Arztrechnung bezahlen, obwohl Zweifen an Erfolg bestehen?

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9 Antworten

Der Behandlungsvertrag mit dem Arzt garantiert nicht für einen Erfolg der Maßnahme. Wenn die Behandlung nach den Regeln der ärztlichen Kunst durchgeführt wurde, muss sie daher grundsätzlich vollständig bezahlt werden.

Die Frage ist hier nur noch, warum du die Rechnung zahlen musst, also ob du privat oder gesetzlich versichert bist und inwieweit der Arzt dich möglicherweise vor der Behandlung über die Möglichkeit aufklären musste, ob und inwiefern du den Betrag von der Krankenversicherung erstattet bekommst.

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Kommentar von DaliKlick87
11.07.2016, 12:28

Hallo, danke für die interessante Antwort. Ja ich habe es so verstanden, dass das keine Krankenkassenleistung ist. Leider habe ich mich dies bezüglich nicht weiter informiert.

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Der Arztvertrag ist (in der Regel) ein sogenannter Dienstvertrag und gerade kein Werkvertrag. Nur beim Werkvertrag schuldet der Vertragspartner gem. § 631 BGB die Herstellung eines bestimmten Erfolgs. Beim Dienstvertrag dagegen gem. § 611 Abs. 1 BGB nur das Tätigwerden.

Es kommt beim Arztvertrag damit nicht auf den Erfolg an. Der Vergütungsanspruch entsteht bereits dann, wenn der Arzt für Dich tätig wird. Dies ergibt sich so auch direkt aus § 630a Abs. 1 BGB.

In der Praxis würde dies auch sonst zu völlig sinnfreien Ergebnissen führen. Ein Arzt kann nicht garantieren, das seine Behandlung zum Erfolg führt, da jeder Körper unterschiedlich auf eine Behandlung reagiert. Der Arzt kann nur versuchen sein Bestes zu geben und nach den allgemein anerkannten Regeln der Kunst den Patienten zu behandeln.

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Kommentar von DaliKlick87
11.07.2016, 10:55

Danke für deine Antwort.

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Seit wann bezahlt man einen Arzt nach Erfolg?

Du bezahlst den Arzt für seine Dienstleistung. Wenn du nicht an einen Erfolg glaubst, dann schließe den Vertrag eben nicht ab!

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Ich kann leider keine Paragraphen nennen, da Laienwissen - aber die Bezahlung erfolgt für die Behandlung, nicht für den Erfolg!

Wenn die Behandlung so erfolgt ist, wie vorgesehen - aber der erwünschte Effekt nicht erzielt wurde, ist das Pech (es gibt ja vermutlich gute Gründe, warum die Kasse die Behandlung nicht zahlt). Wenn die Behandlung als solche aber mangelhaft / fehlerhaft ausgeführt wurde, dann müsste es Möglichkeiten geben, dagegen vorzugehen.

Du musst ja auch den Lottoschein bezahlen, selbst wenn Du nicht gewinnst.

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Auch ein Arzt muss wirtschaftlich handeln um die Praxiskosten und einen Verdienst zu erwirtschaften. Dazu dienen auch die sogenannten Igl-Leistungen, die Geld bringen aber meistens unnötig sind und keinen gesundheitlichen Erfolg bringen. Jede Behandlung unterliegt Risiken und ein dauerhaften Erfolg kann man nicht einklagen. Nur wenn Arzt-Fehler entstehen, die vermeidbar wären, könnte man einklagen. Dazu ist aber die Meinung / Gutachten von anderen Ärzten notwendig.

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Du schließt mit dem Arzt einen Dienst-, keinen Werkvertrag ab. Er schuldet Dir also nicht, dass ein bestimmter Erfolg eintritt (zB Genesung).


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Kommentar von DaliKlick87
11.07.2016, 10:53

Hört sich plausibel an. Danke :)

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Ich bezweifel sehr, dass der Arzt dir zuvor eine 100% garantie ausgesprochen hat! Dass nicht jedes Medikamt bzw. jede Behandlung bei jedem gleich anspricht, weiß man.

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Bei Arztrechnungen begleicht man die durchgeführten Arbeiten, nicht das Ergebnis.

Sollte ein bestimmtes Ergebnis abgerechnet werden, dann müsste man das wohl gesondert vereinbaren.

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Ja, man muss auf jeden Fall  bezahlen... wenn du das nicht willst, brauchst du das auch nicht zu machen...

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