Arzt überweist zum Facharzt und hat selber gar nicht untersucht?

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8 Antworten

Eine sehr berechtigte Frage und etliche dumme Antworten. Ein Patientenkontakt ohne Anamnese und Symptom orientierte Untersuchung ist natürlich eine Unding. Eigentlich ja schon notwendig zur Klärung der Frage, welcher Spezialist im Zweifelsfall zuständig wäre. Mich würde ja auch mal interessieren, was auf dem Überweisungsschein stand. Da soll ja immerhin eine Verdachtsdiagnose stehen. Leider entspricht es ja aber auch dem Zeitgeist, mit jedem auch noch so banalem Wehwechen gleich zum (vermuteten) Spezialisten zu rennen, was neben unnötigen Kosten auch fatale Folgen für den Patienten haben kann.

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Kommentar von Linn88
07.08.2017, 16:34

Auf der Überweisung steht einfach nur:" Schmerzen in beiden Knien." ...Ich habe allerdings nur leichte Schmerzen beim Treppensteigen. Bzw spüre ich da die Schwellungen seitlich/oben an den Knien. Naja, am 17. habe ich erst einen Termin beim Chirurgen. 

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Wozu? Wenn er weiß, dass er sich nicht gut auskennt, dann muss er dich überweisen. Alles andere wäre fahrlässig. 

Außerdem geht es nicht nur um das wissen des Arztes sondern auch darum welche Ausrüstung er hätte um eine Diagnose zu stellen. Hausärzte haben meist nicht die richtige Ausrüstung und müssen zwangsläufig überweisen. 

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Kommentar von Linn88
03.08.2017, 16:57

Naja, er hat ja nicht mal gefragt, wie lange ich das schon habe und ob die Knie ggf. warm sind. Eine Entzündung hätte ein Allgemeinarzt wahrscheinlich auch erkannt. 

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Ein Hausarzt ist für solche Probleme auch nicht zuständig. So etwas behandelt der Chirurg oder der Orthopäde, weil die sich besser damit auskennen und dies ihr Fachgebiet ist. Warum sollte der Hausarzt denn Zeit verschwenden, wenn er dir sowieso nicht weiterhelfen kann. Er hat das einzig Richtige getan, nämlich dich zum entsprechenden Fachmann überwiesen.

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Kommentar von Linn88
03.08.2017, 16:59

Naja, er hat ja nicht mal gefragt, wie lange ich das schon habe und ob die Knie ggf. warm sind. Eine Entzündung hätte ein Allgemeinarzt wahrscheinlich auch erkannt.

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Was soll er denn da anschauen? Mit Hingucken kann man am Knie keine Diagnose stellen, auch mit abtasten eher nicht. Er schickt dich zum Facharzt, der vermutlich sogar ein Röntgengerät hat und gleich das notwendige selbst ausführen kann.

Das Handeln des Arztes ist positiv zu sehen.

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Kommentar von jowei
04.08.2017, 12:27

Von wenig Kenntnis getrübte Aussage. Eine korrekte Diagnose gründet sich in der Hauptsache auf eine qualifizierte Anamnese, in zweiter Linie auf dem klinischen Befund. Bestätigt wird sie erst in dritter Linie durch technische Zusatzuntersuchungen wie Laboruntersuchungen, bildgebende Verfahren usw. Leider führen die äußerst hilfreichen modernen Diagnosehilfen dazu, dass Anamnese und körperliche Untersuchung schon im Studium wohl leider nicht mehr den gebührenden Stellenwert haben.

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Hallo.

Wenn der Arzt nicht Röntgen kann/darf, muss er überweisen.

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zwei minuten sind 120 sekunden , da erkennt ein arzt was sache ist .  hat der wenigstens "guten tag" gesagt ?

oder hast nur im langen mantel in der tür gestanden ?


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Ein Hausarzt ist häufig Allgemeinmediziner, die können nur eingeschränkt auf ihren Bereich handeln.

Wenn wunden und Verletzungen  dein Hausarzt nicht behandeln kann, dann überweist er dich an einen Facharzt.

Übrigens Facharzt für Chirurgie kann bestimmte Medikamente aus seinem Bereich verschreiben oder dich sofort behandeln.

Ich habe die Erfahrung gemacht, das bei unterschiedlichen Fachbereichen das Selbe Medikament verschieden kostet.

Beim Fachbereich kann er dich von den Kosten befreien, beim Hausarzt trägst du die Kosten für dieses Medikament.

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Kommentar von Maxxismo
03.08.2017, 18:34

Beim Fachbereich kann er dich von den Kosten befreien, beim Hausarzt trägst du die Kosten für dieses Medikament.

Die Kosten trägt immer die Krankenkasse, wenn das Medikament auf einem Kassenrezept zu verordnen ist. Welcher Arzt das macht, ist völlig egal ("Therapiefreiheit"). Der Patient trägt nur die Zuzahlung.

Allerdings stellen Hausärzte viele sauteure Spezialmedikamente nicht gern auf Kasse aus, weil das ihr Budget stark belastet. Die Fachärzte haben andere Budgets zur Verfügung, die darauf abgestimmt sind.

Möglicherweise hat der eine Arzt auch ein Originalpräparat verordnet und der andere Arzt ein Generikum. Da sind die Preisunterschiede ebenfalls extrem hoch.

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Kommentar von studiogirl
03.08.2017, 22:30

Erst einmal....habe falsch beurteilt, das sollte kein Danke werden.#

Beim Fachbereich kann er dich von den Kosten befreien, beim Hausarzt trägst du die Kosten für dieses Medikament.

Das ist nicht richtig, es kommt immer darauf an, ob bei dem Medikament zugezahlt werden muss oder nicht. Das hat nichts mit dem Fachbereich zu tun. Es gibt teure Medikamente, die notwendig sind, d.h. zuzahlungspflichtig. Und es gibt Medikamente, die ausgetauscht werden, aber den gleichen Wirkstoff haben (Verträge der Apotheken mit den Herstellern). Da braucht manchmal nichts zugezahlt werden.

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Wenn der Arzt der Meinung ist, dass er dir nicht helfen kann, ist es nur folgerichtig, dass er dich weiter überweißt. 

Wozu hätte er da kostbare Zeit verschwenden und deine Knie abtasten sollen? Hätte auch kein anderes Ergebnis gebracht. 

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Kommentar von jowei
04.08.2017, 12:18

Traurig in jeder Hinsicht

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