Arztbesuch: wieso wird man aufgerufen und muss dennoch warten?

7 Antworten

Grundsätzlich sind Patienten geduldiger je leerer der Wartebereich ist, da man so davon ausgeht, nicht so viele Patienten vor einem abwarten zu müssen.

Dass man im Behandlungszimmer wartet ist eine reine Zeitersparnis für den Arzt. Wenn der Patient erst aufgerufen wird wenn der Arzt im Behandlungsraum ist, dann erst noch seine Zeitschrift aufräumt, dann seine Tasche nimmt und dann gemütlich zum Behandlungsraum schlappt, kostet das den Arzt Zeit.

Ja, das nennt man "Pufferzone"....

Vom Wartezimmer (oft knüppelvoll) in den Gang, vom Gang in den kleinen Zwischenflur auf der linken Seite, dann endlich (JUBEL) ins Behandlungszimmer, wo Du dann noch mal gut 10 Min. abhockst...

So können die Praxen mehr Patienten durchschleusen ohne, dass diese von vorne herein die Augen verdrehen, weil sie wissen: unter 1,5 Std. Wartezeit komme ich hier nicht raus.

Das Wartezimmer ist je nach Ansturm mäßig bis saumäßig voll. Mit den "Pufferzonen" in der Praxis verteilt, sitzt hier und da ein Pulk Leute, und alle freuen sich, bald dran zu sein.

In einigen Gemeinschaftspraxen / Ärztehäusern macht das natürlich seinen Sinn, wenn das erste W.-Zimmer nur der kollektiven Sammlung dient und die Patienten dann nach und nach zu verschieden Ärzten oder Abteilungen weitergeleitet werden.

In Einzel- oder Kleinpraxen ist das glaube ich echt nur das Spiel mit der Psyche und das Schaffen von mehr Platz zum Warten.

Vergleichbar mit irgendwelchen Firmen, wo man anruft und *schwupps* jemanden an die Leitung kriegt. Oh, klasse! Das ging aber flott!

Aber leider ist das nur die Hotline-Maus Melanie Weissnix, die Dich dann liebevoll säuselnd weiterverbindet. Dann klebst Du 20 min. mit dem Ohr an einer richtig fiesen Wartemelodie bis dann endlich einer mit Ahnung das Gespräch annimmt.

Früher war nicht alles besser.
Aber einiges schon...

Grüße, ----->

Hallo!
Die Verteilung der Patienten ist eine Kunst, die in jeder Arztpraxis etwas anders gehandhabt wird. Das allerwichtigste ist dass der Arzt, wenn er in das Behandlungszimmer kommt, den Patienten vorbereitet sieht, zB ein Verband ist schon ( halb) entfernt. Ziel ist es, möglichst reibungslos die Patienten durchzuschleusen. Ein Freund von mir ist Arzt mit einem enormen Patientendurchsatz - hier konnte ich als unbeteiligter erreichen, dass in den Wartezonen zwischen den Behandlungszimmern wenigstens eine Zeitschrift liegt und in den Behandlungszimmern Fachzeitschriften neben dem Wartestuhl :-)
Häufig machen sich die Praxisleitungen zu wenig Gedanken über die Wartezeit.

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