Arzt weigert sich zu Operieren, Konzequenzen?

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11 Antworten

dass seine entscheidung von einem persoenlichen konflikt beeinflusst wurde

Genau das ist der springende Punkt!

Um eine bestmögliche Behandlung zu gewährleisten sollte man ohne jede Vorbelastung an den Fall herangehen können.

Wenn aber im Hinterkopf unterschwellig der Gedanke an "das Ar.......l..h" vorherrscht, wäre die OP ein gewisses Risiko.

Die Entscheidung des Arztes ist richtig und nachvollziehbar.

da in Deutschland Arztwahl herrscht und es kein Notfall ist muss er dich nicht behandeln.

Und ich kann das gut verstehen: Geht etwas schief, hat er Angst das ihr ihm einen Strick draus drehen könntet und behauptet es wäre absicht - eben wegen dem Streit.

Da der Arzt persönliche Probleme mit deiner Familie hat ist es die einzig richtige Entscheidung, deine Behandlung abzulehnen. Wenn ihr im Streit mit ihm liegt, muss er doch befürchten, dass ihr versucht, ihm was anzuhängen, im Gegenzug müsst ihr befürchten, dass er angesichts des Streites deine Behandlung nicht optimal durchführt. Für beide Seiten ist also mit Problemen zu rechnen, weswegen der Arzt folgerichtig die Behandlung ablehnt. Das darf er, ist völlig legal und, wie gesagt, in dieser Situation auch richtig. Seine Gründe dafür hat er euch schriftlich zukommen lassen, auch das ist korrektes Verhalten, so weiß jeder, woran er ist. Du solltest nicht sauer sein sondern froh, dass er so professionell an die Sache rangeht. Deine OP ist eine Standard-OP, die du auch bei anderen Ärzten durchfühen lassen kannst, die nicht so befangen sind und bei denen ein intaktes Vertrauensverhältnis besteht.

ich persönlich würde auch sagen, das der arzt das recht hat, die behandlung abzulehnen, wenn er euer nachbar ist und zusätzlich noch ein konflikt zwischen euch besteht, das ist sein gutes recht und warscheinlich auch seine pflicht.

im übrigen bist du nicht lebensgefährlich erkrankt und brauchst akut hilfe.

Sein verhalten ist richtig, wenn du möchtest kannst du vom Arzt verlangen:

dass er dich zu einem anderen Arzt überweist und dir dort zeitnah einen Termin organisiert.

dass er dir deine gesamte Akte aushändigt, spart dir und der Krankenkasse doppelte Diagnose.

Ich bin mir nicht sicher, ob es dazu eine juristische Verpflichtung gibt, aber das gehört sich einfach so wenn man eine Behandlung ablehnt.

Du solltest einfach mal in die Realität zurückkehren, denn warum sollte man einem Arzt die Erlaubnis zur Berufsausübung abnehmen, wenn er lediglich eine OP an Dir nicht durchführen will? So ein Unsinn.

Und wenn man sich wegen einer Garage und ein paar Zentimeter Höhe ins Hemdchen macht, muß man sich über solche Reaktionen auch nicht wirklich wundern. Wer keinen Ärger hat, macht sich eben welchen.

Wie dem auch sei, es gibt zigtausend Ärzte, da solltest Du sicher einen finden, der seine Garage nicht zu hoch gebaut hat und weit genug von der Grenze steht...

rafii6311 22.01.2013, 18:58

Wie ich in meiner Frage schrieb, habe ich nichts mit dem Streit zwichen Ihm und meine Eltern zutun. Alleine darum geht es mir. Auch wenn es genug andere gibt. Das war nicht die Frage. Die Frage war, ob ein Arzt seine Entscheidung von einem Streit abhaengig machen darf. Und danke fuer diese unqualifizierte Antwort. Erst lesen, dann antworten.

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KroemerInfo 22.01.2013, 21:25
@rafii6311

Und ich bedanke mich für deinen Kommentar, weil Du wohl gar nicht gemerkt hast das deine Eltern damit gemeint waren.

ich werde mich bessern und Dir demnächst eine Erläuterung dazu schreiben damit alles verständlich wird. Das Du aber die Entziehung der Berufsausübung forderst zeigt mir eher, das Du ziemliche Probleme hast den ganzen Sachverhalt überhaupt zu unterscheiden. Solche Forderungen sind Humbug! Jeder Arzt kann dir eine Behandlung - wie hier eine OP - verweigern wenn es kein wirklicher Notfall ist; und genau deshalb hast Du auch ganz genau diese Antwort bekommen, um mal ein wenig nachzudenken. ich habe nämlich den Eindruck das du auf der gleichen Schiene fährst wie deine Eltern, die mit aller Gewalt Zoff amchen wollen und sich wegen weniger Zentimeter aufregen. Und eben ganz genau solche Dinge kann ich absolut nicht verstehen, denn so ein Verhalten ist eigentlich Kindisch bis lächerlich.

Die Frage war, ob ein Arzt seine Entscheidung von einem Streit abhängig machen darf.

Ja kann er schon deshalb, weil er den berechtigten verdacht hegen muß, das man ihn nach der OP für irgendwas belangen will - wer wegen einiger Zentimeter ein Streit von Zaun bricht, ist auch sowas zuzutrauen.

War es für Dich jetzt klar genug oder brauchst Du weitere Erklärungen?

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Da es vermutlich genügend andere Ärzte gibt, die die OP durchführen können, ist seine Entscheidung durch die Vertragsfreiheit gedeckt.

Ich halte die Entscheidung auch für nachvollziehbar.

rafii6311 22.01.2013, 18:51

aber er schrieb, dass seine entscheidung von einem persoenlichen konflikt beeinflusst wurde. darum geht es mir.

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Ratirat 22.01.2013, 18:56
@rafii6311

Ja, natürlich.

Jetzt versetze dich doch einmal in dessen Lage: Da ist jemand, auf den du so eine Hasskappe hast, und der so eine Hasskappe auf dich hat, und du sollst ihn operieren. Da ist es doch schon schwierig, die nötige Distanz zu haben, die man für eine Operation professionell haben sollte. Da finde ich es nur professionell und angemessen, dich auf andere Ärzte zu verweisen.

Und noch dazu ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es bei der geringsten Kleinigkeit wieder zu Streit kommt und ihr ihn wieder verklagt. Hättest du da Lust zu?

Natürlich muss ein Arzt helfen, wenn Leben oder Gesundheit in Gefahr sind. Aber bei einer normalen OP, die nciht eilt und auch von Dutzenden anderen Ärzten gemacht werden kann, ist das nicht nötig.

Ich verstehe auch gar nicht, warum ihr von dem operiert werden wollt. Ich würde darum einen weiten Bogen machen.

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Ich würde mich von den gar nicht mehr behandeln / Operieren lassen wollen !

du hast ein falsches bild bekommen: ein arzt kann durchaus ablehenen, du warst kein notfall und er nicht der dienshabende arzt dabei. insbesondere als niedergelassener arzt darf er dich und andere ablehnen ohne angabe von gründen, er ist freiberufler und ihm steht das recht zu.

Ahm... Arzt wechseln, wenn möglich? Anwalt?

KroemerInfo 22.01.2013, 18:54

Anwälte operieren nicht; wozu also?

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geh doch zu nem anderen arzt

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