeinarzt, noch nie hat einer was gesagt. Selbst wenn ich mich für den "vergessenen" Termin entschuldigt habe, wusste keiner was ich wollte. Natürlich "hätten" sie in ihren PCs schauen können, aber das macht keiner. Weil? Um ein Ausfallhonorar in Rechnung stellen zu können, muss bei der Terminabsprache ein sogenannter Behandlungsvertrag zwischen Arzt und Patient abgeschlossen werden, in dem ausdrücklich darauf hingewiesen wird, dass der Termin nur für diesen Patienten reserviert ist und bei Nichterscheinen auch von diesem bezahlt werden muss. Und da es beim 2. Termin dafür zu spät ist, hat es auch keinen mehr interessiert.

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Sarah0985 13.05.2013, 06:41
@Jandrumine0815

wir haben ja nur eine sprechstunde haben ja keine untersuchung oder behandlung ,,

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Jandrumine0815 13.05.2013, 16:10
@Sarah0985

Also "sollte" es bei dem verpassten Termin, nur eine Sprechstunde geben, ist erstmal anzumerken, dass die Rechtsprechung generell sehr hohe Anforderungen an die Geltendmachung eines Ausfallhonorars stellt. Sowohl der Nachweis einer Bestellpraxis als auch - und vor allem - der Schadensnachweis sind in der Regel außerordentlich schwer zu führen. Das Prozessrisiko bei einer Klage auf Zahlung von Ausfallhonorar ist sehr hoch. Vorallem wenn (wie in deinem Fall) keine schriftliche Vereinbarung, in der auf die Folgen des unentschuldigten Fernbleibens hingewiesen wurde, vom Patienten unterschrieben worden ist.

In mehreren höchstrichterlichen Urteilen wurde der Anspruch auf ein Ausfallhonorar generell verneint bzw. nur in Ausnahmefällen zugesprochen. Das verneinte Urteil wurde auch damit begründet dass auch Ärzte ihren Patienten nicht selten erhebliche Wartezeiten ohne Ausgleich für entgangenen Verdienst abverlangen.

In einem neueren Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart führt das Gericht hinsichtlich des Ausfallhonorars wie folgt aus:

Verlangt der Arzt von einem Patienten, der zu einem vereinbarten Behandlungstermin nicht erschienen ist, oder kurzfristig abgesagt hat, Schadensersatz wegen entgangenen Gewinns, so muss er darlegen und beweisen, dass er bei rechtzeitiger Absage die Möglichkeit gehabt hätte, einen bestimmten anderen Patienten in der frei gewordenen Zeit zu behandeln, den er tatsächlich nicht, auch nicht später, behandeln konnte.

Im Fazit bleibt damit hinsichtlich des Ausfallhonorars abschließend festzuhalten, dass wegen der Diversität der gerichtlichen Rechtsauffassungen die Erfolgsaussichten einer Klage im Voraus kaum zu beurteilen sind. Fest steht jedoch, dass ein hoher (u.U. sogar unverhältnismäßiger) Begründungs- und Darlegungsaufwand erforderlich ist, um Chancen für die erfolgreiche Durchsetzung von Ausfallhonorarforderungen im Rechtsstreit aufrechtzuerhalten.

Also ich denke es sieht ganz gut aus für dich :)

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