Arzt wegen Fehldiagnose und darauffolgenden OP verklagen?

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12 Antworten

Einen finanziellen Anspruch gegenüber diesem Arzt hast du nicht, da deinem Vermögen kein Schaden zugefügt wurde. Ob hier der Tatbestand der versuchten Körperverletzung gemäß §223 Abs. 2 StGB erfüllt ist, solltest du mithilfe eines Fachanwalts für Strafrecht klären.

Der Arzt hat eine Fehldiagnose gestellt, es gibt aber kein Gesetz das reglementiert, dass ein Arzt keine Fehler machen darf. Man müsste dem Arzt einen Vorsatz nachweisen. Außerdem ist dir kein Schaden entstanden, also hast du natürlich keine Ansprüche auf Schmerzensgeld oder Schadenersatz.

Du unterstellst dem Arzt aber das seine Untersuchung unfachlich und mangelhaft durchgeführt wurde. Mit dieser Beschwerde kannst du dich an die zuständige Ärztekammer oder an einen Ansprechpartner deiner Krankenkasse wenden. Die können dem auf den Grund gehen und den Arzt evtl. abmahnen, seine Arbeit gewissenhafter zu erledigen. Das kann im Extremfall dazu führen, dass der Arzt seine Approbation verliert und nicht mehr behandeln darf.

Für alles andere sind Ärzte gut versichert...

https://de.wikipedia.org/wiki/Behandlungsfehler

Der Arzt hat eine Fehldiagnose gestellt

Da wäre ich aber vorsichtig. Wenn zwei oder vielleicht drei andere Ärzte zu einer abweichenden Diagnose kommen, ist das noch lange kein Beweis dafür, dass sie richtig liegen.

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Auf was genau willst Du den Arzt verklagen? Ich als Laie sage mal: 

1. kommen Fehldiagnosen mal vor. OK, dann brauchst Du die schriftlichen "Gegengutachten". Aber irren ist menschlich und kann das bestraft werden? Du hast ja das gemacht, was richtig war: Dir eine zweite Meinung eingeholt. 

2. Schmerzensgeld für was? Es hat doch gar keine OP stattgefunden! 

3. Versuchte Körperverletzung? Jede OP ist (wie eine Tätowierung auch) eine Körperverletzung, in die man einwilligen muss. Und in diesem Fall war der Arzt ja wohl überzeugt davon, operieren zu müssen, also war der Versuch evtl. nicht strafbar - aber das können nur Juristen entscheiden. 

4. Was immer wir hier sagen, hilft Dir auch nicht weiter, denn es ist ja auch eine Ferndiagnose, weil wir den ganzen Prozess nicht kennen. 

5. Warum wendest Du Dich nicht an Deine Krankenkasse als ersten Ansprechpartner? Das wäre das, was ich sofort gemacht hätte. 

Du kannst gar nichts machen. Eine versuchte Körperverletzung liegt nicht vor, da du noch nicht auf dem OP-Tisch gelegen hast und irgendeine medizinische Maßnahme an dir vollzogen wurde. Schmerzensgeld fällt deshalb auch weg. Der Arzt hat dir keine Verletzung zugefügt.

Eine Fehldiagnose könnte einen Schadenersatzanspruch begründen. Aber das nur in ganz wenigen Fällen und DU mußt sie beweisen können. Du schreibst nichts darüber, welche Diagnose die anderen Ärzte erstellt haben und welche gesundheitlichen Folgen die Fehldiagnose für dich hat. Deshalb kann ich nur schlußfolgern, dass du keinen Schaden erlitten hast.

Ich kann zwar deinen Unmut verstehen, aber man kann nicht aus allem Geld schinden wollen.

Es geht mir hier in erster Linie nicht ums Geld. In der Hauptsache geht es mir darum, einen solchen Arzt aus dem Verkehr zu ziehen - denn er hat in mir Kapital gesehen, zumal er eine Privatklinik hat.
Die OP hätte laut allen anderen Ärzten keine Grundlage, d.h. er hätte mich ohne Grund aufgeschnitten und wieder zugenäht, er hätte sein Geld bekommen, ich hätte mich 6 Wochen minimum nicht richtig bewegen können und ich hätte meine Schmerzen weiterhin (oder sogar noch mehr).

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@tim04

Du kannst keinen Arzt mit "hätte, hätte" aus dem Verkehr ziehen. Es ist nichts passiert. Außerdem ist eine Fehldiagnose kein Grund, einen Arzt aus dem Verkehr zu ziehen. Alle Ärzte machen irgendwann einmal Fehldiagnosen. Davor ist kein Arzt gefeit. Es gäbe dann nämlich keine Ärzte mehr, weil alle aus dem Verkehr gezogen wurden.

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Was wollen Menschen eigentlich erreichen mit einer Klage gegen Mediziner ?! Gerechtigkeit ? Geldgier?
Wenn ein echter Fehler vorliegt ist das eine Sache, es ist aber nichts operiert worden, ggf. Wäre es im Rahmen der OP aufgefallen. Aber das sind Spekulationen.

Wenn ein Mechaniker ein Auto falsch repariert wird auch nicht sofort geklagt, aber das du ggf. Das Leben eines Menschen zerstörst ist dir nicht klar, oder ?

Denk nochmal genau drüber nach und lass es. Nimm es so hin und glaube ja nicht , das die Klage eine Art Rache ist oder du danach Millionär wärest, so ist es nämlich auf keinen Fall.  

Mir geht es hier weder um Geld noch um Rache (siehe meine anderen Kommentare)

Das er durch eine unberechtigte OP vielleicht mein Leben zerstört oder schwerer gemacht hätte, ist Dir nicht klar, oder?

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Keine Rechtsberatung, nur meine Privatmeinung.

Schmerzensgeld wird nur bei verursachten Schmerzen gezahlt, hier also nicht! Auch war es keine Körperverletzung, da dafür der Vorsatz fehlt. Fahrlässige Körperverletzung auch nicht, da hierfür die Tatvollendung fehlt.

Das einzige was du tun kannst, wäre eine Beschwerde an die Ärztekammer. Geld wird du da aber nicht durch erhalten.

Du hast aufgrund eines Zweifels eine Deiner Ansicht nach falsche OP verhindert. Also wo sind die Schmerzen, die Du erlitten hast und die Du Dir als scheinbar cleveres Mittel ausgedacht hast, vielleicht ein bißchen Geld abzocken zu können?

Ich würde zu diesem Arzt nicht hingehen, außerdem gibt es im Internet oft Bewertrungsportale für Ärzte. Und außerdem würe ich meinem Vater sagen, dass er es das nächste Mal unterlassen soll, eine solche Ferndiagnose anzustoßen, da Du selbst in der Lage bist, zum Arzt zu gehen, wenn es nötig ist.

Es geht mir nicht ums Geld (siehe meine anderen Kommentare) und mein Vater hat auch alles richtig gemacht!

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mein Vater hat einem uns bekannten Arzt meine Symptome geschildert

  • Was genau hat er dem Doktor gesagt?
  • Wie lautet die genaue Diagnose des ersten Arztes?
  • Welche Untersuchungen hat dieser Arzt bei dir durchgeführt?

JEDER dieser Ärzte widerlegte seine Diagnose sofort

  • Wie viele Ärzte waren das?
  • Welche Diagnose(n) haben diese Ärzte genau gestellt
  • Welche Untersuchungen haben diese Ärzte bei dir durchgeführt?

wofür willst du schmerzensgeld? du hast doch die op abgesagt also ist doch nichts passiert.  klage wegen einer fehldiagnose?  da sehe ich wenig aussicht auf erfolg.

Er könnte auch wegen deiner Rechtschreibung eine Klage einreichen. Das hätte wenig Aussicht auf erfolg.

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Warum muss man eigentlich wegen jedem Mist klagen. Haben die Gerichte nichts besseres zu tun? Deinetwegen können wichtige Fälle bei Gericht nicht behandelt werden.

Schmerzensgeld? Wofür.

Jeder darf sich in unserem Gesundheitssystem eine zweite Meinung einholen. Das hast du gemacht. FERTIG!

Es geht hier nicht um Mist!
Ein Arzt hätte mich ohne jegliche Grundlage operiert - er hätte mich aufgeschnitten, zugenäht, hätte sein dickes Geld kassiert (durch seine Privatklinik noch mehr) - ich hingegen hätte mich wochenlang nicht ordentlich bewegen können, meine Muskulatur hätte sich abgebaut, was sich im Sport negativ ausgewirkt hätte und ich hätte meine Schmerzen weiterhin gehabt - wenn nicht sogar noch schlimmer/mehr..

So ein Arzt der nicht richtig untersucht oder weitere Untersuchungen durchführt um seine These zu stützen, darf meines Erachtens nach nicht mehr ohne weiteres praktizieren. Und ich werde sicherlich kein Einzelfall gewesen sein....

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ja, aber du musst seine Fehler nachweisen

Ärzte sind auch nur Menschen

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